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Interview mit Sabine Ellerbrock

Interview mit Sabine Ellerbrock

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WTV: Seit Februar dieses Jahres bist du Profi und stehst mittlerweile auf Platz sechs der Weltrangliste. Da hat sich der Schritt doch gelohnt, oder?

Sabine Ellerbrock: Von der Platzierung her schon. Ende Oktober vergangenen Jahres stand ich auf Platz 14 und das war das Maximum, das ich in Kombination mit meinem Beruf erreichen konnte. Nun habe ich unbezahlten Urlaub genommen, daraus ergab sich dann nur das Problem der Finanzierung, aber ein halbes Jahr konnte ich erst einmal stemmen - dank meiner Ersparnisse und auch dank der Sponsoren, die ich finden konnte. Leben kann ich von dem Sport nicht, dafür sind die Preisgelder im Verhältnis zu den Kosten zu gering. Da ist schon viel Idealismus dabei. Bei den Holländer ist alles schon professioneller organsisiert.

 

WTV: Dein großes Ziel sind die Paralympics im kommenden Jahr, ist das in Gefahr? Sabine Ellerbrock: Ich bin noch bis Februar kommenden Jahres von meinem Beruf beurlaubt.  Danach entscheidet sich, wie es weitergeht. Ich hoffe, dass es mit Verbands- und Ministeriumshilfe eine Lösung gibt, die mir mehr finanzielle Sicherheit bietet, denn was ist zum Beispiel, wenn eine Verletzung dazwischenkommt oder die Saison nicht so optimal läuft? Die finanzielle Unsicherheit ist so immer im Kopf und macht es schwer, sich allein auf den Sport zu konzentrieren. Da würden natürlich auch weitere Sponsoren helfen. Die Flüge nach Australien sind aber schon gebucht. Bei den Grand Slam Turnieren - wie bei den Australian Open, für die ich qualifiziert bin - sind die Preisgelder höher als bei den anderen Turnieren.   WTV: Im November steht aber erst noch das Masters an. Was rechnest du dir dafür aus? Sabine Ellerbrock: Das Halbfinale wäre genial und ist realistisch, wenn ich gut spiele. Ich habe keinen Druck. Vom Gewinn träumt wohl jeder. Denn damit wäre wohl die nächste Saison gerettet.

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