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Bundesligen: Halle spielt erneut unentschieden; Siege für Sennelager, Iserlohn und Versmold

Bundesligen: Halle spielt erneut unentschieden; Siege für Sennelager, Iserlohn und Versmold

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Wieder einmal waren es die beiden Doppel die den Deutschen Meister GERRY WEBER-Team BW Halle vor einer Niederlage bewahrten. Am vergangenen Freitag (27. Juli) kamen die Ostwestfalen nach einem 1:3-Rückstand noch zu einem Unentschieden gegen Badwerk Gladbecker HTC. Am  6. Spieltag in der 1. Tennis-Point Bundesliga der Herren wiederholten die ostwestfälischen Blau-Weissen abermals dieses sportliche Kunststück beim Tabellenzweiten Blau-Weiß Krefeld und kamen erneut zu einem 3:3 Unentschieden. Nach den drei Einzelsiegen auf Seiten der Gastgeber durch Paolo Lorenzi (ATP 109), Jürgen Melzer (ATP 596) und Alessandro Giannessi (ATP 229) bei nur einem einzigen Erfolg von Aslan Karatsev (ATP 404) für die Gäste, kam bei den rund 1.000 Zuschauern die Hoffnung auf einen Heimerfolg auf, der die Seidenstädter weiterhin zum ärgsten Verfolger des weiterhin ungeschlagenen Spitzenreiters Grün-Weiss Mannheim avancieren lassen.


Die Argumente sind in ihren routinierten Profis begründet, denn der aus Wien stammende Jürgen Melzer war bereits die Nummer acht der Weltrangliste und der Italiener Lorenzi hatte das ATP-Ranking 33 inne. Auch wenn beide schon das Alter Mitte der 30er Jahre überschritten haben, zeigten sie bei ihren Einzelerfolgen zu was sie immer noch imstande sind zu leisten. Der 36-jährige Römer Lorenzi besiegte an Nummer eins den gleichaltrigen Spanier Daniel Munoz-de la Nava (ATP 344) mit 6:4, 6:3, der 37-jährige Österreicher Melzer fighte mit 6:4, 3:6, 10:5 den sieben Jahre jüngeren deutschen Davis-Cup-Spieler Tim Pütz (ATP 294) nieder und der aus dem italienischen La Spezia stammende Alessandro Giannessi (ATP 229) kam mit zweimal 7:5 im Duell gegen Jeremy Jahn (365) zum dritten Einzelsieg der Krefelder. Somit stand es zwischenzeitlich 3:0. Lediglich der 24-jährige aus Moskau stammende Aslan Karatsev hielt die Hoffnung auf ein mögliches Haller Unentschieden am Leben, denn es war nur eine vage Hoffnung. Von der Papierform her war der Krefelder Argentinier Carlos Berlocq (ATP 175) als Favorit anzusehen, doch der Russe ließ seinen Kontrahenten aus Buenos Aires laufen wie der wollte und kam demzufolge auch in dieser Höhe zu einem verdienten 6:1, 6:3-Sieg.

Für Halles Teamchef Thorsten Liebich gab es in der Pause zwischen den Einzelmatches und den bevorstehenden Doppelpartien keine taktischen Überlegungen gegenüber dem Freitag, so dass er erneut Daniel Munoz-de la Nava mit Tim Pütz, der immerhin im ATP-Doppelranking die Nummmer70 ist, und Jeremy Jahn mit Aslan Karatsev nominierte. Die Hausherren boten als Duo Paolo Lorenzi mit Alessandro Giannessi und den Doppel-Grand-Slam-Gewinner Jürgen Melzer mit Carlos Berlocq auf. Die ersten Sätzen ließen noch nichts von der Dramatik erahnen, denn sowohl das Haller Gespann Munoz-de la Nava/Pütz als auch die routinierten Melzer/Berlocq gewannen jeweils ihren ersten Satz. Das erste Doppel das zu Ende ging war das an Nummer eins gesetzte Paar, wobei sich die beiden Krefelder im Tiebreak (7:5) den Satzausgleich erspielten.

Dieser Satzverlust spornte das spanisch-deutsche Hallerduo regelrecht an und ihr verbissener Einsatz wurde mit einem 10:8 im Match-Tiebreak dann auch folgerichtig belohnt. Justament als das 2:3-Zwischenresultat aus Sicht der Gäste feststand, hatten sich Jeremy Jahn und Aslan Karatsev im Tiebreak (7:5) das Pari in den Sätzen erspielt und die Spannung war mit Beginn des Match-Tiebreaks förmlich spürbar. Schnell erspielte sich das deutsch-russische Duo einen Vorsprung, doch Melzer/Berlocq boten ihr ganzes Repertoire auf und erspielten sich beim Stande von 9:8 einen Matchball. Der wiederum hätte den Seidenstädtern den Gesamtsieg gebracht, doch daraus wurde nichts. Der wurde abgewehrt, stattdessen kamen die Haller beim 10:9 zum Matchball. Es folgte das 10:10 und ein kleiner Breakball zur 11:10 Führung brachte dann den vielumjubelten 3:6, 7:6(5), 12:10 Sieg und ein großartig erspieltes 3:3 Unentschieden auf der Anlage am Krefelder Stadtwald ein.

„Wir sind natürlich hoch erfreut, vor allem wenn man sieht, mit welcher Aufstellung wir angetreten sind“, so Liebich, der vorherüberlegt hatte, noch den einen oder anderen Spieler kommen zu lassen, „doch wir haben uns für die entschieden, die Bock auf die Bundesliga haben. Und sie haben sich alle bestens präsentiert.“ 

Zur 1. Tennis-Point-Bundesliga Herren 2018

Tolles Wochenende für Halles Spieler: Georgier Basilashvili siegt beim 500er Event in Hamburg; Haase und jeweils Struff im Doppel-Halbfinale; Tallon Griekspoor gewinnt Challenger
Dieses Wochenende kann man durchaus als ostwestfälische Haller Tennistage bezeichnen, denn diejenigen, die nicht im Bundesliga-Einsatz beim Deutschen Mannschaftsmeister GERRY WEBER-Team BW Halle waren, bestritten erfolgreiche Turnierteilnahmen. Allen voran natürlich der 26-jährige Nikoloz Basilashvili, der von Jan de Witt aus der Haller GERRY WEBER-BreakPoint-Base gecoacht wird, hat am Hamburger Rothenbaum den größten Erfolg seiner Karriere feiern konnte. Der aus Tiflis stammende Georgier gewann das ATP-World-Tour-500-Turnier im Finale gegen den argentinischen Titelverteidiger Leonardo Mayer mit 6:4, 0:6, 7:5 und neben den 500 Punkten für die ATP-Weltrangliste steckte er sich auch noch ein Preisgeld von 349.200 Euro ein. „Der Sieg bedeutet mir sehr viel. Das wird mir weiteres Selbstvertrauen geben und ich genieße erstmals den Erfolg. Feiern werde ich nicht, da ich nun nach Kitzbühel zum nächsten Turnier reisen muss“, so der bescheidene und zurückhaltende Sieger der German Open , der nun erstmals ab Montag Platz 35 im ATP-Ranking inne haben wird. 


Bis ins Halbfinale hatte sich in der Hansestadt auch Jan-Lennard Struff mit seinem japanischen Doppelpartner BenLachlen gespielt. Sie unterlagen in der Vorschlussrunde den späteren Turniersiegern Julio Peralta/Horacio Zeballos (Chile/Argentinien) mit 6:4, 5:7, 7:10. Auch Struffs Teamkollege Robin Haase beendete sich Dabeison beim ATP 250-Event im schweizerischen Gstaad in der Runde der letzten Vier. Der Niederländer scheiterte mit seinem Landsmann Matwe Middelkoop mit 6:7(3), 7:6(5), 5:10 am italienischen Duo Matteo Berrettini/Daniele Bracciali, die am Ende auch den Turniertitel gewannen.
 
Auf Grund einer Handgelenksverletzung konnte der vor Saisonbeginn vom Bielefelder TTC zum GERRY WEBER-Team BW Halle gewechselte Niederländer Tallon Griekspoor (ATP 222) bis dato noch nicht eingesetzt werden. Inzwischen sind seine Beschwerden behoben und der 22-Jährige trat in der vergangenen Woche beim ATP-Challenger im finnischen Tampere an. Mit Erfolg. Er gewann das mit 43.000 Euro dotierte Turnier mit einem 6:3, 2:6, 6:3 Erfolf im Finale gegen den an Nummer drei gesetzten Argentinier Juan Ignacio Londero (ATP 137) und kam somit zu seinem ersten Titel auf Challenger-Ebene. Landsmann Thiemo de Bakker, ebenfalls GERRY WEBER-Team BW Halle, schied im Viertelfinale aus.

2. Bundesliga Herren Nord: Siege für Sennelager, Iserlohn und Versmold

In der 2. Bundesliga Herren Nord gab es am Sonntag drei Siege für die westfälischen Teams zu verzeichnen: Iserlohn schlug zuhause den Club an der Alster mit 7:2, Versmold konnte in Bremen den ersten Saisonsieg einfahren, siegte 5:4. Bereits nach den Einzeln hatte es 4:2 für Versmold gestanden, für den entscheidenden Punkt sorgten dann Daniel Masur und Johann Willems im ersten Doppel. Sennelager punktete in Berlin beim LTTC "Rot-Weiss" Berlin ebenfalls mit 5:4, einzig Bielefeld musste sich zuhause dem TK Blau-Weiss Aachen mit 3:6 geschlagen geben. Der Sieg der Aachener hatte bereits nach den Einzeln festgestanden, da nur Louis Weßels an Position eins sein Einzel gewinnen konnte.

Zur 2. Bundesliga Herren Nord 2018

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