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Australian Open: Ellerbrock verpasst ersten Grand-Slam-Sieg

Australian Open: Ellerbrock verpasst ersten Grand-Slam-Sieg

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Die Australian Open in Melbourne (14. bis 27. Januar) sind das erste Tennis-Großereignis des Jahres. Dinah Pfizenmaier (WTA 140) und Jan-Lennard Struff (ATP 170, beide Blau-Weiss Halle) schlugen zum ersten Mal in der Qualifikation auf, verpassten aber den Sprung ins Hauptfeld. Für Christopher Kas (ATP Doppel 48/Blau-Weiss-Halle) war in der ersten Hauptfeld-Runde Endstation. Dagegen hatte Sabine Ellerbrock (ITF 3/TC Herford) das Finale erreicht, war dort aber Aniek van Koot (ITF 2/Niederlande) unterlegen.

Sie war mit zwei Turniersiegen im Rücken nach Melbourne gereist - Ellerbrock gelang das Double in Brisbane  sowie der Turniersieg in Adelaide - und hatte zum ersten Mal das Endspiel bei einem Grand Slam Turnier erreicht.

Nachdem sie zum Auftakt am Mittwoch ihre Doppelpartnerin Sharon Walraven (ITF 6/Niederlande) mit 6:2, 6:3 bezwingen konnte, gewann sie im Halbfinale mit 7:6, 7:5 gegen die Britin Lucy Shuker (ITF 7). Im Finale am Samstag traf Ellerbrock auf die topgesetzte Aniek van Koot (ITF 2/Niederlande). Auf ihrer Facebook-Seite beschrieb die Bielefelderin ihre Gefühle nach dem ersten Finaleinzug bei einem Grand Slam kurz und knapp: "Amazing Feeling!" Das Match gegen die Niederländerin wurde dann zu einer turbulenten Partie: Nachdem sie den ersten Satz mit 6:1 verloren hatte, holte sich Ellerbrock den zweiten mit 6:1, der dritte Satz war bis zum Ende ausgeglichen. Van Koot reichte ein Break bei 5:6 zum 5:7 Endstand. 

Im Doppel ist Sabine Ellerbrock dagegen in Runde eins gescheitert, zum Auftakt unterlag sie zusammen mit ihrer Partnerin Sharon Walraven den an zwei gesetzten Marjolein Buis (Niederlande)/Lucy Shuker (Großbritannien) nach zweieinhalb Stunden mit 5.7, 3:6. Im Einzel war Ellerbrock an Position zwei gesetzt, hinter der Niederländerin Aniek van Koot, die Weltranglisten-Erste Esther Vergeer (Niederlande) fehlte wie schon beim Masters.

Und auch beruflich läuft es für die Bielefelderin nach einer langen Zeit der Ungewissheit wieder rund: Ab dem 1. Februar wird sie wieder als Lehrerin am "Gymnasium am Waldhof" in Bielefeld in ihren Fächern Biologie und Mathematik unterrichten. Mit ihrer halben Stelle ist sie finanziell abgesichert, kann ihre Profikarriere aber trotzdem fortsetzen und an den großen Turnieren teilnehmen. Zuerst muss sie sich allerding Ende Januar einer OP am Fuß unterziehen.

 

Für Christopher Kas (ATP Doppel 48/Blau-Weiss Halle), der zwar bestens in Jahr gestartet war - Kas siegte zusammen mit Philipp Kohlschreiber in Doha - lief es im Gegensatz zu Sabine Ellerbrock in Australien nicht rund, er  hatte zum Auftakt aber auch ein echtes Hammerlos erwischt. Zusammen mit Dustin Brown verlor er  in der ersten Runde gegen die an drei gesetzten Masters-Sieger Marcel Granollers (Spanien/Blau-Weiss Halle) und Marc Lopez mit 2:6, 6:3, 6:7(7).


Für Pfizenmaier und Struff war es eine Premiere "Down Under", vor einem Jahr gingen beide noch bei den 33. Westfälischen Tennis-Hallenmeisterschaften in Werne an den Start und holten dort den Titel. Jetzt wollten sie sich beim ersten Grand-Slam-Turnier des Jahres fürs Hauptfeld qualifizieren. 

Der 22-jährige Struff bekam es in der ersten Runde der Qualifikation am Mittwoch mit dem 27-jährigen Niederländer Jesse Huta Galung (ATP 224) zu tun. Diesen konnte er mit 2:6, 6:3, 7:5 bezwingen und zog somit in die zweite Runde ein. Sein nächster Gegner am Freitag (24 Uhr unserer Zeit) in der zweiten Runde der Qualifikation war wieder ein Niederländer: Der 24-jährige Thiemo de Bakker (ATP 129) schlug in der ersten Runde Oleksandr Nedovyesov (ATP 205/Ukraine) mit 6:3, 6:4 und ist in der Qualifikation an Position 13 gesetzt. Auch de Bakker konnte der Struff mit 6:4, 6:1 besiegen und stand nun in der dritten Qualifikations-Runde. Sein Gegner dort war am Samstag der 27-jährige Spanier Arnau Brugues-Davi (ATP 198). Gegen den war der der Deutsche Meister allerdings unerwartet chancenlos und unterlag mit 1:6, 3:6.

Pfizenmaier, in der Quali an Position 20 gesetzt, musste zum Auftakt am Donnerstag in der ersten Runde der Qualifikation gegen die 29-jährige Australierin Monique Adamczak (WTA 192) ran. Nach verlorenem ersten Satz kämpfte sie noch einmal zurück, unterlag aber dann mit 1:6, 6:2, 4:6, obwohl sie im dritten Satz schon mit 4:1 und 30:0 in Front gelegen hatte. Dementsprechend enttäuscht war die 20-Jährige nach ihrem Spiel.

 

 

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