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DTB-Bundestrainer Hans-Peter Born beim Verbandstag

DTB-Bundestrainer Hans-Peter Born beim Verbandstag

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Mit Bundestrainer Hans-Peter Born war zur Freude von WTV-Präsident Robert Hampe auch der Deutsche Tennis Bund (DTB) auf dem Verbandstag vertreten. Seit 1992 ist dieser Cheftrainer beim DTB und verantwortlich für die U14 Junioren bzw. für die A-Trainer-Ausbildung. Er gehört seit zwölf Jahren der Trainer-Kommission der Internationalen Tennis Federation (ITF) an, wurde 2006 vom DTB mit der Auszeichnung "Trainer des Jahres" bedacht und 2011 mit dem "Tennis Europe Award" ausgezeichnet. Bundestrainer Born weiß also, wovon er spricht. Nicht zuletzt deshalb wird er zu international Kongressen eingeladen, so auch zum "Worldwide-ITF-Coaches Meeting", das Ende 2013 in Cancun (Mexiko) stattgefunden hat. Dort waren 817 internationale Trainer zu Gast, darunter so namhafte Coaches wie Nick Bollettieri, Judy Murray, die Mutter von Andy Murray und Fed-Cup-Coach des britischen Teams, Tom Gullikson, Patrick McEnroe, Mary Pierce oder Mentalcoach Jim Loehr.


DTB-Bundestrainer Hans-Peter Born stellte auf dem Verbandstag des Westfälischen Tennis-Verbandes am 22. Februar in Kamen die neusten internationalen Trainingskenntnisse anschaulich vor. © Westfälischer Tennis-Verband

Aktuelle Erkenntnisse des Trainings diskutiert
Für das WTV-Born-Seminar hatten sich zunächst nur 30 Trainer angemeldet, erschienen waren jedoch 50, was aber platztechnisch schnell gelöst war. So dann lieferte der Bundestrainer eine spannende Zusammenfassung des Kongresses in Cancun ab, wobei sein Hauptaugenmerk auf den neuesten Entwicklungen im Bereich >Tennis 10s< sowie dem "Übergang vom Jugend- zum Profitennis" lag. Nach einem einstündigen Referat folgte eine weitere Stunde mit praktischen Beispielen.

Dabei lag sein Schwerpunkt auf den Empfehlungen für das Training mit großen Spielern, die immer mehr werden auf der Tour. Zum Abschluss schloss sich eine ausgiebige Diskussionsrunde über die Ergebnisse des Trainerkongresses in Cancun an. Zu Beginn seines Vortrages präsentierte Born ein Update von "Tennis 10s", das 2007 in Deutschland eingeführt wurde und seit Januar 2012 gibt es für die U10-Spieler auch die Regel, ausschließlich mit den entsprechenden Bällen zu spielen. Die Australier haben sich ausführlicher mit "10s" beschäftigt und geschaut, wie sich das auf die Kinder auswirkt? Dabei verglichen sie die normalen gelben Bälle mit den speziellen grünen Bällen in Bezug auf die Länge der Rallyes,  der Ballkontrolle, des Treffpunktes sowie der Schlagposition. Ihr Fazit: Bei den grünen Bällen kontrollieren die Kinder den Ball, bei den gelben werden sie vom Ball kontrolliert. Folglich sollen sie möglichst lange mit den entsprechenden Bällen in den entsprechenden Feldern spielen, bis sie spielerisch alles können.

Durchschnittsalter der Profis immer höher
Vorgestellt wurde in Mexiko unter dem Titel "Tennis Xpress" ein neues Neun-Stunden-Programm der ITF für erwachsene Einsteiger in den Tennissport. Mit diesem Programm sollen noch mehr Interessierte den Weg in den Tennissport finden. Andere wiederum wollen im Tennissport ihr Hobby zum Beruf zu machen. Auf der Grundlage von 250.000 ausgewerteten Profimatches kam heraus, dass dabei das Durchschnittsalter der Spieler unter den Top 100 der Welt immer höher wird. Männer sind im Schnitt 27, Frauen 25 Jahre alt, wenn sie sich unter die ersten 100 der Weltrangliste gespielt haben. „Und alles wird globaler. Bereits die U12-Junioren spielen Turniere in ganz Europa. Wobei sich die Frage stellt, ob das Sinn macht, wenn hinten raus mittlerweile mehr Zeit bleibt?“, gab Born zu bedenken.

Zudem führen viele Wege zum Erfolg, viele Top 100-Spieler seien auch gut in der Jugend gewesen, was aber nicht zwangsläufig so sein müsse. So hat zum Beispiel Serena Williams nie ein Jugendturnier gespielt. Ein anderer möglicher Einstieg ins Profitennis ist das Collegetennis, so Born. Abschließend demonstrierte Born mit den beiden WTV-Kaderspielern Linda Puppendahl und Maximilian Flüggen, wie zum Beispiel praxisnahes Training für große Spieler aussehen kann. Derzeit sind die Spieler auf der ATP Tour im Schnitt 1,86 Meter groß, werden aber immer größer. „In Deutschland sagt man oft, große Spieler sollten sich lieber eine andere Sportart suchen. Hier können wir von den US-Amerikanern lernen, die sich fragen, wie man mit großen Tennisspielern umgeht“, erklärt Born.

Freuten sich über ein sehr gut besuchtes Trainerseminar (v.l.) WTV-Cheftrainer Jens Wöhrmann, WTV-Kaderspielerin Linda Puppendahl, DTB-Bundestrainer Hans-Peter Born, WTV-Kaderspieler Maximilian Flüggen sowie WTV-Verbandstrainer Jürgen Listing

 


 

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