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Borkum Open 2018: Niels Lootsma (TC BW Neuss/Niederlande) und Lisa Halfmann (TC Blau-Weiss Halle) gewinnen

Borkum Open 2018: Niels Lootsma (TC BW Neuss/Niederlande) und Lisa Halfmann (TC Blau-Weiss Halle) gewinnen

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Drama im Damen A-Finale. Nachdem sich Senioren und Junioren seit über einer Woche fleißig auf der Anlage des Borkumer TC dort duellierten, wo andere Urlaub machen, standen am Donnerstag die Halbfinals und Finals in den Königsdisziplinen an: Herren und Damen A. Pünktlich um 9 Uhr morgens standen die Kontrahentinnen, die die Damen Halbfinals bestritten, bei strahlend blauem Himmel auf den Plätzen. Die Titelverteidigerin und Topgesetzte Claudia Hoffmann-Timm stand der 27 Jahre jüngeren Xenia De Luna, Nummer 3 der Setzliste, gegenüber, während parallel die jüngste verbliebene Teilnehmerin Gina Marie Dittmann (16 Jahre) gegen Lisa Halfmann (TC Blau-Weiss Halle), die auf 2 gesetzt war, antrat. Schnell wurde auf beiden Plätzen klar, wer die Oberhand behielt. Mit Hoffmann-Timm und Halfmann setzten sich jeweils die Favoritinnen durch. Hoffmann-Timm gewann deutlich mit 6:2 6:2, während Halfmann bei ihrem 6:2 6:3-Sieg ein Spiel mehr abgab.

Holten sich jeweils den Turniersieg bei den Borkum Open 2018: (v.l.)  Niels Lootsma und Lisa Halfmann Bild: Sebastian Blesel für B.FIT - Sportconsulting

Eine Stunde nach den Damen griffen die Herren ins Turniergeschehen ein. Mit Hassan Ibrahim stand ein Überraschungskandidat im Halbfinale, der in der ersten Runde die topgesetzte Nr. 1 des Turniers Johann Willems vom Tennispark Versmold und in der zweiten Runde den Sieger im Jahre 2013, Dominik Pfeiffer vom Oberhausener THC, aus dem Turnier nahm. Sein Gegner im Semifinale war niemand Geringeres als Niels Lootsma, im vergangenen Jahr noch die Nummer 434 der Weltrangliste, Vorjahresfinalist und Gewinner der Borkum Open 2016. Das zweite Herren-Halbfinale bestritten der Zweitgesetzte Jannis Kahlke, TC BW Lechenich, ehemals 543 der Welt im Doppel, und der angehende Tennisprofi Jordi Walder (TC Iserlohn), der ebenfalls erstmals auf der Insel
aufschlug und an 3 gesetzt war. Während Kahlke und Walder sich ein packendes Match lieferten und über die volle Instanz von 3 Sätzen (6:4, 3:6, 6:2) gehen mussten, schien Lootsma auf dem Nebenplatz erwartungsgemäß die Nase vorne zu haben. Nachdem er den ersten Durchgang mit 6:4 für sich entscheiden konnte, war Ibrahim im zweiten Satz allerdings einer Sensation nahe: Der Berliner führte zwischenzeitlich 4:1, bevor Lootsma wieder die Oberhand gewann und auch den zweiten Satz mit 7:5 für sich entscheiden konnte. Nach dem Match zeigte sich Ibrahim selbstkritisch: „Auf diesem hohen Niveau bekommt man nur eine gewisse Anzahl an Chancen, wenn man die nicht nutzt, kann man eben nicht gewinnen.“

Im anschließenden Damen-Finale schien Hoffmann-Timm ihre um einiges jüngere Gegnerin Halfmann im ersten Satz durch ihre Spielfinesse im Griff zu haben. Doch danach wendete sich das Blatt: Halfmann spielte defensiver, reduzierte dadurch ihre Fehlerquote und konnte so den zweiten Satz für sich entscheiden. Der dritte Satz fand ein tragisches Ende: Hoffmann-Timm musste beim Stand von 6:3, 4:6, 4:5 und 0:40 von Krämpfen geplagt aufgeben. Auch im Herren-Finale forderte die Erschöpfung ihren Tribut: Kahlke war von den vorherigen Drei-Satz-Matches im Viertel- und Halbfinale offensichtlich erschöpft und konnte beim 2:6 3:6 gegen den Niederländer Lootsma wenig Gegenwehr leisten. Niels Lootsma freute sich über den erneuten Titelgewinn und blickt mit neuem Selbstvertrauen in die Zukunft: „Dieses tolle Turnier wieder gewonnen zu haben, bedeutet mir viel. Das Team um Christoph kümmert sich super um uns Spieler, man fühlt sich einfach sehr wohl hier. Jetzt möchte ich vier Wochen mit meinen Coaches in meinen Körper investieren, um dann hoffentlich mal ein Jahr ohne Verletzungen auf der Profi-Tour bestehen zu können.“

Ken Börner, langjähriger Spieler, Zuschauer und Unterstützer des Turniers zeigte sich beeindruckt über die Qualität der gesamten Turnierwoche: „Das ist das beste Tennisniveau, das ich in 43 Jahren Tennisturnier hier auf Borkum gesehen habe! Wie sich die Geschwindigkeit dieses Sports die letzten 40 Jahre entwickelt hat ist unglaublich.“ Die Finalspiele vor mehr als 400 Zuschauern konnten gerade noch vor dem herannahenden Unwetter beendet werden, die Siegerehrung mit der Überreichung des Gerhard-Schröder-Pokals und der Siegertorte der Bäckerei Peter Müller fand begleitet durch Kur- und Touristikdirektor Christian Klamt in der schützenden Tennishalle statt. Klamt gratulierte allen Teilnehmern zu ihren Erfolgen und Platzierungen und überreichte die Siegerschecks und den Gerhard-Schröder-Pokal an Niels Lootsma, der die Gravur für 2018 erhalten wird.


Das Retro-Match war wieder eines der Highlights des Turniers, hier schlagen Jordi Walder (l./TC Iserlohn) und Organisator Christoph Damaske von B.FIT - Sportconsulting auf Bild: Sebastian Blesel für B.FIT - Sportconsulting

Das Retro-Strand-Show Match wurde in diesem Jahr im Rahmen des Topspin-Kids-Days ausgetragen. Mit Holzschlägern spielten Jannik Rother (Nr. 5 der Setzliste) mit Niels Lootsma (Nr. 4) gegen Jordi Walder (Nr. 3) und Organisator Christoph Damaske von B.FIT - Sportconsulting. Nach dem Sieg von Rother/Lootsma mit 10:7 und 13:11 gaben die Spitzenspieler noch 45 Minuten Kindertraining auf dem Ebbesand bei brütender Hitze für alle Kids-Day Teilnehmer.

Alle weiteren Ergebnisse und Bilder auf www.borkum-open.de

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