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Johann Willems und Lena Ruppert gewinnen beim Giersch-Wasmuth-Turnier

Johann Willems und Lena Ruppert gewinnen beim Giersch-Wasmuth-Turnier

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Diese Veranstaltung hat Tradition. Bereits zum 47. Mal hat der VfT Schwarz-Weiß Marl das deutschlandweit bekannte Giersch-Wasmuth-Turnier, bei dem sich unter anderem Tennis-Legende Karsten Braasch in die Siegerliste eintragen konnte, ausgerichtet. Mit einem Gesamtpreisgeld von 5.000 Euro waren die Anreize groß, doch beim Ausrichter trat unmittelbar nach Meldeschluss zunächst Ernüchterung ein, denn die Meldezahl von 68, darunter gleichermaßen 34 Damen und Herren, bedeutete einen Tiefstand in der jüngeren Turniergeschichte, so dass insgesamt nur zehn Qualifikationsspiele ausgetragen wurden. Turnierdirektor Dr. Klaus Beher begründete dies damit, dass das Final-Wochenende parallel zu den Wettspielen stattfand und sich viele potenzielle Teilnehmer für die Mannschaft entschieden.

Gerade aus dem Umkreis gab es im Vergleich zu den Vorjahren überraschend wenige Meldungen. Dementsprechend setzten sich die Felder sowohl der Damen als auch der Herren überwiegend aus Spielern anderer Verbände zusammen. Nichtsdestotrotz waren beide Felder qualitativ sehr gut aufgestellt und nahezu alle Teilnehmer wurden in der deutschen Rangliste geführt. Dass sich das Giersch-Wasmuth-Turnier längst einen Namen gemacht hat, ließ sich auch daran erkennen, dass es sich bei vielen Teilnehmern um bekannte Gesichter handelte. So nahm Alice Tesan (Rochusclub Düsseldorf) bereits zum 14. Mal teil und erreichte immerhin die 2. Runde des Hauptfeldes. Auch Lokalmatador Philipp Müller (VfT Schwarz-Weiß Marl) konnte bereits seine 13. Teilnahme verbuchen. Der Athlet des gastgebenden Vereins gewann ebenfalls sein Auftaktspiel, ehe auch für ihn im Achtelfinale Endstation war.

Im Feld der Damen kam es im Endspiel zum Aufeinandertreffen zweier früherer Turniersiegerinnen. Steffi Bachofer (TC Bernhausen/DTB 46), Siegerin von 2016 traf auf Lena Ruppert (GW Luitpoldpark München/DTB 125), die 2018 in Marl triumphierte. Während Bachofer topgesetzt den Wettbewerb bestritt, ging Ruppert ungesetzt ins Turnier. Auch der Weg ins Endspiel verlief für beide Spielerinnen konträr. Bachofer kam nach zwei glatten Zweisatzsiegen ins Halbfinale, wo sie dann gegen Lena Greiner (TC 1899 Blau-Weiß Berlin/DTB 52) nur im zweiten Satz das Nachsehen hatte. Für Ruppert hingegen wäre das Turnier um ein Haar bereits in der 2. Runde vorbei gewesen, denn sie lag gegen Kathleen Kanev (SC SaFo Frankfurt/DTB 53) im dritten Satz bereits mit einem Break zurück, schaffte es aber doch noch, das Spiel zu drehen. Im Finale erwies sich die 21-jährige Lena Ruppert gegen die 14 Jahre ältere Steffi Bachofer von Beginn an als die stabilere Spielerin. Während Bachofer oft mit sich selbst haderte und in wichtigen Spielsituationen immer wieder leichte Fehler produzierte, konnte Ruppert das Spiel vor allem mit ihrer starken Rückhand dominieren und so auch verdient mit 6:4, 6:3 als Siegerin den Platz verlassen.

„Die hartgeschlagene und platzierte Rückhand war für Lena Ruppert der Schlüssel zum Erfolg.“ © Stefan Springer/WTV

Abgeschlossen wurde das Turnier erneut mit dem Endspiel der Herren, zu dem etwa 120 Zuschauer erschienen waren. Im Gegensatz zu den Damen hatten bei den Herren auch die an den Positionen eins bis vier gesetzten Spieler das Semifinale erreicht. In der unteren Hälfte konnte sich Johann Willems (TC Wolfsberg Pforzheim/DTB 36) in zwei Sätzen gegen Timo Stodder (Suchsdorfer Sportverein/DTB 45) behaupten. Weiter oben im Tableau gestaltete sich das Spiel jedoch enger. Peter Torebko (TC Bredeney/ DTB 21), Turniersieger von 2011 und 2018, musste sich gegen Kai Wehnelt (TC Bad Homburg/DTV 42) mächtig strecken und konnte erst nach über zwei Stunden das Finale erreichen. Willems zeigte sich dort deutlich frischer, nahm Torebko früh den Aufschlag ab und holte sich den ersten Satz in weniger als einer halben Stunde. Auch im zweiten Durchgang lief es für den Pforzheimer nach Plan, doch auch der Vorsprung mit Break reichte nicht aus. Torebko konnte die kurze Schwächephase seines Gegenübers zum Satzausgleich nutzen. Gezeichnet vom Halbfinale musste sich Torebko aber noch vor Beginn des Entscheidungssatzes an der Schlaghand behandeln lassen. Willems, der im Vorjahr noch für den Tennispark Versmold aktiv war, fand fortan wieder zu alter Stärke zurück und gewann das sehenswerte Endspiel an seinem 25. Geburtstag mit 6:3, 4:6, 6:4. Aber auch der zweitplatzierte Peter Torebko bekam eine besondere Form des Danks und wurde für seine Verdienste rund um das Giersch-Wasmuth-Turnier mit dem etablierten Wanderpokal geehrt.

„Machte sich das schönste Geburtstagsgeschenk selbst: Johann Willems triumphierte in Marl.“ © Stefan Springer/WTV

Turnierdirektor Dr. Klaus Beher zog nach dem letzten geschlagenen Ball ein durchweg positives Fazit, lobte vor allem die fairen Spiele und bedankte sich bei seinem Team - vor allem Oberschiedsrichter Dietmar Stratmann und Stuhlschiedsrichter André Gielliet sowie den Linienrichtern und Ballkindern, die in den beiden Endspielen zum Einsatz kamen. Diesen Worten schloss sich Lutz Rehfeld, WTV-Vizepräsident Sport, an und betonte die Wichtigkeit des Giersch-Wasmuth-Turniers für den Westfälischen Tennisverband. Die Vorbereitungen für die 48. Auflage der traditionsreichen Veranstaltung sind bereits im vollen Gange. Der Marler Verein möchte bis dahin in Kooperation mit dem WTV eine Lösung für die eingangs erwähnte Terminüberschneidung finden.

„Gemeinsame Siegerehrung der beiden Konkurrenzen: v.l.n.r. Dr. Klaus Beher (Turnierdirektor), Peter Torebko, Steffi Bachofer, Lena Ruppert, Johann Willems, Roland Mikl (Hauptsponsor), Lutz Rethfeld (WTV-Vizepräsident Sport)“ © Stefan Springer/WTV

 

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