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34. Westfälische Tennis-Hallenmeisterschaften der Damen/Herren: Pfizenmaier, Masur und Zielinski siegen

34. Westfälische Tennis-Hallenmeisterschaften der Damen/Herren: Pfizenmaier, Masur und Zielinski siegen

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Die Sieger der 34. Westfälischen Tennis-Hallenmeisterschaften, die vom 16. bis 20. Januar beim  TC Blau-Weiss Werne in der SportAlm Werne stattgefunden haben, heißen Dinah Pfizenmaier (Blau-Weiss Halle), Daniel Masur (Tennispark Versmold) und Mariusz Zielinski (TC Parkhaus Wanne-Eickel).

Pfizenmaier (l.) verteidigte ihren Titel bei den Damen, Masur (Mitte) gewann erstmals in der Halle bei den Herren und Zielinski (r.) schaffte es ebenfalls, seinen Titel bei den Herren 30 zu verteidigen. Bei den Damen 30 hatten sich zu wenig Spielerinnen angemeldet, so dass keine Konkurrenz stande kam.

Dieser Finaltag war verlief allerdings alles andere als rund, denn Verletzungen ließen zwei Matches ausfallen. So konnte der topgesetzte Matthias Wunner (Bielefelder TTC) auf Grund einer Oberarmzerrung nicht zu seinem Vorschlussrundenmatch antreten und das finale Duell bei den Damen fiel gänzlich aus. Franziska König (TSV Westfalia 06 Westerkappeln) war im Halbfinale umgeknickt und musste danach das Endspiel canceln. Demzufolge kam Dinah Pfizenmaier (Blau-Weiss Halle) kampflos zum erneuten Titelgewinn und bei den Herren siegte letztlich Daniel Masur (Tennispark Versmold), Der 18-jährige westfälische Kaderspieler besiegte im Finale Florian Stephan (Blau-Weiß Soest) mit 7:6(6), 4:6, 6:3. Erfolgreiche Titelverteidigung vollzog auch Mariusz Zielinski (Parkhaus Wanne-Eickel) bei den 30er-Herren. Im Endspiel besiegte die Nummer eins den ungesetzten Marc Wittemund (Westfalia Dortmund) mit 6:3, 6:3.


Damen : Topgesetzte Pfizenmaier siegt im Finale kampflos gegen Franziska König

Die topgesetzte Dinah Pfizenmaier (Blau-Weiss Halle) hat ihren Jetlag gut verkraftet und ihren Titel bei den Hallen-Westfalen-Meisterschaften in Werne verteidigt. Die Australian Open sind daher für Dinah Pfizenmaier (Blau-Weiss Halle), Erstrundenniederlage in der Qualifikation, längst der Schnee von gestern. „Das haben wir aufgearbeitet und nun stehen neue Herausforderungen an“, so die erfolgreiche Titelverteidigerin, „und so konnte ich hier in Werne ein paar Matches bestreiten, sie mir sehr geholfen haben.“ Während sie in den ersten beiden Spiele gegen Julia Poltrock (TC Kaunitz) und auch gegen die an sechs gesetzte Alexandra Bezmenov kaum gefordert worden war und lediglich vier Spiele abgegeben hatte, musste die Ostwestfälin, die in der vergangenen Woche ihren 21. Geburtstag feierte, gegen die mehrfache Westfalenmeisterin und elf Jahre ältere Manon Kruse (Ruderclub Hamm) etwas mehr tun. Letztendlich gewann Gegen die Titelverteidigerin aber auch dieses Spiel glatt mit 6:4, 6:3. Kruse hatte im Viertelfinale die an vier gesetzte Hanna Landener (TC Parkhaus Wanne-Eickel)  mit 6:4, 1:6, 6:4 ausgeschaltet.

Im Finale traf Pfizenmaier mit Franziska König (TSV Westfalia 06 Westerkappeln) eigentlich auf die Nummer zwei der Setzliste, die sich in der Vorschlussrunde mit 6:3, 6:4 gegen die Nummer drei des Turniers, Julia Wachaczyk (Bielefelder TTC), durchgesetzt hatte. In ihren ersten beiden Spielen hatten König wie Pfizenmaier nur vier Spiele in zwei Matches abgegeben. Bis ins Finale waren die beiden also im Gleichschritt marschiert, aber die im niedersächsischen Georgsmarienhütte wohnende König, die im Laufe des Jahres – nach Beendigung ihrer Ausbildung ins Profileben einsteigen will – konnte wegen einer Verletzung nicht antreten und Pfizenmaier siegte kampflos.

Herren: Masur gegen Stephan wieder in drei Sätzen - erstmals Westfalenmeister in der Halle

Es war eine Finale auf des Messers Schneide und letztlich konnte der westfälische Kaderspieler Daniel Masur diese mit hohem Tempo geführte Auseinandersetzung in drei Sätzen für sich entscheiden. „Ich bin froh, dass ich am Ende gewonnen habe“, so der 18-jährige Hallen-Westfalenmeister, „denn Stephan hat sehr gut mitgehalten und alles von mir gefordert.“ Für den im westfälischen Verbandsleistungszentrum in Kamen trainierende Versmolder war dies nach seinem Titelgewinn 2011 im Freien bereits die zweite Meisterschaft und er sieht seine Zukunft so: „In ein paar Wochen habe ich das Abitur und dann gehe ich auf die Profitour und mein Ziel ist es, unter die Top Ten der Welt zu kommen.“ Angesichts seiner Leistung kann sich der Soester Stephan durchaus vorstellen, eventuell auch einmal das Profileben eines Tennisspielers anzugehen, doch zunächst sind die Pläne anders: „Ich studiere auf Lehramt in Paderborn“, so der 25-Jährige, doch meine heutige Leistung zeigt, dass ich nach dem Studium durchaus einmal eine zeitlang nur Tennis spiele.“

Der neue Westfälische Vizemeister hatte im Übrigen einen ruhigen Sonntagvormittag, denn Halbfinalist Matthias Wunner konnte nicht antreten. „Ich habe seit vier Tagen Schmerzen im Bizepsbereich“, so der 19-jährige topgesetzte Wunner, „und da jetzt ein paar ITF-Turniere anstehen, will ich den Arm schonen und mich lieber behandeln lassen, um die Turnier nicht zu gefährden.“ Anstrengend war dagegen die Herausforderung des späteren Westfalenmeister, der in der Vorschlussrunde erst in drei Sätzen (6:4, 4:6, 6:4) gegen den letztjährigen Vizemeister Florian Lemke (Blau-Weiß Soest) siegte. Während mit Matthias Wunner, Daniel Masur und Florian Lemke die Nummer eins, zwei und vier der Setzliste die Semifinals erreichten, patzte lediglich der an drei gestetzte Kevin Kaczynski (Bielefelder TTC). Der 18-jährige WTV-Kaderspieler schied bereits in seinem Auftaktmatch gegen Maximilian Flüggen (TuS Ickern 1912) im Achtelfinale aus. Bei der 4:6, 1:6-Niederlage stand Kaczynski völlig neben sich, während Flüggen eine solide Leistung abrief.

Für Flüggen war dann aber in der nächsten Runde gegen Stephan Endstation, dem er mit 3:6, 1:6 unterlag. Zu kämpfen hatte im Viertelfinale auch Wunner, der beim 6:7, 6:1, 6:2 gegen Emanuel Fraitzl (Blau-Weiss) mehr leisten musste als ihm lieb war. Dies galt zuvor auch für Masur, der sich sowohl gegen Marko Tesanovic (Gelsenkirchener TK) als auch gegen Ralf Wilmink (Dorstener TC) jeweils erst im dritten Satz sein Fortkommen sichern konnte. Halbfinalist Lemke hat dagegen keinen Satz abzugeben und siegte in der Runde der letzten Acht gegen den an fünf gesetzten Philipp Karwasz (Gelsenkirchener TK) mit 6:4, 7:5.

Herren 30: Favoritenschreck Wittemund hat gegen Titelverteidiger Zielinski keine Chance

„Seit Jahren nehme ich an den Westfalenmeisterschaften teil“, so der siegreiche Titelverteidiger Mariusz Zielinski, „doch so stark wie in diesem Jahr waren die noch nie besetzt.“ Und in der Tat war dies auch so. Der topgesetzte Zielinski vom Bundesliga-Aufsteiger Parkhaus Wanne-Eickel wurde bis zum Halbfinale so gut wie gar nicht gefordert. In seinen bisherigen drei Spielen hatte er ganze drei Spiele auf dem Weg ins Halbfinale abgegeben.

Doch das Match in der Vorschlussrunde gegen Janosch Blaha (TC Friedrich der Große Herne) hatte es in sich und eine Niederlage drohte. Mit 0:3 lag er bereits im dritten Satz im Rückstand, doch am Ende war es routiniertere Vorjahressieger, der mit 7:6(4), 4:6, 6:3 erneut das Finale erreicht hatte. „Dreimal habe ich gegen ihn gespielt und jedes Mal wurde es vom Ergebnis her knapper“, so Verlierer Blaha, „doch beim nächsten Mal knacke ich ihn.“ Im Endspiele war es dann wiederrum etwas leichter für Zielinski, denn sein Kontrahent Marc Wittemund hatte sich in der Vorschlussrunde eine kräftezehrendes Match mit dem an Nummer zwei gesetzten Marc Senkbeil geliefert. Diese rund zwei Stunden andauernde Paarung gewann im Duell zweier Dortmunder der ungesetzte Westfalia-Akteur mit 5:7, 6:5, 6:1.

Westfalenmeister Zielinksi siegte in der Runde der letzten Acht Bastian Beck (Dorstener Tennisclub 1912) mit 6:1, 6:2 und Janosch Blaha bezwang Jan Bentfeld (Tennispark Versmold) mit 7:6, 6:0. Finalist und Vizemeister Wittemund hatte im Achtelfinale den an drei gesetzten Tim Seifert (Grün-Weiß Mesum) aus dem Turnier geworfen und setzte als Favoritenschreck im Viertelfinale seinen Siegeszug fort: Er schaltete Vorjahresfinalist Andreas Thivessen (TG Westfalia Dortmund) mit 7:5, 6:4 aus und Halbfinalist Senkbeil setzte sich mit 6:2, 6:2 gegen Rodolfo Noriega (TC Parkhaus Wanne-Eickel durch).



Freuten sich über gelungene 34. Westfälische Tennis-Hallenmeisterschaften in Werne (v.l.): Lutz Rethfeld, WTV-Vizepräsident Sportkoordination, Désireé Leupold, Turnierleitung, Jörg Bretschneider, Vorsitzender des TC Blau-Weiß Werne, Corina Scholten, Turnierleitung, Dietrich Fietkau, Oberschiedsrichter, Robert Hampe, WTV-Präsident, und Lothar Christ, Bürgermeister der Stadt Werne.

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