Stuhlschiedsrichter gesucht – Der Weg auf den besten Platz am Court

Attraktive Möglichkeit für Schüler und Studenten

© Jürgen Hasenkopf

Du bist mitten drin und leitest das Match. Deine Aufgabe ist es, alles im Blick zu haben. Spieler, Linienrichter, Ballkinder, Zuschauer. Du triffst Tatsachenentscheidungen endgültig und bist die erste Instanz bei Regelfragen. Wenn am Ende des Spiels keiner über dich redet, hast du deinen Job gut gemacht. Und manchmal redet jeder über dich, obwohl du deinen Job gut gemacht hast. Du brauchst starke Nerven, ein gutes Gefühl für den Umgang mit Menschen und hervorragende Augen. Hast du? Dann starte deine Karriere noch heute.

Der Einstieg in die Schiedsrichtertätigkeit erfolgt über die Landesverbände. Geeignete Kandidaten können über die Regelreferenten des jeweiligen Landesverbandes (Kontakt siehe unten) für die Ausbildung zum C-Schiedsrichter/in angenommen werden. In Seminaren und Praxistests werden die Teilnehmer sorgfältig in die Materie eingeführt und können zunächst die Lizenz zum C-Schiedsrichter/in erwerben.

Erste praktische Erfahrungen folgen, beispielsweise bei Preisgeld- und Jugendturnieren sowie in den Bundesligen der Herren 30. Wer sich hier durchsetzt, dem steht die Tür zu den deutschen Bundesligen der Damen und Herren offen. Angesichts der qualitativ immer wieder beeindruckenden Meldelisten eine mehr als spannende Herausforderung.

Interessante Vergütung für Schüler und Studenten

Als lizensierter C-Schiedsrichter erhält hat man beispielsweise eine Tagesvergütung von 80 Euro. Verpflegung und Fahrtkosten werden ebenfalls erstattet. Die Pauschale steigt als B-Schiedsrichter auf 90 Euro und als A-Schiedsrichter auf 130 Euro pro Tag. Interessant außerdem: Die Kosten für die Ausbildung bzw. für die entsprechenden Seminare zum A- und B-Referee werden vom Westfälischen Tennis-Verband übernommen. Nicht wenige Studenten haben sich in den letzten Jahren durch ihre Tätigkeit als Stuhlschiedsrichter einen Teil ihres Studiums finanziert.

Aus dem Kreis der C-Schiedsrichter/innen werden jährlich Kandidaten und Kandidatinnen für die Ausbildung zum B-Schiedsrichter/in ausgewählt. Schiedsrichter die es bis hierher geschafft haben, übernehmen neben nationalen Einsätzen auch die Leitung von Partien bei internationalen Preisgeldturnieren des ITF Pro Circuit. Der erfolgreiche Abschluss zum B-Schiedsrichter bildet den Grundstein für den Erwerb der höchsten deutschen Schiedsrichter-Lizenz - der A-Schiedsrichter-Lizenz. Die Ausbildung (inkl. B-SR) erstreckt sich i.d.R. über einen Zeitraum von zwei Jahren. Die theoretische Ausbildung erfolgt in Form von drei Wochenendseminaren, die praktische durch bewertete Einsätze bei internationalen Turnieren der ITF sowie den Bundesligen.

Wer die A-Schiedsrichter-Lizenz sein Eigen nennt, und zu den Besten gehört, kann schließlich für die weiterführenden internationalen Schulen der ITF gemeldet werden, bei denen man zunächst das White Badge und anschließend das Bronze Badge erreichen kann und damit den Weg für eine weltweite Schiedsrichter-Tätigkeit ebnet.

Termine und Kontakt im WTV

Unter folgendem Link sind die nächsten Lehrgangs- und Fortbildungsrtermine einzusehen. Nach wie vor kann man sich für den Basislehrgang für Schiedsrichter und Oberschiedsrichter am 22. August in Kamen anmelden.

Als Kontakt im WTV steht Dietrich Fietkau Interessierten mit Rat und Tat zur Seite. Der erfahrene Referent für Regelkunde und Schiedsrichterwesen führt nicht nur Lehrgänge und Tagungen für den WTV durch, sondern gibt auch bereitwillig Auskunft über sämtliche Möglichkeiten im Rahmen der Stuhlschiedsrichtertätigkeit.

Dietrich Fietkau

Referent für Regelkunde und Schiedsrichterwesen

Telefon:

0170-7700935

E-Mail:

dfietkau@wtv.de
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