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Gronau Open: Melnikova verteidigt ihren Titel; Sieg im Finale über Bachofer

Gronau Open: Melnikova verteidigt ihren Titel; Sieg im Finale über Bachofer

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Marina Melnikova (DTB 13/TC 1899 Blau-Weiss Berlin) hat ihren Titel bei den mit 11.500 Euro dotierten 15. Gronau Open um den R+V Cup verteidigt. Auf dem Weg zum erneuten Turniersieg gab die 29-Jährige keinen Satz ab, im Endspiel bezwang die Weltranglisten-264. Steffi Bachofer (DTB 42/TC Blau-Weiss Vaihingen-Rohr) mit 6:4, 7:6. In der Vorschlussrunde hatte Melnikova die Berlinerin Stephanie Wagner (DTB 40) mit 6:4, 6:3 besiegt. Wagner hatte im Viertelfinale Vorjahresfinalistin Franziska König (DTB 36/MTTC Iphitos München) mit 6:4, 7:6 ausgeschaltet. Im zweiten Halbfinale hatte Bachofer (DTB 42/TC Blau-Weiss Vaihingen-Rohr) Lea Gasparovic (DTB 29/TC Grün-Weiß Aachen) mit 4:6, 6:3, 6:3 in die Knie gezwungen. Lohn für Melnikovas Mühen: Sie bekommt für den erneuten Turniersieg in Gronau 2900 Preisgeld, Bachofer muss sich mit 1600 Euro zufrieden geben.


Siegerehrung der 15. Gronau Open Bild: Nadine Eckrath

Es ist schon außergewöhnlich, dass sich alljährlich ein derart spielstarkes Teilnehmerfeld auf der Anlage des Tennisclubs Grün-Gold Gronau im Westmünsterland einfindet. Das gilt schon seit ein paar Jahren, aber bei der 15. Auflage der Gronau Open um den R+V Cup wurde alles in den Schatten gestellt. Mehr als ein Dutzend Top 100 Spielerinnen der Deutschen Rangliste hatten sich in der Geburtsstadt der nationalen Rocklegende Udo Lindenberg eingefunden. Sicherlich ist das Preisgeld von 11.500 Euro attraktiv und verlockend, doch man muss den Vater-Sohn-Turnierdirektoren Jens und Sven Gabbe immer wieder ein Kompliment machen: mit ihrer rührenden Art und Weise und dem sich um alles kümmern, ist sozusagen das >Herzlich Willkommen< in Gronau beschrieben. So kommt weder Stress, noch Unzufriedenheit, noch Ungeduld auf. Auch wenn hin und wieder Regenschauer die Matches unterbrechen oder man in die Halle ausweichen muss. Summa summarum waren es mal wieder fünf Tennisturniertage, wie man sie hierzulande sicherlich suchen muss.
 
„Sicherlich hätte ich auch die Qualifikation zu den US Open spielen können“, sagt die abermals siegreiche Marina Melnikova am finalen 26. August, „doch die Reise und das mögliche frühe Ausscheiden in New York hat dazu geführt, dass ich mich dann doch für Gronau entschieden habe.“ Dieses Bekenntnis der für Blau-Weiss Berlin spielenden Russin zeigt die Nähe der Spielerinnen zu dem Turnier auf, was dann auch an sportlichem Können auf den Courts umgesetzt wurde. „Meiner Meinung nach haben wir in diesem Jahr den besten Tennissport in unserer Turniergeschichte gesehen“, sagt Sven Gabbe bei der Siegerehrung und das kopfnickend Zustimmen der zahlreichen Zuschauer unterstreicht diese These. So war es auch nicht verwunderlich, dass die in Rotterdam lebende zweifache 29-jährige Gronau-Open-Siegerin strahlte: „Mein Ziel war es hier wieder zu gewinnen. Schön dass es auch geklappt hat.“ Sie ist im Übrigen die erste Spielerin, die das Turnier zum zweiten Mal gewinnen konnte.


Finalistin Stefanie Bachofer (l.) und Siegerin Marina Melnikova Bild: Nadine Eckrath
 
Die siegreiche Nummer 19 der deutschen Rangliste kam ohne Satzverlust zur Titelgewinn und hat unter anderem im Viertelfinale Katharina Hering (Marienburger SC/DTB 38) mit 6:3, 7:5 und im Halbfinale ihre aus Amberg am Schanzl stammende Teamkollegin Stephanie Wagner (DTB 45) ebenfalls in zwei Sätzen (6:4, 6:3) ausschalten können. Das Finale war demzufolge erreicht und Melnikova traf auf die ungesetzte Steffi Bachofer (DTB 42) vom TC Blau-Weiß Vaihingen-Rohr. Die hatte im Viertelfinale die an Nummer zwei gesetzte Lena Ruppert (TC Amberg am Schanzl) in einem packenden Fight mit 3:6, 6:4, 6:3 aus der Konkurrenz spielen können. Wer geglaubt hatte, die Württembergerin bekäme in der Vorschlussrunde konditionelle Probleme gegen die an Vier gesetzte Lea Gasparovic (Grün-Weiß Aachen/DTB 31), sah sich getäuscht. Einmal mehr überzeugte Bachofer in spielerischer und kämpferischer Hinsicht und mit einem erneuten Dreisatzerfolg in 4:6, 6:3, 6:3 war das Endspiel erreicht. Doch diese Herausforderung war dann doch an diesem Sonntag nicht lösbar und Marina Melnikova kam mit einem knappen aber verdienten 6:4, 7:6-Sieg zu erneuten Titelgewinn in Gronau.

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