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Vize-Meister Blau-Weiss Halle startet mit Auswärtsspiel in die Meisterschaftsrunde 2013

Vize-Meister Blau-Weiss Halle startet mit Auswärtsspiel in die Meisterschaftsrunde 2013

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Nur noch vier Tage bis zum ersten Aufschlag in der 1. Tennis-Point Bundesliga der Herren, und die 42. Meisterschaftsrunde dieser nationalen Eliteliga ist ein Sammelbecken an Tennisstars. „Die Liga ist in diesem Jahr enorm stark besetzt, vielleicht so gut wie nie zuvor.“, sagt Thorsten Liebich. Der Teamchef des TC Blau-Weiss Halle weiß wovon er spricht: „35 Spieler gehören zu den Top 100 der ATP-Weltrangliste, 17 davon zu den besten 50 der Welt.

Gemeldet haben zum Beispiel für Grün-Weiss Mannheim Tommy Haas (ATP-Weltrangliste 13), für den Titelverteidiger Kurhaus Lambertz Aachen Philipp Kohlschreiber (ATP 18) sowie der Serbe Janko Tipsarevic (ATP 14) in den Reihen der Kurpfälzer. Das Prädikat ‚Weltklasse‘ ist absolut zutreffend.“ So auch in den eigenen Reihen, denn das GERRY WEBER-Team präsentiert sich wieder mit einem personell ausgeglichenen und gut besetzten Kader. „Zum Meldeschluss hatten wir acht Spieler aus den Top 100 und die zeigt unser spielerisches Potenzial auf“, meint Halles Teamchef Liebich.

Vier Vizemeisterschaften in Folge belegen die sportlichen Qualitäten des zweifachen deutschen Mannschaftsmeisters aus Ostwestfalen-Lippe. Doch Thorsten Liebich formuliert als Saisonziel nicht den Titelgewinn: „Wir wollen oben mitspielen und schauen von Spieltag zu Spieltag, was letztendlich möglich ist. Die Favoritenrolle schreibe ich anderen Teams zu.“ Allen voran dem Titelverteidiger aus der Kaiserstadt. „Kurhaus Lambertz Aachen hat für mich die stärkste Mannschaft mit sehr guten Spielern wie die deutschen Profis Kohlschreiber, Florian Mayer (ATP 34), Daniel Brands (ATP 57) und Philip Petzschner (ATP 141). Zudem haben sich die Aachener durch die Neuverpflichtung des Spanier Roberto Bautista Agut (ATP 60) verstärken können.“

Als ein weiterer Titelkandidat wird der Erfurter TC Rot-Weiß angesehen, der mit Andreas Seppi (ATP 28/Italien), Jeremy  Chardy (ATP 25/Frankreich) und Lukas Rosol (ATP 35/Tschechien) drei Top-40-Spieler im Aufgebot hat. „Sie haben ein gutes Team zusammengestellt, vor allem auch auf den hinteren Positionen. Ganz klar, ich sehe die Erfurter als Geheimfavorit“, so Liebich, aus dessen Sicht ein dritter Bundesligist bei der Titelvergabe mitreden kann: Grün-Weiss Mannheim. Seit 38 Jahren gehört der sechsfache deutsche Meister der Eliteklasse an und hat damit die längste Zugehörigkeit aller Teams. „Die Mannheimer sind ein sehr professionell geführter Club und haben ein Top-Team, das auf den ersten Positionen herausragend besetzt ist“, sagt der Haller Teamchef und verweist auf den serbischen Davis-Cup-Sieger Janko Tipsarevic, den zweifachen österreichischen Grand-Slam-Doppelgewinner Jürgen Melzer (ATP 37) und natürlich auf den derzeit besten deutschen Tennisprofi Tommy Haas.

Schwer einzuschätzen sind hingegen der Rochusclub Düsseldorf und Wacker Burghausen. „Beide Mannschaften sind in der Breite gut aufgestellt und sehr ambitioniert. Das werden auch für uns enge Matches werden“, ist Liebichs Meinung. Eine Prognose über mögliche Abstiegskandidaten gibt er indes nicht ab, denn den übrigen Ligateams, Blau-Weiß Krefeld, Blau-Weiß Neuss sowie den Aufsteigern Bremerhavener TV und TC Bruckmühl-Feldkirch, traut Halles Teamchef den Klassenerhalt zu.

„Alle Vereine besitzen eine sehr solide Mannschaft und können sich daher frühzeitig den Ligaverbleib sichern. Da sind spannende Matches garantiert, insbesondere bei unseren Auswärtsspielen. Denn auch diese vier Mannschaften werden vor heimischer Kulisse mit dem bestmöglichen Kader auflaufen, um uns im Duell um die Meisterschaft die Punkte abzunehmen.“

Die sportliche Überraschung eines solchen Punktverlustes versucht das GERRY WEBER-Team am kommenden Sonntag, 30. Juni (Spielbeginn: 11 Uhr) gegen Blau-Weiss Neuss zu vermeiden. „Zum Auftakt eine sehr interessante Begegnung. Unsere Zielsetzung ist der doppelte Punktgewinn zum Saisonstart“ und betont dabei: „Die Neusser befinden sich in einem Umbruch, in einer Art Aufbruchsstimmung. Der Kader ist gut aufgestellt, hat auf den hinteren Positionen viele deutsche Spieler und die sollen den Neussern vorzeitig den Klassenerhalt sichern.“ Nachdem jähen Ende von Teammanager Marc Raffel, setzt das neue Vorstandsteam der Niederrheiner auf einen sportlichen Neuanfang. „Es war eine große Herausforderung, die wir gemeinsam geschafft haben“, sagt Vorsitzender Andreas Jülich und Michael Rötepohl (2. Vorsitzender) ergänzt: „Die Bundesliga ist nachwievor unser Aushängeschild und als Zeichen dieser Aufbruchsstimmung wird am Sonntag die neue Vereinshymne vorgestellt.“

Dennoch warnt Dietmar Skaliks, alleiniger Gesellschafter der ausgelagerten Bundesliga GmbH bei Blau-Weiss Neuss, vor allzu großen Erwartungen und sieht den Klassenerhalt als machbar an. „Wir haben uns an Burghausen, Bremerhaven, Bruckmühl und Krefeld zu orientieren. Gegen die Topfavoriten Halle, Aachen und Erfurt können wir nicht mithalten. Daher werden wir auch gegen diese großen Drei nicht in unserer stärksten Mannschaft antreten können.“ Voraussichtlich werden die Neusser gegen Blau-Weiss Halle das deutsche Quartett mit Sascha Klör, Kevin Deden, Marius Zay und Neuzugang Peter Gojowczyk (ATP 170) aufbieten.

Inwieweit das GERRY WEBER-Team personell besetzt sein wird, kann Teamchef Thorsten Liebich noch nicht bestimmen. „Unsere Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Wir stehen in ständigem Kontakt mit den Spielern und blicken dabei auch nach Wimbledon. Von deren Abschneiden hängt natürlich auch unsere Planung ab“, sagt Liebich. „Beispielsweise gelang dem Wimbledon-Debütanten Jan-Lennard Struff gestern sein erster Sieg im Hauptfeld eines Grand-Slams-Turniers und er erreichte dadurch die zweite Runde. Ein großartiger Erfolg.“ Doch Thorsten Liebich wird aus seinem quantitativ und qualitativ gut besetzten Kader ein bestmögliches Aufgebot zusammenstellen für die Reise an den Niederrhein, um den avisierten Auftaktsieg bei Blau-Weiss Neuss einfahren zu können.

Dass das so sein kann, dafür stehen Namen wie der Spanier Marcell Granollers (ATP 41). Der Katalane führt das GERRY WEBER-Team an, gewann im November 2012 die Doppelweltmeisterschaft in London und ist aktuell die Nummer vier der Doppelweltrangliste. Spektakulär ist hingegen die Neuverpflichtung von Marcos Baghdatis (ATP 40), der Nummer zwei bei Blau-Weiss Halle, zu nennen. In die sportlichen Schlagzeilen geriet der Zyprer im Jahr 2006, als er sich im Finale der Australian Open mit dem Schweizer Roger Federer eine sehenswerte Partie lieferte und sich knapp in vier Sätzen dem >Maestro< geschlagen geben musste. Der Lohn für den Einzug in das Grand Slam-Finale war damals die Weltranglistenposition acht.

Oder Robin Haase (ATP 58), die Nummer vier. Der 26-jährige Niederländer stand bei den diesjährigen Australian Open im Doppelfinale. Eine positive Aufwärtsbewegung ist beim 23-jährigen deutschen Meister Jan-Lennard Struff (ATP 115), Halles Nummer zehn, festzustellen, da seine spielerische Entwicklung längst noch nicht abgeschlossen ist. Bei den French Open spielte sich der gebürtige Warsteiner erstmals ins Hauptfeld eines Grand-Slam-Turniers und setzte unlängst an der Church Road in London ein weiteres Ausrufezeichen. So ist der Sprung unter die besten hundert der Welt für den Sauerländer das nächste greifbare Ziel.

Neben Baghdatis sind ebenfalls neu im blau-weissen Aufgebot die Spanier Daniel Munoz-de la Nava (ATP 146) sowie David Marrero (ATP-Doppel 16) aus Las Palmas. Der Linkshänder ist vor allem als exzellenter Doppelspieler bekannt. Des Weiteren steht im Haller Aufgebot ein Argentinier mit deutschem Pass: Horacio Zeballos (ATP 52), die Nummer drei im Kader, zwei Positionen tiefer notiert Jarkko Nieminen (ATP 38/Finnland). An den Positionen sechs und sieben steht das spanische Duo Daniel Gimeno-Traver (ATP 56) und Albert Ramos (ATP 62). Außerdem sind im GERRY WEBER-Team Simone Bolleli (ATP 89/Italien), Ruben Ramirez Hidalgo (ATP 119/Spanien), Potito Starace (ATP 227/Italien) und Christopher Kas (ATP-Doppel 63/Deutschland). „Mit dieser Besetzung sollten wir wieder eine gute Rolle in der Eliteklasse spielen, vielleicht ist sogar noch mehr drin“, sagt Halles Teamchef Thorsten Liebich.

Ein deutscher Tennisprofi mit Zukunft: Bis an die Top 100 der Weltrangliste hat sich der aktuelle Deutsche Meister Jan-Lennard Struff (Blau-Weiss Halle) gespielt, der sich in Wimbledon aus der Qualifikation heraus ins Hauptfeld des Grand Slam-Turniers gespielt hat. Derzeit steht er in der zweiten Runde, ist jedoch ein der Perspektivspieler des ostwestfälischen Tennis-Bundesligisten. © GERRY WEBER OPEN_KET
 

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