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Bundesligen: Erster Sieg für GERRY WEBER-Team BW Halle; 2. Liga startet am Sonntag mit vier westfälischen Teams

Bundesligen: Erster Sieg für GERRY WEBER-Team BW Halle; 2. Liga startet am Sonntag mit vier westfälischen Teams

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Zum Heimdebüt in der 1. Tennis-Point Bundesliga der Herren kam am 2. Spieltag Gastgeber GERRY WEBER-Team BW Halle zu einem deutlichen 5:1 (3:1) Sieg gegen den Aufsteiger TV Reutlingen. Dies ist auch nicht verwunderlich, denn der aktuelle Deutsche Mannschaftsmeister hatte seine bis zuletzt am vergangenen Mittwoch in Wimbledon weilenden Spitzenspieler wieder im Team. Allerdings muss man den Württemberger trotz der deutlichen Niederlage bescheinigen, dass sie sich bärenstark präsentierten. Es hätte durchaus auch enger werden können, denn trotz deutlicher Unterschiede auf Grund der ATP-Plätze, war für die Gäste um Teamchef Rainer Renz mehr drin. Doch der Reihe nach.

Die Auftaktpleite in Düsseldorf war kein Thema mehr beim GERRY WEBER-Team, die vor dem ersten Ballwechsel noch Ehrungen erhielten. Westfalens Verbandspräsident Robert Hampe ehrte mit einem Glaspokal zum einen Jan-Lennard Struff, der von über 12.000 abgegebenen Voten mit 33 Prozent zum Tennisspieler des Jahres 2017 gewählt wurde und das Blau-Weisse-Team, welches mit 54 Prozent der Stimmen Mannschaft des Jahres 2017 geworden ist. Der begeisternde Applaus der rund 1.500 Zuschauer, es war im Übrigen der erste Auftritt als aktueller Deutscher Meister vor heimischen Publikum, wirkte vor allem beim Davis Cup-Spieler Struff (ATP 64) motivierend. An Nummer zwei buchte er mit 6:3, 6:4 gegen den Spanier Jordi Samper-Montana (ATP 391) in Windeseile den Punkt. Genauso schnell erledigte Thiemo de Bakker (ATP 277) seine Herausforderung gegen den Franzosen Jonathan Eysseric (ATP 772). Der 6:1, 6:2 Sieg brachte das 2:0-Zwischenresultat.

Wer der Meinung war, so geht es weiter, sah sich getäuscht. Der 36-jährige Haller Daniel Munoz-de la Nava (ATP 294), eigentlich ein Punktlieferant, traf auf den 27-jährigen Tobias Simon (ATP 428). Der fast 2,0-Meter Mann wuchtete seine Aufschläge mit einer derartigen Präzession übers Netz, so dass flinke Spanier wenig dagegen ausrichten konnte. Doch mit zunehmender Spieldauer fand der Madrilene seinen Rhythmus und glich den Satz aus. Spannend war der Match-Tiebreak, in dem Munoz-de la Nava beim Zwischenstand von 8:7 Aufschlag und Matchball hatte. Doch es reichte nicht, am Ende siegte der gebürtige Münchener mit 6:3, 4:6, 8:10.

Auch in der Spitzenbegegnung zwischen Robin Haase (ATP 43) und dem Italiener Lorenzo Giustino (ATP 258) wurde es, je länger die Auseinandersetzung andauerte, spannend und verdammt eng. Der erfahrene 31-jährige Niederländer begann den ersten Satz recht flott, doch ihm stand ein regelrechtes Kraftpaket gegenüber. Der steckte nie auf, war enorm aufschlagstark und seinen Rallyes von der Grundline aus gespielt waren ungemein schnell. So ging es im ersten Satz in den Tiebreak, den Haase knapp für sich entschied. Der nächste Durchgang ging dann an den Neapolitaner und so musste auch hier der Match-Tiebreak entscheiden. Alles deutete auf ein schnelles Schlussresultat hin, denn der Mann aus Den Haag führte bereits mit 7:2. Aber dies beeindrucke den italienischen Reutlinger wenig, hinzu kamen einige Fehler seines Kontrahenten und in der Sommersonne schmolz der Vorsprung.

Am Ende war Haase dann der erfahrenere Profi und sein 7:6(6), 4:6, 11:9 brachte den Hausherren das 3:1 nach den vier Einzeln ein. Und auf die Frage nach dem Match, ob die zwei Tage Umstellung vom Wimbledoner-Rasen auf die Haller Asche ausreichend war, meinte ein cooler Sieger: „Ob heute Sand, gestern Rasen, darf uns als Tennisspieler nicht weiter stören. Wir müssen uns ständig mit anderen Begebenheiten zurecht finden. Heute ist es mal der Belag, morgen sind es wieder andere Bälle und übermorgen spielen wir auf Plätzen, die in einer anderen Höhenlage sind. Mir ist es egal und damit beschäftige ich mich nicht besonders. Ich stelle mich einfach darauf ein und versuche mein bestes Tennis zu spielen.“

Die Doppel, eine Stärke der Ostwestfalen, bestätigten sich dann auch. Das niederländische Duo Haase/de Baaker, bereits mehrfach im Davis-Cup erfolgreich eingesetzt, siegten mit 6:4, 6:4 gegen Giustino/Eysseric. Das deutsche Davis-Cup-Duo Jan-Lennard Stuff/Tim Pütz, die sich in der letzten Saison eine 8:0-Bilanz erspielt haben, taten sich da um einiges schwerer. Letztendlich ich auch auf sie Verlass, die dann im Match-Tiebreak mit einem 6:3, 3:6, 10:7 Sieg das Endresultat der Haller auf 5:1 ausbauten. Und >Tim & Struffi< haben nun eine makellose 9:0-Bilanz. Was dieser sportliche Erfolg des GERRY WEBER-Team BW Halle letztlich wert ist, wird der nächste Spieltag zeigen, wenn die Ostwestfalen am Sonntag Neckarplatt beim Tabellenführer Grün-Weiss Mannheim anzutreten haben.

„Auf diese Begegnung freue ich mich“, so Halles Teamchef Thorsten Liebich“, denn beide Teams stellen sehr gut auf und von daher ist unser Bundesliga-Slogan >Weltklasse im Club< in dieser Begegnung zweifelsohne gerechtfertigt.“ Von daher gibt es einen personellen Wechsel im GERRY WEBER-Team: Für den Spanier Daniel Munoz-de la Nava kommt der 26-jährige Georgier Nikoloz Basilashvili zum Einsatz, der derzeit die Weltranglisten-Platzierung 74 inne hat. Die schwere der Aufgabe ist daran zu erkennen, dass Grün-Weiss Mannheim seinen heutigen 5:1-Siegen gegen Allpresan Rochusclub Düsseldorf mit fünf Top 100-Profis bestritten hat: Peter Gojowczyk (ATP 39), Maximilian Marterer (ATP 48), Frederico Delbonis (ATP 88/Argentinien), Radu Albot (ATP 98/Rumänien) und im Doppel kam der Spanier Marc Lopez (ATP-Doppel 20) zum Einsatz bei den Kurpfälzern.

Zur 1. Tennis-Point-Bundesliga Herren 2018

WTV-Sportlerwahl: Jan-Lennard Struff und GERRY WEBER-Team BW Halle als Spieler beziehungsweise Mannschaft des Jahres 2017 geehrt

Knapp 13.000 Stimmen wurden bei der Wahl zur Westfälischen Spielerin, Spieler und Mannschaft des Jahres 2017 online abgegeben – so viele wie noch nie. Neben dem Online-Votum votierten zudem das Präsidiums sowie der Ausschusses >Wettkampsport Erwachsene< des Verbandes zu gleichen Teilen zur Abstimmung. Bei den Herren wurde Jan-Lennard Struff vom TC Blau-Weiss Halle zum Westfälischen Spieler des Jahres 2017 gewählt. Er setzte sich hauchdünn gegen seinen Vereins- und Doppelkollegen Tim Pütz durch, der den zweiten Platz belegte. Die beiden ostwestfälischen Tennisspieler Struff und Pütz dominierten bei der Einzelwahl zum Spieler des Jahres und so ist es nicht verwunderlich, dass sie auch mit ihrem Tennisclub Blau-Weiss Halle in 2017 wieder ganz vorne landen. Am Freitag wurden sowohl Jan-Lennard Struff als auch das GERRY WEBER-Team BW Halle als Spieler beziehungsweise Mannschaft des Jahres 2017 während des ersten Bundesliga-Heimspiels von WTV-Robert Hampe geehrt. 

Eine Ehrenurkunde und einen Pokal gab es von WTV-Präsident... ...Robert Hampe (l.) für Jan-Lennard Struff und das GERRY WEBER-Team BW Halle Bilder: BW Halle

 

2. Bundesliga Herren Nord 2018: Erster Spieltag am Sonntag, 15. Juli, 11 Uhr

Von den neun Team in der 2. Bundesliga Herren Nord kommen vier aus Westfalen, neben dem Tennispark Versmold, dem Bielefelder TTC, dem TC Iserlohn geht das Team Hämmerling TuS Sennelager als Aufsteiger an den Start. Der Tennispark Versmold hat am ersten Spieltag passenderweise spielfrei, denn am Sonntag ist auch der Finaltag bei den Reinert Open. Der Bielefelder TTC muss beim Club an der Alster antreten und Sennelager hat den TC Iserlohn zu Gast. Bei so vielen Teams in der zweiten Liga gibt es natürlich auch viele westfälische Duelle.

Zur 2. Bundesliga Herren Nord 2018

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