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Pfizenmaier, Struff und Zielinski siegen

Pfizenmaier, Struff und Zielinski siegen

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Dinah Pfizenmaier bei den Damen und Jan-Lennard Struff bei den Herren haben bei den 33. Hallen-Westfalenmeisterschaften in Werne erwartungsgemäß den Sieg davon getragen. Bei den Herren 30 hat sich der topgesetzte Mariusz Zielinski gegen Titelverteidiger Andreas Thivessen durchgesetzt.

 

 

 

 

Zwei Tage nach ihrem 20. Geburtstag besiegte Dinah Pfizenmaier im Finale die drei Jahre jüngere aktuelle deutsche U18-Juniorenmeisterin Julia Wachaczyk (Bielefelder TTC) mit 6:2, 6:1 und Jan-Lennard Struff verteidigte mit einem finalen 6:1, 6:4-Sieg gegen Florian Lemke (Blau-Weiß Soest) seinen im Vorjahr errungen Verbandstitel. Bester Westfale bei den Herren 30 ist Mariusz Zielinski, der mit einem makellosen 6:0, 6:0-Sieg im Endspiel gegen den aus Werne stammenden Andreas Thivessen (Westfalia Dortmund) Westfalenmeister wurde. „Dieser gebotene Tennissport“, so Verbandspräsident Robert Hampe (Hamm), „ist sportlich betrachtet das Beste was Westfalen derzeit zu bieten hat.“ Und mit Stolz verwies der westfälische Tennispräsident auf die Tatsache, dass an diesem Turnier alleine in den Damen- und Herren-Konkurrenzen sechs aktuelle deutsche Meister teilgenommen haben. Seit 1999 - mit der Ausnahme des Jahres 2002 – finden in den Tennishallen der Sport Alm beim TC Blau-Weiß Werne die westfälischen Titelkämpfe statt und seitdem der Westfälische Tennis-Verband (WTV) seit fünf Jahren seine Spitzenförderung konzentriert hat, unter anderem mit dem vor drei Jahren eröffneten Neubau eines Gästehauses am Leistungszentrum in Kamen, ist er zu einem der führenden Verbände innerhalb des Deutschen Tennis Bundes (DTB) geworden. „Ob wir auch weiterhin diese Spitzenposition halten können“, sagt Hampe, „muss abgewartet werden. Wir werden aber weiterhin mit unserem Cheftrainer Jens Wöhrmann konsequent und professionell daran arbeiten, doch es gehört auch immer ein Quäntchen Glück dazu.“

 

 

Titelträger sportlich überlegen Dieses benötigte bei den Westfalenmeisterschaften 2012 keiner der beiden neuen Titelträger. Zu eindeutig war ihre sportliche Überlegenheit und Dinah Pfizenmaier gab auf dem Weg zur Meisterschaft gerade einmal elf Spiele ab. Sieben davon alleine im Viertelfinale gegen die erst 14-jährige Taya Morderger (TC Kamen-Methler) und es folgte in der Vorschlussrunde ein 6:1, 6:0-Sieg gegen die an Nummer sieben gesetzte Lea-Katharina Jacob vom TC Rödinghausen. Bis ins Halbfinale war auch Titelverteidigerin Manon Kruse (Ruderclub Hamm) gekommen, doch die Bielefelderin Julia Wachaczyk zeigte der routinierten 31-Jährigen die spielerischen Grenzen auf. Die Hammenserin inzwischen im Berufsleben aktiv, Wachaczyk auf dem Weg zu einer möglichen Profikarriere, das waren die spielerischen Unterschiede am Sonntagvormittag. Mit 6:3, 6:4 spielte sich die Ostwestfälischen erstmals bei den Damen in ein Finale. Doch Paroli konnte sie Dinah Pfizenmaier nicht bieten, die sich nach rund 55 Minuten Spielzeit mit einem 6:2, 6:1-Finalerfolg die erste Westfalenmeisterschaft holen konnte. „So kann es weiter gehen“, sagte Jan-Lennard Struff und bezog Dinah Pfizenmaier in diese Bewertung mit ein. Beide hatten zusammen am 19. Dezember in Biberach die nationalen Meisterschaften gewonnen und beide siegten an diesem 15. Januar auch bei ihrem ersten Turnier des Jahres 2012 in Werne. Und auch die sportliche Zielsetzung ist bei beiden deckungsgleich: „Die French Open im Mai in Paris ist das Ziel“, erklärten unisono die Westfalenmeister, die ihre Trainingsarbeit nun soweit abgeschlossen haben und nun national in das Turniergeschehen einsteigen werden. Dinah Pfizenmaier wird an dem ITF-Turnier in Stuttgart teilnehmen und Struff startet am 23. Januar beim ATP-Challenger-Turnier in Heilbronn.

 

 

Auch wenn in Werne sportlich bei ihm noch nicht alles rund lief, zeigte Jan-Lennard Struff, woran er mit seinen Coaches arbeitet: Am Aufschlag und an einer offensiveren Spielweise. „Dies will und muss ich verbessern“, sagt der gebürtige Warsteiner und versuchte dies in seinen Matches auch konsequent umzusetzen. Sieht man einmal von den drei Sätzen (6:3, 4:6, 6:1) im Viertelfinale gegen Marvin Netuschil (Dortmunder TK Rot-Weiss 98) ab, gingen die anderen Partien mühelos in zwei Sätzen über den Teppichboden. Im Halbfinale gab es einen 7:6, 6:2-Erfolg gegen Florian Stephan (Blau-Weiß Soest) und im folgenden Endspiel stand ihm erneut ein Soester gegenüber: Florian Lemke. Der 28-jährige Lemke, Nummer acht der Setzliste, gewann sein Vorschlussrundenspiel gegen den gut aufgelegten 16-jährigen Johannes Kolowrat (Blau-Weiss Halle) mit 3:6, 6:1, 6:1 und war im Endspiel dann wiederum chancenlos. „Ein, zwei Returns kann man noch mit spielen“, so Lemke nach dem Match, „doch ansonsten war sein Spiel zu druckvoll für mich.“ Mit 6:1, 6:4 verteidigte Struff eindrucksvoll seinen Westfalenmeistertitel. Der an Nummer zwei gesetzte Patrick Pradella (Blau-Weiss Halle) musste bereits in seinem ersten Match gegen Alexander R. Zastrow (SV Arminia Gütersloh) auf Grund einer Adduktorenverletzung beim Stande von 6:1, 3:5 aufgeben; der so weitergekommene Ostwestfale unterlag im Viertelfinale Kolowrat mit 4:6, 1:6.

 

 

Titelverteidiger chancenlos Bei den Herren 30 spielten sich die beiden Topgesetzten ins Finale und am Ende gewann dann auch die Nummer eins die Westfalenmeisterschaft. Mariusz Zielinski, der im Halbfinale den an Nummer fünf gesetzten Janosch Blaha (TC Friedrich der Große Herne) mit 6:1, 6:1 aus der Konkurrenz warf, verpasste Lokalmatador Andreas Thivessen im Finale eine sogenannte >Brille<. Der für den Tennisbundesligisten Westfalia Dortmund spielende Werner, zuvor 6:4, 6:4-Sieger in der Runde der letzten Vier gegen Marc Senkbeil (Dortmunder TK Rot-Weiss 98), gewann anschließend kein Spiel mehr und hatte eine 0:6, 0:6-Niederlage einzustecken.

 

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