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Die Titelträger bei den 85. Westfälischen Tennis-Meisterschaften stehen fest

Die Titelträger bei den 85. Westfälischen Tennis-Meisterschaften stehen fest

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Sprichwörtlich sind zwar aller guten Dinge drei - aber der TC Buer Schwarz-Weiß-Grün hat als Gastgeber der Westfälischen Tennis-Meisterschaften bewiesen, dass auch aller guten Dinge vier sein können. Denn der WTV war nun schon zum vierten Mal mit den Titelkämpfen zu Gast in Gelsenkirchen und fand wieder einmal perfekte Bedingungen vor. Dementsprechend war WTV-Präsident Robert Hampe bei der Siegerehrung wieder einmal voll des Lobes für Hermann Maas, 1. Vorsitzender des TC Buer, und dessen Team. Dem schloss sich Martina Rudowitz, 1. Bürgermeisterin der Stadt Gelsenkirchen, an. Und auch aus den Spielerkreisen, diesmal traten 260 Spielerinnen und Spieler an, war die Rückmeldung, wie in den Jahren zuvor auch, sehr positiv. Kein Wunder, dass der WTV entschieden hat, seine Meisterschaften auch im kommenden Jahr im Schatten des Schloss Berge auszutragen - passenderweise feiert der Club dann sein 70. Jubiläum.

Bei der Premiere in Gelsenkirchen war Katharina Gerlach (DTB 18/Tennispark Versmold) damals noch nicht am Start, dafür aber bei den drei anderen Auflagen - und die konnte sie alle drei gewinnen. Am Sonntag machte die Spielerin des Porsche Talent Teams den Hattrick perfekt. Im Endspiel ließ sie der an vier gesetzten Linda Puppendahl (DTB 85/TC Deuten) beim 6:0, 6:1-Erfolges keine Chance, in gut einer Stunde war das Finale durch. Auf ihrem Weg zum Titel hat Gerlach gerade einmal drei Spiele abgegeben - was für eine Dominanz. Im Halbfinale war es zu einer Neuauflage der letzten beiden Endspiele mit Manon Kruse (DTB 79/TC Union Münster) gekommen, dort ließ Gerlach gar keinen Spielgewinn zu. Puppendahl (DTB 85/TC Deuten) hatte in der Vorschlussrunde gegen die an zwei gesetzte Franziska Kommer (DTB 75/TC Blau-Weiss Halle) mit 4:1 geführt, als diese wegen Schmerzen am Sprunggelenk aufgeben musste.  

Finalisten unter sich: (v.l.) Linda Puppendahl (TC Deuten), Katharina Gerlach (Tennispark Versmold), Johann Willems (Tennispark Versmold) und Yan Sabanin (Dortmunder TK Rot-Weiß 98)

Auch bei den Herren war das Endspiel eine einseitige Angelegenheit - und das, obwohl sich dort Titelverteidiger Yan Sabanin (DTB 54/Dortmunder TK Rot-Weiß 98) und der topgesetzte Johann Willems (DTB 41/Tennispark Versmold) gegenüberstanden. Aber es spielte nur einer - und zwar Willems, der am Ende mit 6:1, 6:2 die Nase vorn hatte und damit insgesamt auch nur acht Spielgewinne seiner Gegner zuließ. Nach seinem Premierentitel im Winter ließ Willems nun gleich seinen zweiten folgen und sorgte dafür, dass nach den Damen auch der Pokal der Herren nach Versmold wandert. Im Halbfinale hatte Willems dem an sechs gesetzten Jannik Rother (DTB 101/Bielefelder TTC) beim 6:0, 6:2 ebenfalls keine Chance gelassen. Da hatte Sabanin gegen Rothers Teamkollegen Lars Hendrik Behlen (DTB 327) beim 7:5, 7:6-Erfolg schon deutlich mehr Mühe gehabt. Behlen hatte im Viertelfinale den an drei gesetzten Lynn Max Kempen (DTB 82/TC Parkhaus Wanne-Eickel) mit 6:2, 6:2 aus dem Turnier geworfen, während Sabanin Lars Hoischen (DTB 115/TC Herford) in einer einer Neuauflage des Vorjahresfinales mit 6:4, 7:6 bezwungen hatte. Titelträger Johann Willems verabschiedet sich nun in einen kurzen, aber wohl verdienten Urlaub. Es geht für ihn auf die Lieblingsinsel der Deutschen, nach Mallorca, bevor er Ende des Monats bei den 3. Kamen Open an den Start gehen und dort versuchen wird, dem Titel des Westfalenmeisters noch den des Internationalen NRW-Meisters folgen zu lassen.

Während bei Wilems also zwei Westfalenmeistertitel zu Buche stehen, hat Natalja Harina-Beckmann (TC Herford) nunmehr 22 (!) auf ihrem Konto. Am Finalsonntag hatte sie mehr mit ihrem Auto (sie hatte im Vorfeld des Turniers eine Panne) als mit ihrer Gegnerin Ute Wulff (TC Menden) zu kämpfen. Die Herforderin siegte souverän mit 6:0, 6:1 bei den Damen 50, zuvor hatten sich beide in Gruppenspielen durchgesetzt.

Bei den Damen 40 war die topgesetzte Martina Kuhlmann (TC Eintracht Dortmund) souverän ins Endspiel eingezogen, wo die Regionalligaspielerin auf Maike Sybrecht (TC Bockum-Hövel) traf, welche die Damen 40 Konkurrenz im Winter gewinnen konnte. Kuhlmann hatte im Halbfinale Tanja Kaulfuß (ESV Schwarz-Weiß Münster) mit 6:2, 6:2 besiegt, während Sybrecht beim 6:4, 4:6, 6:3 gegen Kirsten Gödde (TC Lössel -Roden) deutlich länger auf dem Platz stand. Gödde hatte zuvor im Viertelfinale die an zwei gesetzte Martina Noldes (TuS 59 Hamm) mit 6:1, 7:6 aus dem Turnier geworfen. Sah es anfänglich nach einer erneuten schnellen Angelegenheit für Kuhlmann aus, die sich den ersten Durchgang mit 6:1 sicherte, kämpfte sich Sybrecht immer mehr ins Match und holte sich Satz zwei mit 6:2. Danach machten sich aber bei Sybrecht immer mehr die Strapazen des Vortages bemerkbar und sie hatte im dritten Satz nicht mehr viel gegenzusetzen - dort hieß es dann erneut 6:1 für Kuhlmann.

Bei den Damen 60 standen sich mit Uta Kaiser (SSV Mühlhausen-Uelzen) und Gertrud Potocnik-Hoffmann (TC Menden) zwei ungesetzte Spielerinnen im Finale gegenüber. Kaiser hatte im Halbfinale die topgesetzte Jutta Brandtmann (TC Herford) mit 6:4, 7:6 nach Hause geschickt, Potocnik-Hoffmann (TC Menden) hatte Barbara Deska (TC Rotthausen) und auch ihrer Viertelfinalgegnerin jeweils die Höchststrafe verpasst und war auch im Endspiel in Spiellaune. Mehr als zwei Spielgewinne gönnte sie ihrer Gegnerin nicht und siegte mit 6:1, 6:1.

Die erste Titelträgerin bei den 85. Westfälischen Tennis-Meisterschaften war Cornelia Konze (TC Grün-Weiß Silschede). Das Endspiel der Damen 65 wurde bereits am Samstag ausgetragen und dort setzte sich Konze im Duell zweier ungesetzer Spielerinnen mit 4:6, 6:3, 10:6 gegen Inge Lütsch-Becker (TC Altschermbeck) durch. Im Halbfinale hatte Konze zuvor bereits die topgesetzte Inge Stegnjajic (TC Herford) mit 7:6, 6:4 bezwungen.


Die Siegerinnen bei den Seniorinnen

Bei den Herren 30 wurde der große Turnierfavorit Andreas Thivessen (TV Espelkamp-Mittwald) bis zum Endspiel noch nicht allzu sehr gefordert, in zwei Matches hatte er lediglich zwei Spiele abgegeben. Im Endspiel bekam der Topgesetzte es dann mit dem an drei gesetzten Jan-Christopher Jung vom TC Parkhaus Wanne-Eickel zu tun und bekam dort auch deutlich mehr Gegenwehr als in den Spielen zuvor. Dennoch setzte er sich am Ende in zwei Sätzen durch, siegte mit 6:2, 6:4 und hat damit auch sein Abo auf den Westfalenmeistertitel bei den Herren 30 verlängert.

Bei den Herren 40 hatte mit Iwo Rhomberg (TC Eintracht Dortmund) ebenfalls der topgesetzte Spieler das Endspiel erreicht, wo er auf den ungesetzten Björn Berg vom TC Grün-Weiß Paderborn traf, der im Halbfinale den an zwei gesetzten Dominik Göbel (Dortmunder TK Rot-Weiß 98) mit 6:2, 6:0 nach Hause geschickt hatte. Dort triumphierte aber nicht die Nummer eins der Setzliste, sondern der ungesetzte Berg, der Rhomberg mit 7:5, 6:2 bezwingen konnte. 

Bei den Herren 45 wiederum wurde die Konkurrenz vom topgesetzten Jens Stephan Kemke (TC Blau-Weiß Werne) dominiert. Im Finale gegen den ungesetzten Michael Grollmann (TuS 09 Erkenschwick) behielt Kemke mit 6:0, 6:2 die Oberhand und holte sich damit souverän den Titel. Grollmann war kampflos ins Endspiel eingezogen, während Kemke sich ebenfalls mit 6:0, 6:2 gegen Jens Brinkhoff (TC Blau-Weiß Castrop 06) durchgesetzt hatte.

Bei den Herren 50 war der topgesetzte Spieler am Finaltag nicht mehr dabei: Detlef Roth (TuS 59 Hamm) war im Halbfinale nach gutem Start mit 6:1, 3:6, 3:6 an Andre Kropp (TC 22 Rheine) gescheitert, der im Endspiel aber gegen Lutz Rethfeld (THC Münster) beim 2:6, 3:6 das Nachsehen hatte. Rethfeld konnte seiner Titelsammlung somit einen weiteren Westfalenmeistertitel hinzufügen.

Bei den Herren 55 war für die Nummer eins der Setzliste, Stephan Braukmann (TC Rot-Weiß Stiepel), ebenfalls das Halbfinale Endstation gewesen: Braukmann musste sich dort mit 1:6, 1:6 Tomasz Ulatowski (Hagener TC Blau-Gold) beugen, im zweiten Halbfinale setzte sich der an zwei gesetzte Torsten Lubeseder (THC Münster) ebenso deutlich mit 6:3, 6:0 gegen Frank Elting (THC im VfL Bochum) durch. Und am Ende siegte auch hier ein Spieler des THC Münster, Lubeseder stand zwar deutlich länger auf dem Platz als sein Mannschaftskollege Rethfeld, siegte am Ende aber mit 6:4, 3:6, 6:2 gegen Ulatowski.


Die Sieger bei den Senioren

Colin Davis (SC Hörstel) siegte bereits im vergangenen Jahr bei den Herren 60 und konnte seinen Titel verteidigen. In der Vorschlussrunde schaltete er den topgesetzten Rainer Hampel (TC Grün-Weiß Herne) mit 7:6, 6:0 aus. Sein Finalgegner am Sonntag war der Oelder Chris Pickering (TTC Verl), der den an zwei gesetzten Thomas Köhle (Bielefelder TTC) im Halbfinale mit 6:3, 4:6, 6:1 in die Knie zwang. Und auch im Endspiel zeigte Pickering eine sehr gute Leistung, musste sich am Ende Davis aber knapp mit 4:6, 5:7 geschlagen geben.

Das Finale der Herren 65 zwischen dem topgesetzten Hans Albert Müller (TG Gahmen) und dem an zwei gesetzten Adam Antal (TC Rot-Weiß Bad Oeynhausen) war eine Partie auf Messer Schneide. Sowohl Müller als auch Antal hatten sich ihre Kräfte fürs Endspiel aufgespart: Müller ließ im Halbfinale Günter Adam (TC Grün-Weiß Bochum) beim 6:2, 6:0 keine Chance, Antal gewährte Helmut Sommerfeld (TG Gahmen) beim 6:0, 6:1-Erfolg sogar nur ein Spiel. Das Endspiel ging dann über die volle Distanz und musste im Match Tiebreak entschieden werden, hier setzte sich Müller mit 4:6, 6:3, 10:8 durch.

Bei den Herren 70 waren die vier Topgesetzten in der Vorschlussrunde unter sich, ins Endspiel schafften es dann aber die Nummer zwei und drei der Setzliste: Klaus Schneider (TC Brackwede) besiegte Hans-Dieter Hoffmann (TC Menden) im Halbfinale mit 6:4, 6:1, der topgesetzte Wilfried Kiwall von der TG Gahmen schied gegen Ulrich Viefhaus (TC Grün-Weiß Frohlinde) mit 3:6, 5:7 aus. Im Endspiel ließ Schneider dann Viefhaus aber beim 6:0, 6:1 und sicherte sich wieder einmal den Westfalenmeistertitel.

Die Herren 75 und 80 hatten ihre Endspielteilnehmer jeweils in Gruppenspielen ermittelt: Bei den Herren 75 war dabei ein Vereinsduell zwischen Rudolf Perplies und Herman Smidt (beide TV Espelkamp-Mittwald) herausgekommen, das Smidt mit 7:6 (Aufgabe Perplies) für sich entscheiden konnte. Auch bei den Herren 80 hatte es ein Spieler des TV Espelkamp-Mittwald ins Endspiel geschafft: Horst Bunge musste sich dort aber Kurt Stief (Hammer SC 08) mit 6:7, 2:6 geschlagen geben.

Gemeinsamer Empfang des TC Buer Schwarz-Weiß-Grün und des WTV am Donnerstagvormittag

WTV-Präsident Robert Hampe (r.) überraschte Hermann Maas, 1. Vorsitzender des gastgebenden TC Buer Schwarz-Weiß-Grün, mit einem Scheck über 1000 Euro für die Vereinskasse und bedankte sich gleichzeitig für die Gastfreundschaft des Club. Der WTV ist in diesem Jahr zum vierten Mal zu Gast auf der wunderschönen Anlage im Schatten des Schloss Berge. Bisher hat sich der Verein stets als hervorragender Gastgeber präsentiert. Der TC Buer Schwarz-Weiß-Grün hatte am Donnerstagmorgen zusammen mit dem WTV schon zum fast traditionellen Empfang eingeladen: (v.l.) Werner Brors, Verwaltung, Hans Stallherm, Berater, Jürgen Fischer, 2. Vorsitzender, Christian Wittenbrink, Gelsensport Sportmanagement, Frank Senner, Beirat, Sylvia Basdorf, Jugendwartin, Hermann Maas, Friedrich Leben, Haus- und Platzverwalter, Rudolf Noriega, Sportwart und Trainer, und Karl Lucas, Beirat

 

Zu den einzelnen Konkurrenzen:

Damen/Herren

Seniorinnen/Senioren

 

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