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Bericht zum Verbandstag 2009

Bericht zum Verbandstag 2009

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Lediglich 133 Minuten dauerte der Verbandstag des Westfälischen Tennis-Verbandes (WTV) am vergangenen Samstag in der Stadthalle in Kamen an, den der viertgrößte nationale Tennisverband turnusgemäß durchzuführen hat. Die insgesamt 18 Tagesordnungspunkte beinhalteten die satzungsmäßigen Verpflichtungen und Regularien, die es galt, mit den Vereinen zu besprechen. Es war eine von großer Sachlichkeit geprägte Mitgliederversammlung der 875 westfälischen Tennisvereine und -clubs, denn Kritik an der Person von Robert Hampe (Ruderclub Hamm) und seinen Präsidiumskollegen gab es nicht. Im Gegenteil. Der seit 2001 im Amt weilende 59-jährige Präsident wurde seitens Vereinsvertretern eigens dafür gelobt, dass klare Position gegenüber dem Deutschen Tennis Bund bezogen und dies bei der Wahl des DTB-Präsidenten Dr. Georg von Waldenfels durch seine Gegenstimme auch öffentlich gemacht hat.

"Respekt und Anerkennung"

„Dafür ist dir Respekt und Anerkennung auszusprechen, dass du nicht eingeknickt bist und eine solche Misswirtschaft nicht mitträgst“, so der Ennigerloher Vereinsvertreter Erich Stukenbrock. In seiner Grundsatzrede ging der Verbandspräsident auch auf den Dachverband ein. „Was ist aus dem einst reichsten und heute noch weltweit mitgliederstärksten Verband geworden?“, fragte Robert Hampe, und merkte weiter an: „Der DTB kommt aus den negativen Schlagzeilen nicht heraus. Dies trifft uns natürlich ebenso, obwohl der WTV im vergangenen Jahr sein erfolgreichstes Jahr hatte.“ Dies konnte er zum einen daran fest machen, dass der 1,85 Millionen Euro umfassende Etat solide ist, dass das 500.000 Euro teure und neu erbaute Gästehaus auf dem Gelände des Leistungszentrums in Kamen eigenfinanziert ist, und mit zahlreichen Deutschen Meisterschaften im Jugendbereich auch sportlich zukunftsorientiert positioniert ist.

"Trendwende ist möglich"

Doch Sorgenfalten legten sich trotzdem auf seine Stirn, denn der Mitgliederschwund konnte nicht aufgehalten werden. „Wir haben einen Verlust von rund 2,5 Prozent hinzunehmen“, sagte Hampe, „so dass wir mittlerweile bei 152.000 Mitglieder angekommen sind.“ Dies ist die zahlenmäßige Bilanz. Doch der WTV-Vorsitzende wusste auch zu berichten, das 303 Vereine im vergangenen Jahr einen Zuwachs von teilweise bis zu 100 Prozent an Mitgliedern hatten: „Wir können nur den Rahmen vorgeben und Hilfestellung anbieten, umsetzen müssen es die Vereine. Ich bin mir allerdings sicher, dass dies inzwischen an der Basis angekommen und eine Trendwende möglich ist. Dies haben die zahlreichen Bewerbungen für die Verbands seitige Ausschreibung 'Verein des Jahres' gezeigt.“

Ein zentraler Punkt der Verbandstagung war die Neuwahl des Präsidiums. Bevor jedoch diese durchgeführt werden konnte, stand eine Satzungsänderung an. Bis dato gab es auch in Westfalen eine zweijährige Amtsperiode, doch inzwischen hat man diese sowohl beim DTB als auch in den meisten Landesverbänden um ein Jahr verlängert. „Diese Verlängerung ist sinnvoll bei der Entwicklung neuer Projekte und sie dient auch der Verlässlichkeit bei der Zusammenarbeit mit Partnern und Sponsoren“, begründete Vizepräsident Elmar Schlüter (Rot-Weiß Salzkotten) den Antrag, der dann auch einstimmig so angenommen wurde.

Antrag auf Einführung eines neuen Vizepräsidenten abgelehnt

Dagegen hatte der Antrag von Heinz Küppers-Anhamm (TC St. Mauritz Münster) keine Chance bei den Vereinsvertretern. Nach seinen eigenen Recherchen beträgt der Anteil der Senioren und Seniorinnen innerhalb des Westfälischen Tennis-Verbandes bereits 64 Prozent und um diese auch entsprechend repräsentieren zu können, wäre es sinnvoll, „das Präsidium um einen Vizepräsidenten für Seniorinnen und Senioren zu erweitern.“ Dem widersprach die westfälische Vizepräsidentin für Sport, Ute Strakerjahn (Lippstadt), die mit zwei Referenten auf Verbandsebene diesen Bereich hinreichend abgedeckt sieht. Zudem erfolgt auf Bezirks- und Kreisebene eine weitere Betreuung und Interessensvertretung. „Dann müssen wir demnächst auch einen Vizepräsidenten für Kleinfeldtennis oder Jüngstentennis schaffen, nur weil es ein großer Bereich ist. Diese altersspezifischen Gruppierungen sind integraler Bestandteil in unserem Sport. Und dort auch bestens aufgehoben.“ Die Notwendigkeit eines zusätzlichen Vizepräsidenten sah die Versammlung auch nicht und von den insgesamt 374 Stimmen waren lediglich 32 dafür und 48 enthielten sich. Der Rest (294 Stimmen) sprach sich dagegen aus.

Einstimmigkeit herrschte dann wieder bei den Präsidiumswahlen vor und demzufolge wurden für drei Jahre gewählt: Präsident Robert Hampe (Hamm), Vizepräsident Elmar Schlüter (Salzkotten), Vizepräsident Finanzen Rolf Hüttermann (Bielefeld), Vizepräsidentin Sport Ute Strakerjahn (Lippstadt) und Vizepräsident Breitensport Ernst Sasse (Schöppingen). Des Weiteren wurde Gerti Straub (Oer Erkenschwick) als Vizepräsidentin für den westfälischen Jugendsport bestätigt. Das neugewählte Verbandspräsidium beendete das Treffen der westfälischen Tennisclubs mit einer Einladung: „Am 25. April findet bundesweit >Deutschland spielt Tennis< statt. Wir als WTV wollen dies öffentlichkeitswirksam nutzen und laden sie dazu ein, an diesem Samstag mit uns das neue Gästehaus zu eröffnen.“

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