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Daniel Masur: „Biberach ist fast wie mein Wohnzimmer“

Daniel Masur: „Biberach ist fast wie mein Wohnzimmer“

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Daniel Masur (Tennispark Versmold), amtierender Deutscher Meister und Sieger der German Masters Series 2018, über seine besondere Beziehung zu Biberach, sein Tennisjahr 2018, neue Ziele und seine Tattoos.

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Daniel Masur © Jürgen Hasenkopf

Daniel Masur über…

… die Deutschen Meisterschaften:
Das Turnier hat sich toll entwickelt, die Abläufe sitzen und auch in der Region werden die Deutschen Meisterschaften gut angenommen. Gerade am Finalwochenende ist die Zuschauertribüne immer gut gefüllt, was für uns Spieler eine zusätzliche Motivation ist. Mein absolutes Highlight war natürlich der Sieg im letzten Jahr, auf den ich nach wie vor sehr stolz bin. Unabhängig davon, wer mitspielt oder früher mal mitgespielt hat – auf nationaler Ebene gibt es kaum einen prestigeträchtigeren Titel!

… den Austragungsort Biberach:
Biberach ist im besten Sinne anders als das, was wir Spieler von der normalen Tour gewohnt sind. Ich mag die familiäre Atmosphäre und fühle mich in der Halle schon fast wie im eigenen Wohnzimmer. Neben dem Tennis genieße ich aber auch die Atmosphäre dieser kleinen, aber feinen Stadt und bummele immer wieder gerne über den Weihnachtsmarkt. Auch wenn Biberach keine Metropole ist: Das Gesamtkonzept ist einfach stimmig.

… die German Masters Series:
Ich spiele sehr gerne in Deutschland und ich habe einen großen Teil meiner Weltranglistenpunkte bei heimischen Turnieren gesammelt. Auch wenn ich dieses Jahr nicht mehr so viele Futures wie in der Vergangenheit gespielt, sondern mich mehr auf die Challenger konzentriert habe, finde ich die German Masters Series super wichtig. Als Nachwuchsspieler hat man dort die Möglichkeit, mit Hilfe der einen oder anderen Wildcard auch mal einen direkten Startplatz im Hauptfeld zu erhalten, wo man sich sonst hätte durch die Qualifikation spielen müssen. Davon habe ich enorm profitiert!

… deutsche Turniere im internationalen Vergleich
Die deutschen Futures sind sehr professionell und vor allem spielerfreundlich organisiert. Der Standard der Hotels und Anlagen ist meistens doch etwas höher als andernorts, das höre ich immer wieder von vielen Spielern. Als Deutscher genießt man bei diesen „Heimspielen“ auch den Vorteil, dass der Draht zur Turnierleitung doch oft etwas kürzer ist als im Ausland.

… seine Highlights 2018
Mein bester Auftritt war dieses Jahr auf jeden Fall am Rothenbaum. Ich habe mich dort erst qualifiziert und dann durfte ich nach meinem Sieg gegen Maximilian Marterer im Achtelfinale gegen die damalige Nummer zwölf der Welt, den argentinischen Weltklassespieler Diego Schwartzmann, antreten. Ich mochte Hamburg schon immer, aber speziell dieses Turnier war für mich ein großer Schritt nach vorne.

… seine Saisonvorbereitung
Ich bestreite meine Saisonvorbereitung größtenteils mit meinen Trainern Lars Uebel und Lukas Wolf in Oberhaching, die Teilnahme in Biberach bildet sozusagen den Abschluss der Trainingsphase. Inhaltlich war und ist die Spieleröffnung ein großes Thema bei mir, sprich der Aufschlag und der Schlag danach. Da habe ich mich im ablaufenden Jahr schon sehr verbessert, gehe auch deutlich öfter ans Netz und spiele mehr Volleys. Ich streue häufiger Slice und Tempowechsel ein und spiele auch mal einen Stopp. Mein Spiel ist insgesamt variantenreicher und nicht mehr so berechenbar. Auch meinen Paradeschlag, die Vorhand, habe ich weiter ausgebaut. Daran gilt es, noch weiter zu arbeiten – ebenso wie an meiner vermeintlichen Schwäche, der Rückhand.

... Instagram
Bei Instagram lasse ich meiner Stimmung freien Lauf und mache das, worauf ich Lust habe. Ich habe Spaß daran, über die sozialen Netzwerke mit vielen Leuten in Kontakt zu stehen und die Dinge, die ich in meinem Alltag auf der Tour erlebe, auf diesem Weg mit Freunden und Fans zu teilen. Weil es aber ein Freizeitvergnügen ist, gibt es auch Zeiten, in denen mal zwei Wochen lang gar nichts kommt. Das ist von meiner Laune abhängig.

… Lifestyle
Mode hat vor ein, zwei Jahren eine größere Rolle für mich gespielt als heute. Was sich nicht geändert hat: Ich achte sehr darauf, was ich anziehe und dass ein Outfit stimmig ist. Auf Instagram findet man zwischen all den Tennisfotos deshalb auch immer wieder mal solche Lifestylemotive von mir. Das ist ein Teil, der genauso zu mir gehört wie das Tennis. Die Zeilen unter den Bildern sind sehr oft Songtexte oder Lyrics, zu denen ich gerade einen Bezug habe oder die zu einer Situation passen.

Tattoos:
Ich habe insgesamt vier Tattoos, zuletzt habe ich mir „Peter Pan“ auf den linken Oberarm stechen lassen. Normalerweise durchdenke ich so etwas gut, aber das war eine spontane Idee. Ich mag die Message der Geschichte von Peter Pan: Man soll seine Träume verfolgen und niemals aufgeben. Damit kann ich mich voll identifizieren und es gab für mich deshalb keinen Grund, es nicht zu machen (lacht).

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