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21. GERRY WEBER OPEN: Lokalmatador Jan-Lennard Struff unterliegt Leonardo Mayer, auch im Doppel gescheitert

21. GERRY WEBER OPEN: Lokalmatador Jan-Lennard Struff unterliegt Leonardo Mayer, auch im Doppel gescheitert

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Jan-Lennard Struff (Blau-Weiss Halle/117) hat bei seinem Hauptfeld-Debüt bei den 21. GERRY WEBER OPEN gegen den Argentinier Leonardo Mayer (ATP 73) mit 6:7 (4), 4:6 verloren, am Mittwoch verlor er an der Seite von Robin Kern auch sein Doppel mit 4:6, 2:6 gegen Philipp Kohlschreiber und den Russen Mikhail Youzhny.

Er ist einer der jungen deutschen Tennisprofis, die allerbeste Zukunftsperspektiven haben. Seine Formkurve geht seit geraumer Zeit kontinuierlich nach oben, und er ist auf dem Weg unter die besten Top 100 der Welt. Dies bewies Jan-Lennard Struff (ATP 117) unlängst in Paris, als er sich erstmals aus der Qualifikation heraus in das Hauptfeld eines Grand-Slam-Turniers hat spielen können. Dass sich der 23-jährige aktuelle Deutsche Meister so entwickeln würde, nimmt insbesondere der Turnierdirektor der GERRY WEBER OPEN, Ralf Weber, freudig zur Kenntnis.

„Vor zwei Jahren habe ich Jan-Lennard angeboten, für den TC Blau-Weiss Halle zu spielen und ihm meine persönliche Förderung zugesagt“, so Ralf Weber, „und bereits nach dieser kurzen Zeit ist festzuhalten, dass er sich mit Disziplin und Trainingsfleiß heute schon in den erweiterten Kreis der Weltbesten gespielt hat. Ich bin mir sicher, seine Entwicklung ist noch längst nicht abgeschlossen.“

Angesichts dieser sportlichen Einschätzung hat Ralf Weber dem gebürtigen Warsteiner Jan-Lennard Struff die dritte und letzte offene Wild Card für das Hauptfeld bei Deutschlands einzigem ATP-Tennisturnier auf Rasen in HalleWestfalen gegeben. „Die Gerry Weber Open sind ein hervorragendes Turnier. In Halle zu spielen, ist für mich etwas ganz Besonderes. Ich bedanke mich bei Turnierdirektor Ralf Weber für die Wild Card“, sagt der ostwestfälische Bundesligaspieler und formuliert zugleich einen Wunsch: „Natürlich hoffe ich, so weit wie möglich zu kommen. Aber in der ersten Runde auf einen der Weltstars wie Roger Federer oder Rafael Nadal zu treffen und dann im Gerry Weber Stadion zu spielen, das wäre ein unvergessliches Erlebnis“, meint Struff und bemerkt mit einem Augenzwinkern: „Vielleicht gelingt mir ja dann eine Überraschung.“
 
Bundesligaspieler des TC Blau-Weiss Halle ist ein Typ mit bester Zukunftsperspektive
Deutschlands einziges ATP-Tennisturnier auf Rasen ist ein ideales Sprungbrett, um talentierten Nachwuchsspielern die Möglichkeit zu gegeben, im elitären Spielerumfeld Matchpraxis zu sammeln auf dem Weg zur Weltspitze. Dies gilt insbesondere für die nationalen Tennisprofis, und daher ist für Turnierdirektor Ralf Weber die Wild Card-Vergabe an Jan-Lennard Struff eine logische Konsequenz: „Jan-Lennard hat sehr gute Perspektiven und eine aussichtsreiche Zukunft vor sich. Er ist einer der Hoffnungsträger der kommenden Jahre im deutschen Herrentennis, zudem unser ostwestfälischer Lokalmatador. Daher unterstützen wir ihn mit dieser Wild Card in seiner weiteren sportlichen Entwicklung.“ Vor Struff wurden bereits der deutsche Tennisprofi Daniel Brands (ATP 59) aus Deggendorf und der französische Publikumsliebling Gael Monfils (ATP 81) mit einer Wild Card für das Hauptfeld bedacht.

Jan-Lennard eilt derzeit von Erfolg zu Erfolg. Vor zwölf Monaten notierte er noch „um die 400 der Welt“ und hatte bereits im April dieses Jahres mit Rang 115 seine bisher höchste ATP-Weltranglistenposition inne. Er erreichte in diesem Jahr die Finals bei den ATP-Challengern in Heilbronn und im italienischen Bergamo und verteidigte vor einem halben Jahr erfolgreich seinen Titelgewinn bei den Deutschen Meisterschaften in Biberach. Bei den Australian Open scheiterte er zwar noch in der Qualifikation, doch bei den French Open meisterte Struff überzeugend die Qualifikation.

„Mit 17 Jahren war ich in Paris noch Zuschauer und nun selbst bei dem besten Turnier auf Asche zu stehen, war ein riesiges Gefühl. Leider war nach der anstrengenden Quali die Luft raus in der ersten Runde gegen den Russen Evgeny Donskoy“, sagt Struff, dessen Enttäuschung schnell verflogen ist: „Roland Garros war eine tolle Erfahrung für mich und mein nächstes Ziel ist, unter die Top 100 der Welt zu kommen. Ich freue mich auf die Gerry Weber Open, vielleicht erreiche ich dieses Ziel schon dort. Damit ginge für mich ein weiterer sportlicher Traum in Erfüllung.“


Der Lokalmatador Jan-Lennard Struff erhält die letzte Wild Card für das Hauptfeld der 21. GERRY WEBER OPEN 2013: Der zweifache deutsche Meister und Haller Bundesligaspieler erreichte bei den French Open erstmals das Hauptfeld eines Grand-Slam-Turniers. © GERRY WEBER OPEN_Ket (HalleWestfalen)

Deutschlands Talente Daniel Brands und Jan-Lennard Struff im Gespräch: Mental hat sich der Deggendorfer Brands verbessert – Struff mit großem Selbstvertrauen
 Sowohl Daniel Brands (ATP 59/TK Kurhaus Aachen) als auch Jan-Lennard Struff (ATP 117/Blau-Weiss Halle) geben in diesem Jahr ihr Debüt ihm Hauptfeld bei den 21. GERRY WEBER OPEN. Der Deggendorfer Brands ist durch die Absage Andreas Seppi, der an
einer Schulterverletzung laboriert, als Letzter ins 28er-Hauptfeld gerutscht. Der Warsteiner Struff, der seit drei Jahren für den TC Blau-Weiss Halle in der Tennis-Bundesliga aufschlägt, wurde von Turnierdirektor Ralf Weber mit der letzten verfügbaren Wild Card bedacht.

In den vergangenen Jahren haben beide in der Qualifikation in HalleWestfalen aufgeschlagen, Brands im vergangenen Jahr zum ersten Mal, Struff in den Jahren 2009, 2010 und 2012, aber bisher nie den Sprung ins Hauptfeld geschafft. Beide freuen sich auf ihre ersten GERRY WEBER OPEN im Hauptfeld, auch wenn der 23-jährige Struff sich schon einmal lieber selbst qualifiziert hätte, als auf eine Wild Card angewiesen zu sein. Aber jetzt wollen sie es im Hauptfeld wissen. Beide haben in den vergangenen Monaten Selbstvertrauen getankt und stehen so hoch wie nie zuvor in der Weltrangliste. „Es waren vor allem Kleinigkeiten, die bei mir den Ausschlag gebracht haben. Ich habe nicht so viel in der Vorbereitung gemacht und bin jetzt ausgeruhter, zudem habe ich meinen Schläger gewechselt“, erklärt der Aachener Bundesligaspieler, der im vergangenen Jahr mit dem Club Deutscher Mannschaftsmeister geworden ist. Auch der zweifache Deutsche Meister Struff hat sich stetig, dafür aber still und leise nach oben gearbeitet: „Ich mache meinen Erfolg nicht an der Rangliste, sondern an meinem Spiel fest. Es gibt noch einiges zu verbessern, vor allem beim Aufschlag und im mentalen Bereich.“ Auf der mentalen Ebene hat Brands schon einiges verbessert, auch daher rührt wohl seine Leistungssteigerung in den vergangenen Monaten, vor den Topspielern braucht er sich nicht mehr zu verstecken, wie er bei seinem Auftritt bei den French Open gegen Rafael Nadal just bewiesen hat. Er unterlag dem Mallorquiner zwar in Runde eins, schaffte es aber, ihm auf dessen Lieblingsbelag einen Satz abzunehmen und auch im zweiten Durchgang gut mitzuhalten.

Bei den 21. GERRY WEBER OPEN sind beide Spieler wieder am Start, da könnte es zu einer Revanche kommen: „Dagegen hätte ich nichts“, sagt Brands, der sich auch auf Rasen sehr wohl fühlt, vor drei Jahren kam er in Wimbledon bis in das Achtelfinale.
Und der gebürtige Deggendorfer hat es am morgigen Samstag, 8. Juni selbst in der Hand: Ab 13.00 Uhr nimmt er zusammen mit Turnierdirektor Ralf Weber und ATP-Supervisor Thomas Karlberg die Auslosung des Hauptfeldes auf dem Kirchplatz in HalleWestfalen vor. Dort kann er sich und auch Jen-Lennard Struff den Weg für ein gelungenes Debüt ebnen, mit der Ziehung der „richtigen“ Gegner.

Während der Haller Lokalmatador Jan-Lennard Struff (rechts) mit einer Wild Card in das Hauptfeld gekommen ist, hat sich der 25-jährige Daniel Brands mit dem ATP-Ranking 59 direkt für die am Montag beginnenden 21. GERRY WEBER OPEN in HalleWestfalen qualifiziert. © GERRY WEBER OPEN (HalleWestfalen)

Tageskarten für die GERRY WEBER OPEN 2013 sind in vier Preiskategorien von 20 Euro bis 105 Euro zu erwerben. Dauerkarten in diesen vier Kategorien sind von 109 Euro bis 365 Euro erhältlich. Im Detail sind die Ticketpreise im Internetportal der GERRY WEBER OPEN unter www.gerryweber-open.de nachzulesen. Der Erwerb von Eintrittskarten ist sowohl unter der Tickethotline (05201) 81 80 als auch im Internet unter www.gerryweber-open.de und bei allen CTS-Vorverkaufsstellen möglich. Das GERRY WEBER Ticket-Center ist via Email unter karten@gerryweber-world.de zu erreichen und hat die Anschrift: Weidenstraße 2 (direkt an der B68 Richtung Osnabrück/Bielefeld gelegen) in 33790 HalleWestfalen.

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