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Ein Gästehaus-Trio will mit dem Bielefelder TTC den Aufstieg

Ein Gästehaus-Trio will mit dem Bielefelder TTC den Aufstieg

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Am 5. Mai ist der erste Spieltag in der Westfalenliga, acht Teams kämpfen in dieser Saison um den Aufstieg in die Regionalliga, darunter der Bielefelder TTC, der sich mit Matthias Wunner (ehemals Blau-Weiß Soest) und Noel Stassen (ehemals Blau-Weiß Lemgo) verstärkt hat.

Vor drei Jahren ist Kevin Kaczynski  nach Bielefeld gewechselt, damals spielte das Team noch in der Regionalliga, vor zwei Jahren folgte dann allerdings der Abstieg in die Westfalenliga. Im Vorjahr spielte das Team oben mit, erreichte Platz drei, aber für den Wiederaufstieg reichte es nicht. Das soll sich mit Wunner und Stassen ändern. Beide wohnen wie Kaczynski im WTV-Gästehaus und sind Kaderspieler des Verbandes, was bedeutet, dass in der kommenden Saison die Hälfte der Bielefelder Mannschaft aus Gästehaus-Bewohnern besteht. Hinzu kommen noch Maximilian Wilde, Sebastian Linda und Andreas Kruza. Das Gästehaus-Trio hat auf jeden Fall einen klaren Vorteil, was das Doppel angeht, ist sich Matthias Wunner sicher:  „Wir kennen uns schon länger und trainieren fast jeden Tag zusammen. Ich denke schon, dass das weiterhilft.“

Wollen in dieser Saison die Westfalenliga aufmischen: (v.l.) Kevin Kaczynski, Noel Stassen und Matthias Wunner, alle drei Bewohner des WTV-Gästehaus und mittlerweile alle für den Bielefelder TTC aktiv.

Die Drei verstehen sich auch abseits des Platzes sehr gut, da liegt es auf der Hand, dass sie demnächst zu den Mannschaftsspielen Fahrgemeinschaften bilden. Gleich am ersten Spieltag müssen sie bei Regionalliga-Absteiger Blau-Weiß Soest, dem ehemaligen Klubs Wunners, antreten. „Das wird bestimmt ein gutes Spiel. Ich weiß nicht genau, wie sie aufgestellt sind, aber ich glaube schon, dass es machbar für uns ist, sie zu schlagen“, so der 20-Jährige, der just Geburtstag gefeiert hat. Für ihn, genauso wie für Noel und Kevin gilt es eher den TC Iserlohn zu schlagen, will man in diesem Jahr aufsteigen. Das Ziel haben alle drei auf ihrem Wunschzettel und sind auch einigermaßen optimistisch, dass es klappt: „Meine Vermutung ist, dass wir und Iserlohn den Aufstieg unter uns ausmachen“, so „Wunni“, der persönlich das Ziel hat, in diesem Jahr unter die besten 500 in der Welt zu kommen. Kevin möchte sich dagegen überhaupt erst einmal in der ATP-Weltrangliste etablieren und sich bei  Future-Turnieren so weit nach oben spielen, dass er möglichst bald dort nicht mehr durch die Qualifikation muss. Noel hat dagegen in diesem Jahr vorrangig den Wunsch, Tennis überhaupt wieder schmerzfrei spielen zu können. Er leidet an einer Hüftdysplasie, die in diesem Jahr mithilfe einer Operation behoben werden soll. Die steht allerdings erst nach den Mannschaftsspielen im Sommer an. Danach wird er drei Monate erst einmal gar kein Tennis spielen können. Aber erst einmal freut er sich auf die Mannschaftsspiele zusammen mit „Wunni“ und Kevin: „Das ist natürlich schon etwas Besonderes, dass wir jetzt drei Spieler aus dem Gästehaus sind, die in Bielefeld spielen.“

Stassen ist zuvor ebenfalls in der Westfalenliga  auf Punktejagd gegangen, sein Ex-Klub Blau-Weiß Lemgo musste allerdings im vergangenen Jahr den Gang in die Verbandsliga antreten. Da er aus Bad Salzuflen kommt, war Bielefeld eine gute Alternative: „Mit dem Auto ist man in 15 Minuten da“, so der 18-Jährige. Kevin ist dagegen in Bielefeld mittlerweile ein „alter Hase“. Im gefällt es, dass der Klub nicht auf Spieler aus dem  Ausland, sondern auf „junge Wilde“ aus Deutschland setzt, wozu auch die drei aus dem Gästehaus zählen. Nur eins möchte er Kevin in diesem Jahr tunlichst vermeiden, gegen Matthias Wunner bei einem Turnier zu spielen. Im Vorjahr gab es das Duell Wunner gegen Kaczynski nämlich gleich drei Mal in der ersten Runde und jedes Mal ging Wunner als Sieger vom Platz. Da die beiden jetzt in einer Mannschaft spielen, kann ihm das in der Westfalenliga schon einmal nicht mehr passieren. Im Training spielen die beiden gerne gegeneinander und stacheln sich gegenseitig an. Bis zum Saisonauftakt werden sie noch die eine oder andere Einheit zusammen im Landes-Leistungszentrum, das direkt neben dem WTV-Gästehaus liegt, absolvieren, damit sie dann im Mai ihren Teil zum erhofften Aufstieg beisteuern können.

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