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Roger Federer: Vor zehn Jahren begann bei den GERRY WEBER OPEN seine Weltkarriere

Roger Federer: Vor zehn Jahren begann bei den GERRY WEBER OPEN seine Weltkarriere

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Wenn er in einem stillen Moment über seine Karriere nachdenkt, kann er es in diesen späten Wintertagen des Jahres 2013 kaum glauben. Dann findet es Roger Federer für sich selbst „einfach unglaublich“, dass sein internationaler Durchbruch schon zehn Jahre zurückliegt: Der erste magische Grand Slam-Siegesmoment in Wimbledon eben, den er sich mit dem Rückenwind seines vorher gegangenen Premieren-Triumphes bei den GERRY WEBER OPEN erzaubert hatte. „Es waren unvergessliche Tage und Wochen damals. Der Erfolg in Halle, dann auch noch der Erfolg in Wimbledon. Das ist noch heute hochemotional für mich“, sagt Federer in einem Gespräch mit Frank Hofen, dem Turnier-Pressesprecher der GERRY WEBER OPEN am Rande des ATP Tour-Events im niederländischen Rotterdam, wo der Schweizer derzeit als Titelverteidiger aufschlägt.

In HalleWestfalen wird sechster Titel angestrebt
Ein Jahrzehnt später gehört der 31-jährige Roger Federer immer noch zu den Besten seines Sports. Zu einer Legende schon zu Lebzeiten ist er geworden, der Künstler unter den Tennisstars, der Ästhet am Racket, der Mann, der ein einziger Superlativ auf zwei Beinen ist. Und seit dem Jahr 2000 dem ATP-Rasentennisturnier im ostwestfälischen Halle, welches in ihm immer heimatliche Gefühle weckte, eben jenen GERRY WEBER OPEN, ist er seinen Fans und Turnierdirektor Ralf Weber über all die Jahre seiner Ausnahmekarriere treu geblieben. Auch zur bevorstehenden 21. Auflage von Deutschlands einzigem Rasentennis-Event, welches im internationalen Kalender vom 8. bis 16. Juni terminiert ist, ist der geniale Maestro am Start: Energiegeladen, siegeshungrig sowie drahtig und fit wie ehedem: „Ich will unbedingt wieder in Halle gewinnen. Das ist mein Ziel – und meine Mission“, sagt der 31-jährige Superstar, der seinen sechsten Titelgewinn im GERRY WEBER STADION realisieren will: „Ich komme um zu gewinnen.“

Motivationsprobleme kennt einer wie er sowieso nicht: „Ich habe immer noch diese unbedingte Lust am Spiel“, sagt Federer, „ich kann mich an keinen Tag erinnern, an dem ich keine Lust zum Training oder zu einem Match gehabt hätte.“ Das hat beim 17-fachen Rekord-Grand-Slam-Sieger auch und vor allem mit seiner überragenden Trainings- und Turnierplanung zu tun, bei der er geschickt die Konzentration auf die wesentlichen Saisonhöhepunkte setzte und sich von Zeit zu Zeit auch immer die nötigen Pausen nahm. So blieb der Eidgenosse über die letzten anderthalb Jahrzehnte – von wenigen Ausnahmen abgesehen – verletzungsfrei und konnte stets unbeschwert auf Titeljagd gehen. „Ich fühle mich fantastisch als Wettkämpfer da draußen. Und ich denke, dass ich mir immer noch allerhöchste Ziele setzen kann. Wichtig sind Turniersiege. Wenn die kommen, dann kann man auch über Platz eins der Weltrangliste wieder nachdenken. Allerdings, ich visiere diese Weltranglistenposition nicht ständig als Marke an. Du erreichst es einfach.“

Dass er genau dies im letzten Jahr noch einmal schaffte, wider alle Skeptiker und Zweifler, machte ihn stolz, aber er sagt selbst, er könne sich jetzt, da er noch mitten drin sei im Tennisbetrieb, noch gar nicht richtig darüber freuen: „Wenn ich irgendwann mal auf alles zurückschaue, wird dieses Comeback auf Platz eins aber sicher zu den absoluten Höhepunkten gehören.“ Und ganz sicher auch die olympische Silbermedaille, die er in London holte. Damals, im etwas anderen Wimbledon im Zeichen der Ringe, verbot es sich Federer kategorisch, über den zweiten Platz enttäuscht zu sein. „Ich saß in meiner Kabine und wollte direkt nach dem Spiel allein sein, um über das Finale nachzudenken. Da habe ich mir dann gesagt: Du kannst glücklich sein mit dem, was du erreicht hast. Und das musst du der Welt auch zeigen. Du willst doch nicht vor der ganzen Welt als Enttäuschter auftreten.“ Und diese Haltung, sagt Federer auch, habe dazu geführt, „dass ich nie mit Reue oder Frustration auf diese Olympischen Spiele zurückgesehen habe“: „Ich habe nun eine Silber- und eine Goldmedaille, die im Doppel aus dem Jahr 2008 – was soll ich mich da jemals beschweren?“

Roger Federer, der Publikumsliebling von HalleWestfalen und Topstar im 2013er Turnier, schließt keinesfalls aus, auch noch bei den Spielen von Rio im Jahr 2016 an den Start zu gehen: „Ich traue mir das körperlich unbedingt zu.“ Schon jetzt hat er seine Vorplanungen bis zum Ende der Saison 2014 abgeschlossen, will bis dahin in jedem Fall mit seiner Familie noch über die Kontinente und durch die Zeitzonen jetten. „Wir haben uns alle gut eingelebt in diesem Tourleben, die Kinder, Mirka und ich. Das ist ein großer Spaß für mich, die beiden Mädchen mit dabei zu haben. Ich wollte immer, dass sie ihren Vater noch auf dem Centre Court sehen – und das bewußt erleben.“ Federer freut sich auch auf ein Wiedersehen mit Rafael Nadal bei den GERRY WEBER OPEN und hat, teils aus den Medien, teils über Fernsehübertragungen, das Comeback seines langjährigen spanischen Weggefährten in Chile verfolgt: „Es ist einfach gut für das ganze Tennis, wenn einer wie er zurückkehrt. Und hoffentlich gesund bleibt und weiter an der Spitze mitmischt.“

Deutliche Worte zum Thema Doping – Lance Amstrongs Geständnis war für ihn „gruselig“
Im Gespräch mit dem Pressedienst der GERRY WEBER OPEN nahm Federer auch zu der aktuellen Debatte über Doping im Sport Stellung und plädierte für ein scharfes Kontrollregime: „Wir müssen alles dafür tun, möglicherweise auch die Preisgelder sperren, damit unser Sport sauber bleibt. Und dass Jeder auch die Gewissheit hat, dass er sauberen Sport sieht“, sagte der 31-jährige, „und für mich kann ich sagen: Ich weiß, dass es möglich ist, Höchstleistungen ohne solche verbotenen Hilfsmittel zu erreichen. Ich beweise es mir Tag für Tag selbst.“ Zu dem Dopinggeständnis des amerikanischen Radfahrers Lance Armstrong sagte der Schweizer sichtlich verärgert: „Ich habe seinem TV-Geständnis nur fünf Minuten zuhören können, dann hatte ich genug. Das Ganze war einfach bloß gruselig.“


Roger Federer mit dem Foto seines Straßenschildes "Roger-Federer-Allee" in  HalleWestfalen beim Pressegespräch am Rande des ATP-Turniers in Rotterdam. © GERRY WEBER OPEN (HalleWestfalen).

Agentur Medium (Bielefeld) kreiert das neue Plakat der GERRY WEBER OPEN
HalleWestfalen. Alles begann mit einem Rasenball – das war die zentrale Idee, wie man die GERRY WEBER OPEN als Marke visualisieren und im internationalen Tenniszirkus positionieren kann. Das Ergebnis: Seit nunmehr 14 Jahren kümmert sich die MEDIUM Werbeagentur aus Bielefeld um das Design der GERRY WEBER OPEN. Seit zehn Jahren ist der Rasenball das tragende Markensymbol für das ATP-Rasentennisturnier im ostwestfälischen Halle. Das Plakatmotiv für die 21. Ausgabe der GERRY WEBER OPEN zeigt die Tennis-Superstars, die in diesem Jahr in HalleWestfalen aufschlagen werden. „Zudem wollten wir Leidenschaft, Kraft und Dynamik zum Ausdruck bringen. Eben das, was Tennis auf Rasen ausmacht“, so Sven Nöcker, Inhaber der Agentur, „und wir finden, dass uns das gut gelungen ist!“



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