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French Open: Pfizenmaier verliert gegen A. Radwanska - Wildcard für Nürnberg

French Open: Pfizenmaier verliert gegen A. Radwanska - Wildcard für Nürnberg

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Dinah Pfizenmaier (WTA 126) und Jan Lennard Struff (ATP 118/beide Blau-Weiß Halle) haben beide bei den French Open den Sprung von der Qualifikation ins Hauptfeld geschafft. Die  21-Jährige zog 2012 erstmals ins Hauptfeld bei einem Grand Slam ein und scheiterte erst in der zweiten Runde des Hauptfeldes an der damaligen Weltranglisten-Ersten Viktoria Azarenka aus Weißrussland, für sie ist es ihr zweites Grand Slam Hauptfeld, für Jan-Lennard Struff das erste Hauptfeld überhaupt.

Dinah Pfizenmaier war an 13 gesetzt und siegte in Quali-Runde eins am Mittwoch mit 6:3, 6:4 gegen die US-Amerikanerin Chiara Scholl (184), am Donnerstag in Quali-Runde zwei  folgte ein 6:3, 6:2 gegen die Russin Irina Khromacheva (228), die nächste Gegnerin am Freitag war Vera Dushevina (Russland/179), die sie mit 6:7 (7), 6:2, 6:4 schlug und somit nach 2012 zum zweiten Mal den Sprung ins Hauptfeld von Paris geschafft hat. Auf Facebook schreibt Dinah nach dem Match: "Erneut qualifiziert, sooooo geil! Sehr gutes Match gespielt heute, mit einigen Chancen im Ersten (vier Satzbälle), aber dann wieder zurück gekämpft und auch ein 1:3 im Dritten noch gedreht. Ich bin super glücklich und freue mich tierisch aufs Hauptfeld. Perfekt hat Struffi den Tag gemacht, er ist kurz nach mir ins Hauptfeld eingezogen, super."

Für die 21-Jährige geht es nach drei Spielen in der Quali im Hauptfeld weiter, im letzten Match des Tages siegte sie mit 7:5, 6:1 Mandy Minella (WTA 74) aus Luxemburg und egalisierte so ihr Vorjahresergebnis. Auf Facebook war Dinah happy mit ihrer Leistung und ihren 30 Winnern: "Am Anfang habe ich nicht so gut ins Match gefunden, aber zum Glück nur bis zum 0:2, dann wurde es besser und ich konnte mich auf 5:2 absetzen. Dann hat sie ihre Taktik geändert und hat zum 5:5 ausgeglichen, wobei ich bei 5:3 schon drei Satzbälle hatte, aber da hat sie drei Mal auf die Linie gespielt... Dann ist mir mein Spielaufbau wieder besser gelungen, mein erster Aufschlag wurde stabiler und ich hab den Satz gewonnen. In den zweiten Satz hab ich sehr gut reingefunden und hab sie unter Druck setzen können und nichts mehr anbrennen lassen."

Am Mittwoch hat Dinah Venus Williams-Bezwingerin Urszula Radwanska (Polen/40) mit 6:3, 6:3 geschlagen und ist erstmals in die dritte Runde der French Open eingezogen. Dort wartet nun mit der Schwester von Urszula Radwanska, der Weltranglistenvierten Agnieszka, ein echter Brocken. Dennoch schreckt sie das nicht das ab. Denn die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt, wie sie auf Facebook schreibt: "Geil! Heute auch die zweite Runde im Hauptfeld gg U. Radwanska gewonnen. Mein größter Erfolg bisher, aber Freitag geht es weiter! Dieses mal spiele ich gegen die Schwester A. Radwanska. Ich freue mich tierisch auf das Match und werde alles geben, um nicht wie im letzten Jahr gegen Azarenka unterzugehen. Ich spiele dieses Jahr einfach besser und bin mehr überzeugt von meinem Spiel - also hoffe ich, dass noch irgendwas geht."

Für Dinah Pfizenmaier sind die French Open nach sechs Matches vorbei, Agnieszka Radwanska war beim 3:6, 4:6 dann doch eine Nummer zu stark, auf wenn sich Pfizi teuer verkauft hat und durchaus ihre Chancen hatte. Trotzdem - Hut ab und weiter so!
 


Das WTV-Trainerteam um (v.l.) WTV-Regionaltrainer Falko Schüssler, WTV-Konditrainer Jaime Fernandez-Fernandez, WTV-Verbandstrainer und Dinahs Coach Michael Schmidtmann sowie WTV-Verbandstrainer Jürgen Listing waren bei Dinah Pfizenmaiers (Mitte) Erstrundenspiel mit von der Partie. Foto: PMTR

Wildcard für NÜRNBERGER Versicherungscup
Nach der überstandenen Qualifikation und ihren bisherigen zwei Erfolgen im Hauptfeld der French Open in Paris, erhält die 21-jährige Qualifikantin für den NÜRNBERGER Versicherungscup eine Wild Card. Dies gab am Donnerstag spontan Turnierdirektorin Sandra Reichel nach Rücksprache mit Bundestrainerin Barbara Rittner bekannt. Das zweite deutsche WTA-Turnier, neben dem Porsche Tennis Grand Prix in Stuttgart, findet vom 08. bis 15. Juni direkt im Anschluss an die French Open auf der Anlage des TC 1. FC Nürnberg statt.

Durch den Einzug in die dritte Runde des Grand-Slam-Turniers in Paris, hat Dinah Pfizenmaier erstmals in ihrer Karriere den Sprung unter die TOP-100 der WTA-Weltrangliste geschafft. Der NÜRNBERGER Versicherungscup unterstreicht mit der Vergabe der Wild Card an die Bielefelderin eindrucksvoll die selbst gestellte Aufgabe, den deutschen Tennisnachwuchs zu fördern und zu unterstützen. Neben Pfizenmaier sind bereits die deutschen Fed-Cup-Spielerinnen Julia Görges, Annika Beck und Andrea Petkovic im Hauptfeld des NÜRNBERGER Versicherungscups vertreten.

Struff gewinnt Quali und scheitert knapp in Runde eins
Der 23-jährige Struff war in der Herren-Quali an zwölf gesetzt, gewann zum Auftakt mit 6:4, 6:3 gegen den Österreicher Gerald Melzer (ATP 246), ließ dann in Quali-Runde zwei gegen Julio Cesar Campozano (210) aus Ecuador ein 6:3, 6:3 folgen, im Quali-Finale am Freitag siegte er gegen den an 28 gesetzten Russen Teymuraz Gabashvili (144) mit mit 6:3, 7:6(7) und hat zum ersten Mal in seiner Karriere den Sprung ins Hauptfeld eines Grand Slams geschafft. Dort unterlag er am Montag Evgeny Donskoy (80) bei seinem Grand-Slam-Debüt mit 6:7(7), 6:2, 6:7(2), 2:6, im dritten Satz hatte der Warsteiner schon mit 5:3 in Front gelegen. Alles in allem aber ein sehr gutes Turnier für den Haller Bundesligaspieler.

Kas/Marach schalten Australian Open Finalistenin Runde eins aus und müssen im Achtelfinale gegen die Bryan-Zwillinge aufgeben
Unterdessen sind auch die Doppel-Wettbewerbe in Paris ausgelost worden. Christopher Kas (Blau-Weiss Halle) tritt mit dem Österreicher Oliver Marach an, die beiden konnten jüngst das Challengerturnier in Bordeaux gewinnen und setzten in Runde eins gegen die niederländsichen French Open Finalisten Robin Haase und Igor Sijsling ihren Siegeszug fort, die sie mit 6:7(5) 6:4 6:3 bezwingen konnten. In Runde zwei ließen sie am Sonntag gegen die an 13 gesetzten Julien Benneteau (FRA)/Nenad Zimonjic (SRB) zugezogen.

Sabine Ellerbrock zieht im Einzel und Doppel ins Finale ein
Die Auslosung in Paris hat den beiden deutschen Spielerinnen in Paris ein deutsches Duell zum Auftakt beschert: Sabine Ellerbock (TC Herford) siegte mit 6:4, 6:4 gegen Katharina Krüger und mit dem gleichen Ergebnis hat die Bielefelderin am Donnerstag die topgesetzte Niederländerin Aniek van Koot bezwungen. Im Finale wartet natürlich mit Jiske Griffioen wieder eine Niederländerin. Es ist Ellerbrocks zweites Grand Slam Finale und sollte sie es gewinnen, wäre sie die erste deutsche Rollstuhl-Tennisspielerin mit einem Grand Slam Sieg.

Im Doppel gewann sie im Halbfinale zusammen mit der Niederländerin Sharon Walraven mit 6:4, 7:5 gegen das an zwei gesetzte niederländisch-britsiche Duo Marjolein Buis/Lucy Shuker und zog dort ebenfalls ins Endspiel ein. Gegnerinnen dort sind die topgesetzten Niederländerinnen Griffioen/van Koot.

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