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Außerordentlicher Verbandsjugendtag: WTV-Jugend stellt die Weichen neu

Außerordentlicher Verbandsjugendtag: WTV-Jugend stellt die Weichen neu

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Nachdem auf dem WTV-Verbandstag 2015 die neue WTV Satzung beschlossen worden war, in der einige strukturelle Veränderungen verankert wurden, hat der außerordentlichen Verbandsjugendtag, der am 27. Januar  im Landesleistungs- und Schulungszentrum in Kamen stattgefunden hat, auch eine neue Jugendordnung verabschiedet. Die beim vergangenen Verbandstag in das neu geschaffene Ressort „Jugendsport und Jugendbildung“ gewählte Vizepräsidentin Christiane Pollmeier hatte die Bezirksjugendkoordinatoren mit ihren Delegierten für den außerordentlichen Verbandsjugendtag nach Kamen eingeladen.

Vereine mit intensiver Jugendarbeit haben jetzt die Möglichkeit ein gewichtiges Wort mitzureden

Durch die Annahme der neuen Jugendordnung ist ein wichtiger Schritt zu mehr Basisdemokratie im Verband vollzogen worden. In der Vergangenheit wählten die Bezirke auf ihren Versammlungen drei Delegierte, die dann zusammen mit dem Verbandsjugendausschuss auf den Verbandsjugendtagen stimmberechtigt waren. Mit dem Beschluss der neuen Jugendordnung ist das Stimmrecht auf den Verbandsjugendtagen ähnlich verteilt wie auf dem Verbandstag. Die Vereine, die über gewählte Jugendvertreter verfügen, bekommen eine Grundstimme und je angefangene 30 Mitglieder unter 27 Jahren eine weitere Stimme. Vereine mit einer intensiven Jugendarbeit haben jetzt die Möglichkeit ein gewichtiges Wort mitzureden. Das veränderte Stimmrecht wurde auf dem außerordentlichen Verbandsjugendtag sofort umgesetzt, denn es waren auch alle gewählten Jugendvereinsvertreter im WTV-Gebiet eingeladen sich im zweiten Teil des Verbandsjugendtages an den Personalwahlen zu beteiligen.

Durch die Annahme der neuen Jugendordnung wird die WTV-Jugendarbeit in drei Arbeitsbereiche aufgeteilt:

  1. Schule/Kita – Verein
  2. Jugendbildung
  3. Junges Engagement

Diese drei Themenfelder werden zukünftig in drei eigenen Unterausschüssen bearbeitet, die von gewählten Koordinatoren geleitet werden.

Oberstes Gremium in diesem Ressort ist der Ausschuss für Jugendsport und Jugendbildung, dem Christiane Pollmeier, Vizepräsidentin Jugendsport und Jugendbildung, vorsitzt. Vervollständigt wird der Ausschuss von den drei gewählten Koordinatoren der Unterausschüsse, dem berufenen Koordinator des Unterausschusses „Wettkampfsport Jugend“ (aus dem Ressort „Nachwuchsleistungssport“ mit Gerti Straub als Vizepräsidentin), bis zu drei Beisitzern U27 und bis zu zwei berufenen hauptamtlichen Mitarbeitern des WTV. Die Einführung der Beisitzer U27 ist eine weitere wesentliche Neuerung in der Jugendordnung. Speziell im Jugendbereich verpflichtet sich der WTV selbst dazu, neben erfahrenen Funktionären verstärkt jüngere Menschen in die Gremienarbeit einzubeziehen. Die Altersgrenze von U27 ist analog zu den meisten anderen Sportfachverbänden und Bünden in Nordrhein-Westfalen gewählt worden. Unberührt davon bleibt der Bereich Nachwuchsleistungssport.

Oberstes Ziel dieser grundlegenden Änderungen im Jugendbereich ist es, alle jugendrelevanten Themen intensiver und zeitgemäßer angehen zu können. Dies bezieht sich sowohl auf die Basisthemen Schule/Kita - Verein, Jugendbildung und junges Engagement als auch auf den Bereich Jugendleistungssport. Zudem stehen den Vereinen mehr Ansprechpartner zur Verfügung.

Klaus Roßdeutscher gibt den Staffelstab weiter

Im Vorfeld dieses außerordentlichen Verbandsjugendtages wurden bereits zahlreiche Gespräche mit möglichen Koordinatoren und Beisitzern geführt. Als Koordinatorin Schule/Kita-Verein wurde Bente Schmidt aus Iserlohn vorgeschlagen und einstimmig gewählt. Die 45-jährige Pädagogin übernimmt damit die Aufgabe, die in den vergangenen 38 Jahren (!) vom WTV-Schultennisreferenten Klaus Roßdeutscher (Dortmund) ausgeübt wurde. Christiane Pollmeier dankte Klaus Roßdeutscher für die prägende Arbeit im Bereich Schultennis der vergangenen Jahrzehnte. Darüber, dass Klaus Roßdeutscher auch zukünftig den Unterausschuss Schule/Kita-Verein mit seinem Know-how und konkreten Aufgaben unterstützen wird, freut sich der Verband sehr.

Für den Unterausschuss „Jugendbildung“ konnte Willi Brunert aus Münster gewonnen werden. Das Thema ist Willi Brunert auf den Leib geschneidert, da er seit Jahren in der Jugendbildung aktiv ist. In den vergangenen drei Jahren war er bereits als Referent „Der WTV bewegt seine Kinder“ für den WTV tätig und bringt umfangreiche Erfahrung auf diesem Sektor mit. Seminarmaßnahmen für Jugendliche stehen dabei genauso im Blickpunkt, wie Veranstaltungen für Multiplikatoren (Trainer, Jugendwarte und Interessierte), die in der Jugendvereinsarbeit etwas bewegen möchten.

Im Unterausschuss „Junges Engagement“ ist der Titel von Beginn an Programm. Mit dem 23-jährigen Michael Gössing aus Lünen ist ein Koordinator gefunden worden, der auch in seinen jungen Jahren schon extrem viel im Tennissport bewegt hat und zahlreiche innovative Ideen einbringen wird. Mit Lisa Stade (ebenfalls 23) aus Dortmund ist für diesen Unterausschuss auch schon eine Beisitzerin U27 gefunden und auch gewählt worden. Lisa Stade bringt bereits umfangreiche Erfahrung in der Jugendarbeit mit, da sie seit einigen Jahren in der Sportjugend Dortmund aktiv ist und an zahlreichen Aktionen der Deutschen Sportjugend teilgenommen hat.

Als Vertreter aus dem Unterausschuss „Wettkampfsport Jugend“ fungiert in den kommenden Jahren Hans-Joachim Meier (Bezirksjugendkoordinator OWL). Er ist neben Gerti Straub (Vizepräsidentin Nachwuchsleistungssport) Bindeglied zwischen dem Jugendleistungs,- bzw. Wettkampfsport und der allgemeinen Kinder- und Jugendarbeit des Ressorts Jugendsport und Jugendbildung.

Abschließend schaute Vizepräsidentin Jugendsport und Jugendbildung Christiane Pollmeier zuversichtlich in die Zukunft, da sie die WTV-Jugend mit den beschlossenen Änderungen hervorragend aufgestellt sieht und der WTV damit sicherlich auch eine Vorreiterrolle in der deutschen Tennisszene hat. Letzte formale Hürde des gesamten Projektes ist der Verbandstag des WTV am 27. Februar in Kamen, auf dem die Jugendordnung noch bestätigt werden muss.

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