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Tenniskongress: Rekordwochenende in Berlin

Tenniskongress: Rekordwochenende in Berlin

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Mehr als 700 Teilnehmer, hochklassige Referenten aus dem In- und Ausland – darunter Topstars wie Boris Becker, Günter Bresnik oder Judy Murray – und eine noch größere thematische Bandbreite als in den letzten Jahren: Der Internationale DTB Tenniskongress presented by Wilson am vergangenen Wochenende in Berlin hat in der Tennisszene für große Begeisterung gesorgt.

2019_Überblick Saal

 „Der Kongress 2019 war von der Resonanz und von den Inhalten her der bislang erfolgreichste“, sagt Organisationsleiter Hans-Peter Born. „Die Mischung aus Vorträgen von Experten und Stars ist sehr gut angekommen und hat dafür gesorgt, dass die Teilnehmer an allen drei Veranstaltungstagen konzentriert dabei waren“, so der Ausbildungsleiter des Deutschen Tennis Bundes.

Einmaliger Mix aus Vorträgen und Tennismesse
Zum insgesamt vierten Mal hatte der Deutsche Tennis Bund (DTB) nach Berlin zu seinem Tenniskongress mit internationaler Ausrichtung geladen. Getreu dem Motto „Vereinstennis der Zukunft – vom Gesundheits- bis zum Leistungssport“ präsentierte der Dachverband einer Rekordteilnehmerzahl von mehr als 700 anwesenden A-, B- und C-Trainern an drei Veranstaltungstagen einen Mix aus verschiedenen Themenbereichen.

Das Konzept des Events, hochklassige Fachvorträge namhafter internationaler Coaches in Kombination mit einer Tennismesse, auf der neue Ausrüstungstrends präsentiert werden, gilt weltweit als einmalig.

Judy Murray als erstes großes Highlight
Das Highlight des ersten Veranstaltungstages waren die Auftritte von Judy Murray. Großbritanniens bekannteste „Tennis-Mom“ hat nicht nur ihre beiden Söhne Andy und Jamie trotz vieler Widrigkeiten auf den Weg in die Weltspitze begleitet. Sie selbst hat sich über Jahre hinweg zum Teil autodidaktisch zu einer der bedeutendsten Tennistrainerinnen der Welt entwickelt. In Berlin eröffnete sie den Kongress mit einem Workshop nur für weibliche Coaches, später stellte sie ihr Basisprogramm „Miss Hits“ vor, mit dem jungen Mädchen der Spaß am Tennissport vermittelt werden soll.


Judy Murray (v.l.) zusammen mit Sonja Vogt, Simone Milk, Ute Strakerjahn, Dinah Pfizenmaier und Ruth Baumhoff

Ebenfalls großen Anklang fand der Beitrag des Belgiers Ruben Neyens, der kreative Trainingsformen für Kinder zwischen drei und fünf Jahren zeigte. Eine Talkrunde mit Judy Murray, Alexander Jakubec, Jürg Bühler und Hans-Peter Born rundete den Themenkomplex Kindertennis ab, ehe DTB-Präsident Ulrich Klaus die Vereinstrainerin des Jahres, Eva Birkle-Belbl, für ihr außergewöhnliches Engagement beim Freiburger Tennisclub ehrte.

Boris Becker begeistert die Teilnehmer
„Der Weg in die Weltspitze“ beschäftigte Publikum und Referenten am zweiten Tag des Kongresses – im Fokus: Boris Becker. Der Head of Men’s Tennis zeigte sich begeistert vom Branchentreffen: „Es herrscht eine tolle Atmosphäre, von der ich vorher auch schon viel gehört hatte. Es macht Spaß, sich mit einem Tennisfachpublikum zu unterhalten. Es passiert selten, dass sich so viele Experten treffen, um über das deutsche Tennis zu diskutieren.“

Gemeinsam mit seinem Eurosport-Moderationskollegen Matthias Stach, der an allen drei Tagen durch das Programm auf dem Showcourt im Berliner Hotel Estrel führte, sprach Becker über seine Aufgaben im DTB und zeigte in einem praxisorientierten Beitrag mit zwei jugendlichen Kaderspielern seine Trainingsschwerpunkte. Kurz vorher hatte sein früherer Coach Günter Bresnik Tipps für den Umgang mit jungen Talenten vorgetragen.


Westfälische Teilnehmer waren in Berlin stark vertreten

Diskussionsrunde mit Günter Bresnik und anderen Prominenten
In einer Gesprächsrunde zum Thema „Der Weg zur Weltklasse“ diskutierten anschließend neben Becker auch Head of Women’s Tennis Barbara Rittner, DTB-Vizepräsident Dirk Hordorff und Sportdirektor Klaus Eberhard über Status quo und Ziele der Nachwuchsförderung. 

Parallel zu den Vorträgen im großen Saal beschäftigte sich auch das Elternseminar mit diesem Thema, jedoch aus anderem Blickwinkel. Zum zweiten Mal nach 2017 organisierte der Dachverband für Mütter und Väter talentierter Kids einen exklusiven Rahmen mit Vorträgen namhafter Experten wie Günter Bresnik, Judy Murray und Barbara Rittner, die Fragen rund um die Talentförderung beantworteten.

Zum Tagesabschluss luden die zahlreichen Aussteller die Teilnehmer zu einem Get Together ein – ein neues Angebot, das den „Networking“-Gedanken des Tenniskongresses noch einmal herausstellte.

Thema Gesundheit im Fokus des Abschlusstages
Der Abschlusstag stand im Zeichen der Gesundheit. Nachdem Alexander Jakubec die gesundheitsorientierte Weiterentwicklung der Ausbildung zum B-Trainer Breitensport vorgestellt hatte, mobilisierte Silvester Neidhardt mit seiner Präsentation buchstäblich die Massen. Mehr als hundert Tennistrainer absolvierten unter seiner Anleitung auf und um den Center Court herum eine Beweglichkeits- und Koordinationsübung.

Neben den praxisorientierten Vorträgen erhielten die Teilnehmer im Business-Seminar am Sonntag zudem die Chance, sich über administrative Themen zu informieren – insbesondere in den Bereichen Marketing, Recht und Steuern. Passend dazu präsentierte der Dachverband sein neues Konzept „Marke Trainer“, das die lizensierten Tenniscoaches künftig stärken und sichtbarer positionieren soll.

Veronika Rücker hält bewegende Reden
Emotional bewegende Momente ergaben sich in Berlin ebenfalls. So erhielt der langjährige Bundestrainer und Ausbildungsleiter des DTB, Hans-Peter Born, die Auszeichnung als „Trainer des Jahres“, sein Weggefährte Rüdiger Bornemann, langjähriger DTB-Lehrreferent, wurde für sein Lebenswerk geehrt. Vorangegangen war in beiden Fällen eine herzliche Laudatio der Vorstandsvorsitzenden des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) und DTB A-Trainerin, Veronika Rücker, die beide Trainer seit vielen Jahren kennt und selbst von ihnen ausgebildet wurde.

Am Ende einer gelungenen Veranstaltung zog Dirk Hordorff, der für Leistungssport, Ausbildung und Training zuständige Vizepräsident, eine positive Bilanz und blickte optimistisch in die Zukunft: „Der Kongress ist ein Festival für das deutsche Tennis, mit tollen Referenten, spannenden Beiträgen und einer großartigen Stimmung. Der Funke ist übergesprungen, die Teilnehmer saßen gebannt auf ihren Sitzen und haben sich von unserem Programm begeistern lassen. Die vielen positiven Rückmeldungen sprechen für sich. Dies zu übertreffen, ist schwer – aber ich bin zuversichtlich, dass wir das Event auf hohem Niveau weiterentwickeln werden.“

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