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Nur Dorsten wagt das „Abenteuer Zweite Liga“, Bochum bleibt in Regionalliga

Nur Dorsten wagt das „Abenteuer Zweite Liga“, Bochum bleibt in Regionalliga

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Im Sommer konnten sich gleich zwei westfälische Teams über den Aufstieg in die Zweite Bundesliga freuen: Der THC im VfL Bochum bei den Damen und der Dorstener TC bei den Herren konnten sich an die Spitze der Regionalliga West spielen, beide Teams mussten allerdings erst abklären, ob sie den Aufstieg überhaupt annehmen. Dorsten hat sich nun dafür entschieden, Bochum dagegen. Über die Hintergründe haben wir mit den Mannschaftsführern beider Teams gesprochen.

Dorstens Mannschaftsführer Marcel Schröder: „Wir haben lange überlegt, ob wir den Aufstieg annehmen sollen, aber mussten dann erst einmal die Ferienzeit abwarten, dass wir uns mit unseren Sponsoren zusammensetzen konnten. Erst waren wir etwas zögerlich, weil so viele Spieltage in den Sommerferien angesetzt sind. Denn wir leben ja von unseren Zuschauern.  Unsere Mannschaft war von Anfang an dafür, den Aufstieg anzunehmen, aber das lag ja nicht komplett in unserer Hand. So ein Aufstieg ist ja auch immer mit Mehrkosten verbunden. Unsere Sponsoren haben sich dann aber glücklicherweise auch dazu entschlossen. Zusammen werden wir dann dieses Abenteuer wagen und alles daran setzen, unser Team konkurrenzfähig zu gestalten.  Wir werden uns also auch verstärken, wir sind gerade dabei, ein schlagkräftiges Team zusammen zu stellen. Da Aufsteiger-Team wird dabei komplett zusammen bleiben, aber vor allem an der Spitze wird es noch die eine oder andere Verstärkung geben.

Das wird natürlich nicht einfach für so einen kleinen Verein, sich dauerhaft dort oben zu halten. Dessen sind wir uns schon bewusst, aber wir wollen das Maximum herausholen. Sollten wir dann doch den Klassenerhalt nicht schaffen, wird die Welt für uns auch nicht zusammenbrechen, aber wir werden alles dafür geben.“


Am letzten Spieltag mit einem Sieg beim westfälischen Rivalen aus Bielefeld den Aufstieg klar gemacht: der Dorstener TC, der den Aufstieg nun auch angenommen hat: (hinten v.l.) Florian Schlücler, Marcel Schröder, Marek Semjan, Ralf Wilmink, (vorne v.l.) Alexander Lazov, Kim Möllers, Jannik Brozio und Patrick Dan Ganet.

 

Bochums Mannschaftsführerin Inge Briegert: „Das Ziel in diesem Jahr mit unserer 1. Damen-Mannschaft war der Klassenerhalt. Dass daraus nun auch noch ein Aufstieg wurde, war überraschend und sportlich höchst erfreulich. Nach dem Wunsch der Mannschaft sollte der Lohn für diese gute Saison-Leistung auch gelebt werden. Vorrausetzung war, in der gleichen Besetzung nach zwei Jahren Abwesenheit Bundesliga, es doch noch einmal mit der 2. Liga zu versuchen. Alle Spielerinnen haben dem zugestimmt. Dass nun nach einigen Wochen doch – vor allem die Spielerin Carolin Daniels – einem weitaus größeren finanziellen Angebot eines anderes Vereines nicht widerstehen konnte, hat uns an der Durchführbarkeit des Projektes 2. Bundesliga zweifeln lassen. Auf einmal ging es nämlich nicht nur um finanziell zu meisternde Aufgaben, sondern auch um sportliche. Wenn eine eingeschworene Nummer zwei ausscheidet, kostet eine neue Spielerin der notwendigen Klasse mehr Geld und mehr Aufwand (Ausländerin).

Aus sportlichen und auch – vor allen Dingen – aus finanziellen Gründen wurde uns schnell da die Entscheidung abgenommen. Wir haben zehn Jahre in der Bundesliga gespielt und kennen den sportlichen und finanziellen Anspruch.“


Die Magnum-Flasche durfte nicht fehlen bei der Aufstiegsfeier der THC-Damen mit (hinten v.l.) Ina Maria Range, Josanne van Bennekorn, Corina Scholten, Jürgen Briegert, Kaja Kond, (vorne v.l.) Carina Groenen, Carolin Daniels, Inge Briegert, Virginie Stein und Hanna Krampe. Das Team hat sich nun aber gegen den Aufstieg entschieden und wird auch in 2015 in der Regionalliga aufschlagen.

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