Große Meden-/Poensgen-Spiele: WTV-Team erst im Finale gestoppt

Mit Glück und Nervenstärke ins Endspiel

Das Team-WTV bei den Großen Spielen 2021 in Düren. Von links: Trainer Jürgen Listing, Jim Walder, Joelle Steur, Karlo Cubelic, Marcel Zielinski, Lambert Ruland, Anna Beßer, Betreuer Lutz Rethfeld. © TVM

Vom 09. bis 12. September kämpften insgesamt acht Landesverbände bei den Großen Meden-/Poensgen-Spielen in gemischten Mannschaften von Damen und Herren in der Altersklasse der Aktiven um den Titel der deutschen Mannschaftsmeister der Verbände. Das westfälische Team um Trainer Jürgen Listing bot an den vier Turniertagen auf der Anlage der TG Rot-Weiss Düren dramatische und spannende Matches und konnte erst im Finale von der Mannschaft des Tennisverbandes Berlin-Brandenburg gestoppt werden.

Dabei hätte das erste Gruppenspiel für das Team Westfalen gegen die Mannschaft vom Niederrhein nicht unglücklicher laufen können. Paula Rumpf (TC Union Münster) verletzte sich bei Satzführung und musste ihr Einzel aufgeben. Weil nur Joelle Steur ihr Einzel und später auch mit Partner Karlo Cubelic (beide Tennispark Versmold) das Mixed gewinnen konnte, hieß es am Ende 2:3 gegen das Team Niederrhein. Für den Einzug ins Halbfinale sah es nach einer erneuten Pleite gegen Schleswig-Holstein (2:3) zunächst nicht gut aus. 

Ein Sieg gegen Hamburg, eine gleichzeitige Niederlage der Niederrheiner gegen Schleswig-Holstein und ein Rechenschieber mussten her, um doch noch weiter zu ziehen. Und tatsächlich. Dieses Mal drehte das Team Westfalen gegen die Nordlichter dank drei klarer Einzel-Siege ergebnistechnisch um (3:2). Im Parallelspiel verlor der TV Niederrhein gegen Tabellenführer Schleswig-Holstein mit 1:4. Damit stand doch noch der knappe - mit drei Sätzen zugunsten des WTV - Einzug ins das Halbfinale gegen Gastgeber Mittelrhein. Hier war es im entscheidenden Mixed Joelle Steur und Karlo Cubelic vorbehalten, in einem dramatischen Matchtiebreak das Finale zu buchen - 1:6, 7:5, 11:9.

Im Finale schienen Kraft, Fortune und Dramaturgie aufgebraucht. Gegen das starke Team vom Tennisverband Berlin-Brandenburg war schon nach den Einzeln die Niederlage besiegelt (0:4) Dennoch blickten Trainer Jürgen Listing und Betreuer Lutz Rethfeld zufrieden auf die Turniertage auf der Anlage in Düren.  

Joelle Steur in hervorragender Verfassung

Besonders hervorzuheben ist vor allem die Leistung von Youngster Joelle Steur, die aufgrund der verletzungsbedingten Ausfälle von Katharina Gerlach und Paula Rumpf ein Mammutprogramm abspulte. Die 17-Jährige bestritt innerhalb von vier Tagen insgesamt neun Matches und holte sowohl im Einzel (4:1) als auch im Mixed mit Partner Karlo Cubelic (2:2) wichtige Punkte für den WTV. Ebenfalls mit einer positven Bilanz trat Marcel Zielinski (TSC Hansa Dortmund) im Erscheinung. Drei seiner Einzel an Position 1 konnte Zieliski für sich entscheiden.     

Zuletzt ging der Titel der traditionsreichen Veranstaltung im Jahr 2018 nach Westfalen. Im kommenden Jahr werden die Großen Spiele der Damen und Herren nun im Tennisverband Berlin-Brandenburg stattfinden.

Die Bilanzen der eigesetzten Spieler und Spielerinnen

Damen:

Joelle Steur (Tennispark Versmold, DTB-Ranking 79), Einzel 4:1; Mixed 2:2

Paula Rumpf (TC Union Münster, DTB-Ranking 85), Einzel 0:1

Anna Beßer (TC Deuten, DTB-Ranking 182), Einzel 0:4

Herren:

Marcel Zielinski (TSC Hansa Dortmund, DTB-Ranking 75), Einzel 3:2

Karlo Cubelic (Tennispark Versmold, DTB-Ranking 78), Einzel 0:2, Mixed 2:2

Jim Walder (TC Iserlohn, DTB-Ranking 105), Einzel 1:2

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