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Westfälisches Wechselfieber vor dem Saisonstart: Verbands- und Westfalenligen starten Sonntag, 2. Bundesliga der Damen Nord und Regionalliga erst eine Woche später

Westfälisches Wechselfieber vor dem Saisonstart: Verbands- und Westfalenligen starten Sonntag, 2. Bundesliga der Damen Nord und Regionalliga erst eine Woche später

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Am Sonntag starten die Verbands- und Westfalenligen in die Saison. Wie vor jeder Spielzeit, hat sich das Wechselkarussell auch vor dieser gedreht. Aber nicht nicht nur in den Verbands- und Westfalenligen, auch in der Regional- und Bundesliga hat sich aus westfälischer Sicht einiges getan, hier die wichtigsten Ab- und Neuzugänge in Westfalen in der Zusammenfassung.

Einige bekannte Spieler haben sich aus sportlichen Gründen anderen Clubs angeschlossen, bei anderen haben auch finanzielle Absichten eine Rolle gespielt, so zumindest bei Dinah Pfizenmaier. Nach dem Rückzug des THC im VfL Bochum aus dem Bundesligatennis fehlt der aus dem ostwestfälischen Oerlinghausen stammenden westfälischen Spitzenspielerin die sportliche und auch finanzielle Perspektive, weiterhin am Quellenweg aufzuschlagen. Dies sind allerdings bestens beim TC Blau-Weis Halle gegeben, denn dem ostwestfälischen Bundesligisten hat sich die aktuelle Deutsche Meisterin angeschlossen. „Das gibt mir die Möglichkeit, meine Turnierreisen besser zu finanzieren“, so Pfizenmaier.

Pfizenmaier wieder zurück nach Ostwestfalen
„Dinah hat bereits im Juniorinnenalter für uns gespielt", sagt Halles Sportwart Thorsten Liebich, „Sie ist eine sehr sympathische junge Frau“, so Liebich, „die bestens zu uns passt. Zum einen kommt sie aus Ostwestfalen und zum anderen sind wir der einzige Club innerhalb des Westfälischen Tennis-Verbandes, der noch Damen-Bundesliga bietet.“

„Wenn ich groß bin, dann möchte ich irgendwann auch hier mal spielen“, hatte Lennart Zynga seinem Vater schon als kleiner Knirps gesagt, wenn sich die Familie ein Tennis-Bundesliga-Spiel des TC Blau-Weiss Halle angeschaut hatte. Inzwischen ist Sohnemann Lennart 20 Jahre jung, 1,96 Meter groß, und startet nun eine Profikarriere. Da lag es nahe, sich dem GERRY WEBER Breakpoint Base anzuschließen, die in HalleWestfalen eine Profistützpunkt betreiben. Dort trainieren unter anderem der deutsche Olympiateilnehmer Christopher Kas oder auch der finnische Weltklassespieler Jarkko Nieminen. „Die Perspektiven sind für mich optimal“, so Zynga, der zuletzt beim TV Feldmark Dorsten gespielt und mit dem Tennisspielen beim TuS Haltern begonnen hat. „Ich werde jetzt ein Jahr lang versuchen, den Sprung in den Profibereich zu schaffen und mich zunächst einmal unter den besten 800 der Welt zu platzieren“, ist sein Ziel, von dem er gegenwärtig rund 210 Plätze entfernt ist. Beim TC Blau-Weiss Halle ist er zunächst im Regionalliga-Kader vorgesehen.


Matthias Wunner (oben l.) und Noel Stassen (unten r.) verstärken den Bielefelder TTC, Dinah Pfizenmaier (unten l.) schlägt für den TC Blau-Weiss Halle auf, Louis Weßels (oben Mitte) und Daniel Masur (oben r.) für den Tennispark Versmold. Neu im Team des TSV Westfalia 06 Westerkappeln ist Franziska König (unten 2. v.l) , die den TC Union Münster verlassen und Platz für Manon Kruse (unten 3.v.l.) geschaffen hat.


Zynga nach Halle, Masur nach Versmold
Auch Daniel Masur, Westfalens erfolgreichster 18-jähriger Junior, ist dabei eine Profikarriere vorzubereiten. Zwar besucht er derzeit noch das Gymnasium in Kamen, wo er auch im Leistungszentrum des Westfälischen Tennis-Verbandes trainiert und lebt, doch im Sommer wird nach dem Abitur das Tennisspielen profimäßig betrieben. Professionell Vermarktet wird Masur aber bereits jetzt schon von der Global Standard Consultig GmbH (GSC) in Erkrath, mit der ein Management-Vertrag abgeschlossen wurde. Die übernehmen sämtliche Aufgaben rund um Daniels Marketing und Kommunikation und Ansprechpartner in Peter Henke. Der war unter anderem Geschäftsführer von IMG, Europa-Marketing-Chef der ATP, und ist heute als selbstständige Agentur im Sportbereich tätig.

„Uns ist nicht nur die Kompetenz, sondern auch die persönliche Zusammenarbeit sehr wichtig“, so Vater Gerhard Masur, „und mit dieser Entscheidung fühlen wir uns sehr wohl.“ Ähnlich sieht dies auch Jürgen Listing, der als Verbandstrainer maßgeblich an der positiven sportlichen Entwicklung von Daniel Masur beteiligt ist: „Die Konzentration auf den sportlichen Erfolg wird natürlich mit dem Profileben noch steigen. Da ist es sehr gut, dass wir nun mit GSC eine kompetente Begleitung haben.“ Dies hat zur Folge, dass Daniel Masur inzwischen den Westfalenligisten Mindener TK verlassen hat und sich dem Verbandsligisten Tennispark Versmold angeschlossen hat. Dem hat sich auch der talentierte 14-jährige Louis Wessels angeschlossen, der zuletzt für Grün-Weiß Hiddesen gespielt hat.

Prominente BTTC-Neuzugänge
Der 20-jährige Matthias Wunner, der im Sommer mit dem Erreichen des Finals um die Internationale Westfälische Meisterschaft in Dortmund für sportliches Aufsehen gesorgt hatte, hat Blau-Weiß Soest verlassen. Er ist zum Bielefelder TTC (BTTC) gewechselt, wo auch sein Freund Kevin Kaczynski sportlich beheimatet ist. Dem hat sich auch Maximilian Wilde (DJK VfL Billerbeck) angeschlossen, der zuletzt ein Jahr lang an der Tennisakademie im hessischen Offenbach trainiert hat. Außerdem hat der Bielefelder Westfalenligist den erst 17-jährigen Junior Noel Stassen (Blau-Weiß Lemgo) für die kommende Saison verpflichtet. Sowohl Kaczynski, als auch Wunner und Stassen leben im WTV-Gästehaus und streben mit dem BTTC den Aufstieg in die Regionalliga an.

Wohnort- und Vereinswechsel von Greif und Bollich
Auch Rot-Weiß Schwerte hat seine sportlichen Aushängeschilder verloren. Die bis dato an Nummer eins und zwei spielenden Torsten Greif und Heiko Bollich haben den Verbandsligisten verlassen und sich neu orientiert. Für Schwertes Nummer eins war der Wohnortwechsel der Grund, sich abzumelden. Denn künftig wohnt er in Essen und will dort vor der Haustür spielen. Insofern schlägt er künftig für Rot-Weiß Steele auf, so dass zumindest der Vereinsname geblieben ist. Auch für Heiko Bollich war der Wohnort entscheidend. Denn er ist in der Schweiz beheimatet. Zwar nutzte er in den vergangenen drei Jahren die Anreise nach Schwerte stets zu einer Stippviste bei seiner Freundin in Dresden, in dieser Zeit verlor er lediglich ein Einzel für sein Team, doch auf Dauer ist dies kein Zustand.

Manon Kruse wechselt zu TC Union Münster
Dem Tennispark Bielefeld haben sich Julia Poltrock und Natascha Pache angeschlossen, die zuletzt beim TC Kaunitz und beim Verbandsligisten Salzkotten gespielt haben. Die 26-jährige Poltrock, die bereits früher schon beim Tennispark gespielt hat, ist die neue Nummer eins und die an der Gesamtschule in Bielefeld tätige Lehrerin (28) konnte Trainer Kai Birck zum Wechsel bewegen. Personell gesehen hat der Westfälische Hallenmeister der Damen, TC Union Münster, seine Spitzenspielerin verloren. Die 22-jährige Franziska König, die ihr duales Studium abgeschlossen und nun eine Profikarriere anvisiert, hat sich dem Regionalliga-Aufsteiger TSV Westfalia 06 Westerkappeln angeschlossen. Diese Lücke soll mit der 32-jährigen mehrfachen Westfalenmeisterin Manon Kruse geschlossen werden, die nach 20 Jahren den Ruderclub Hamm verlassen hat! Neu im Westfalenliga-Team des TC Unna 02 Grün-Weiß ist Stefanie Ziegler.

Aderlass beim 1. TC Hiltrup
Einen regelrechten Aderlass haben die Damen des 1. TC Hiltrup hinnehmen müssen: Andrea Koch-Benvenuto steht ebenso wenig zur Verfügung wie Margot de Haan, die einen mehrmonatigen USA-Aufenthalt angetreten hat. Sabrina Rösler schlägt künftig bei den Damen 30 der TSG Hamm auf und Julia Niemeyer gehört nun dem Verbandsligisten in Warendorf an. (Quelle: Westfalen Tennis)
 

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