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Spannendes Saisonfinale: Teams aus Halle, Aachen und Mannheim spielen um Titel

Spannendes Saisonfinale: Teams aus Halle, Aachen und Mannheim spielen um Titel

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Der Kampf um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft 2014 in der 1. Tennis Point-Bundesliga der Herren zeigt, dass die höchste deutsche Spielklasse in puncto Spannung kein Stück hinter anderen Sportarten zurücksteht. Zwei Spieltage vor Saisonende machen sich noch drei Teams berechtigte Hoffnungen auf den Titelgewinn: Der amtierende Meister und Tabellenführer Kurhaus Lambertz Aachen (14:0 Tabellenpunkte), sein ewiger Rivale Blau-Weiss Halle (13:1) sowie die Mannschaft von Grün-Weiss Mannheim (12:2). „Nach diesem Saisonverlauf ist der Titelkampf völlig offen und Kleinigkeiten werden darüber entscheiden, wer am Ende die Meisterschaft holt. Nach fünf Vize-Titeln in Folge und dem aus unserer Sicht bisher überragenden Saisonverlauf sind wir diesmal einfach wieder dran“, zieht Halles Teamchef Thorsten Liebich eine Zwischenbilanz und unterstreicht zugleich den Wunsch der Blau-Weissen, nach 1995 und 2006 wieder einmal den großen Coup zu landen.

Liebichs Bilanz fällt insbesondere deshalb so positiv aus, weil die Haller vor der Saison mit Marcel Granollers, Marcos Baghdatis, Albert Ramos, Potito Starace und Horacio Zeballos einige namhafte Abgänge zu verkraften hatten und daher nicht erwartet werden konnte, in diesem Jahr überhaupt wieder um die Deutsche Meisterschaft mitspielen zu können. „Wir hatten das Glück, dass einerseits die verbliebenen Spieler die Abgänge voll und ganz ersetzen konnten und sich andererseits unsere Neuzugänge als echte Alternativen zum Stammpersonal erwiesen haben“, so der Teamchef der Blau-Weissen.

Jan-Lennard Struff steht für Erfolgsserie: In zwei Jahren ungeschlagen mit einer 11:0-Bilanz
Ein Spieler übertraf dabei alle vor der Saison in ihn gesetzten Erwartungen: Der aus Warstein stammende und nunmehr im vierten Jahr für Halle aufschlagende Publikumsliebling Jan-Lennard Struff (ATP 76). Er konnte alle seine bisherigen sieben Einzel in dieser Spielzeit gewinnen und kommt saisonübergreifend (2013: 4:0-Bilanz) sogar auf eine beeindruckende Bilanz von elf (!) Einzelsiegen in Serie. So erfolgreich wie Struff ist kein zweiter Profi in der Liga: Seiner 7:0-Bilanz folgt der Aachener Matthias Bachinger mit 5:0 und auf jeweils 4:0 kommen Tobias Kamke (Grün-Weiss Mannheim) sowie der Tscheche Jaroslav Pospisil (Erfurter TC Rot-Weiß). Dass der 24-Jährige, der noch vor genau zwei Jahren nicht einmal zu den besten 300 Spielern der Welt gehörte und ausschließlich Challenger- und Future-Turniere spielte, sich mittlerweile seit Monaten unter den Top 80 behauptet, macht Thorsten Liebich besonders stolz: „Die Entwicklung von Jan-Lennard ist beeindruckend und ich freue mich sehr für ihn. Ich staune immer wieder, welche Ruhe er mittlerweile auf dem Platz ausstrahlt und wie gut er sich nun auch gegen absolute Top-Spieler verkauft.“

Trotz des aus Haller Sicht sehr erfolgreichen Saisonverlaufs hat der bisher verlustpunktfreie Titelverteidiger Kurhaus Lambertz Aachen im Hinblick auf das Saisonfinale wohl die beste Ausgangsposition - wenngleich die Mannen von Teamchef Alexander Legsding mit Halle (03. August) und Mannheim (10. August) noch gegen beide Verfolger im direkten Duell antreten müssen, dies allerdings jeweils vor eigenem Publikum im Aachener Kurpark. Eben dieses Auswärtsspiel am kommenden Sonntag in Aachen dürfte für Blau-Weiss Halle die größte Hürde auf dem Weg zur dritten Meisterschaft sein, zumal ein Sieg dabei herausspringen muss, will man den Ausgang der Saison weiterhin selbst in der Hand haben. „Natürlich ist die Begegnung gegen Kurhaus Lambertz Aachen nach dem bisherigen Verlauf der Saison für uns der Maßstab und das mit Abstand wichtigste Spiel. Unsere Jungs werden für einen Sieg dort alles geben. Dass es möglich in Aachen zu gewinnen, haben wir im Meisterjahr 2006 bewiesen, und dieses überragende Gefühl möchte ich nochmal erleben“, zeigt sich Halles Teamchef Thorsten Liebich zuversichtlich.

Nach dem Gipfeltreffen in Aachen sieht der Spielplan für das Team aus der Lindenstadt noch das abschließende Heimspiel gegen den TV Reutlingen vor. Der Aufsteiger befindet sich trotz des zuletzt gelungenen ersten Saisonsieges in akuter Abstiegsgefahr und wird bis zum Saisonende um den Klassenerhalt zittern müssen. Thorsten Liebich ist daher gewarnt: „Selbst wenn uns in Aachen ein Sieg gelingen sollte, wäre dies nur die halbe Miete zum Titelgewinn. Reutlingen hat gefährliche Spieler, wittert nach dem Sieg in Gladbach Morgenluft und wird gegen uns alles geben, um doch noch die Klasse zu halten.“

Aktueller Außenseiter im Titel-Dreikampf ist Grün-Weiss Mannheim, das vor dem Saisonfinale in Aachen zunächst auf eigener Anlage den Gladbacher HTC empfängt. Ein Sieg gegen die Rheinländer ist Pflicht für die Mannschaft von Teamchef Gerald Marzenell, und zeitgleich dürften die Mannheimer dem Team von Kurhaus Lambertz gegen Halle die Daumen drücken, um den Gewinn der Meisterschaft am letzten Spieltag in Aachen selbst auf dem Schläger zu haben. Egal aus welcher Perspektive man es betrachtet und welche theoretischen Rechenspiele man anstellt: Die 1. Tennis Point-Bundesliga steuert auf ein überaus spannendes Finale zu, dessen Ausgang zum jetzigen Zeitpunkt noch völlig offen ist. Erst wenn am 10. August der allerletzte Matchball gespielt ist, wird eines der drei Spitzenteams den Gewinn des Titels „Deutscher Mannschaftsmeister 2014“ feiern können.


Jan-Lennard Struff ist mit einer 7:0-Bilanz nicht nur bester Profi des TC Blau-Weiss Halle, auch in der laufenden Bundesliga-Saison hat kein anderer Ligaspieler eine solche Siegesserie aufzuweisen Foto: GERRY WEBER OPEN/KET

Tabelle Vereine Spieltage Sätze Matches Punkte
1. Kurhaus Lambertz Aachen (DM) 7 70:28 31:10 14:0
2. Blau-Weiss Halle 7 73:29 34:8 13:1
3. Grün-Weiss Mannheim 7 69:31 31:1 12:2
4. Erfurter TC Rot-Weiss 7 63:44 27:15 8:6
5. Blau-Weiß Neuss 7 39:59 16:26 6:8
6. Badwerk Gladbacher HTC (A) 7 47:57 19:23 5:9
7. Blau-Weiß Krefeld 7 43:58 15:27 4:10
8. TV Reutlingen (A) 7 33:64 14:28 3:11
9. Rochusclub Düsseldorf 7 41:63 13:29 3:11
10. Bremerhavener TV 7 26:71 9:33 2:12

DM = Deutscher Mannschaftsmeister 2013
A = Aufsteiger                                                      

 8. Spieltag • Sonntag • 03. August 2014 • 11.00 Uhr

Kurhaus Lambertz Aachen - Blau-Weiss Halle
TV Reutlingen - Bremerhavener TV
Erfurter TC Rot-Weiß - Blau-Weiss Neuss
Rochusclub Düsseldorf - Blau-Weiß Krefeld
Grün-Weiss Mannheim - Badwerk Gladbacher HTC

 

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