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Blau-Weiss Halle: Deutsche Öl und Gas Rot-Weiss Köln beim 1:5 chancenlos

Blau-Weiss Halle: Deutsche Öl und Gas Rot-Weiss Köln beim 1:5 chancenlos

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Hochsommerliche Temperaturen, jenseits der 30 Grad Celsius, und rund 2.800 Zuschauer besuchten am heutigen 5. Spieltag in der 1. TennisPoint Bundesliga der Herren die Partie zwischen Blau-Weiss Halle und den Rheinländern Deutsche Öl und Gas Rot-Weiss Köln. Das Interesse an dieser Partie lag zweifelsohne an den beiden deutschen Davis Cup-Spielern Jan-Lennard Struff und Dustin Brown, die zudem beide ins deutsche Olympia-Aufgebot für Rio de Janeiro berufen worden sind. Während das gastgebende GERRY WEBER Team nach der Auftaktniederlage in Düsseldorf sportlich immer besser auf Touren gekommen ist, ist der bisherige Saisonverlauf der Kölner alles andere als wunschgemäß verlaufen.
 
Angesichts ihres 1:7-Punktekontos vor der Partie in Ostwestfalen, hatten sie sich Mut auf einen Punktgewinn gemacht. Auch wenn der aktuelle Deutsche Meister auf seine niederländische Nummer eins Robin Haase (ATP 95) auf Grund seiner Finalteilnahme in Gstaad verzichten musste, offenbarten die siegreichen Jan-Lennard Struff, Daniel Munoz de la Nava und Jarkko Nieminen keine spielerischen Schwächen und schickten die Kölner letztlich mit einer 1:5-Niederlage in die Domstadt zurück. Diese deutete sich bereits nach den vier Einzeln an, denn Halle lag mit 3:1 in Führung. Die beiden klaren Zweisatzerfolge der blau-weissen Duos, Tim Pütz/Jan-Lennard Struff und Jarkko Nieminen/Lennart Zynga, machten auch die letzten möglichen Hoffnungen der Kölner zunichte. „Wir haben souverän und mannschaftlich geschlossen gespielt“, so Halles Teamchef Thorsten Liebich, „und letztlich auch verdient gewonnen. Mit diesem Erfolg haben wir die besten Voraussetzungen für ein Spitzenduell am kommenden Freitag gegen den Tabellenführer Badwerk Gladbacher HTC geschaffen.“

Blau-Weiss Krefeld kassiert erste Niederlage: Düsseldorf gewinnt vor 3.900 Zuschauern
Auf der Anlage am Rolanderweg in Düsseldorf war Hochbetrieb, denn rund 3.900 Zuschauer wollten das Duell von Allpresan Rochusclub gegen den Niederrhein-Rivalen Blau-Weiss Krefeld sehen. Zumal die Seidenstädter noch unbesiegt waren. Diese Serie endete aber an diesem Sonntag, denn die gastgebenden NRW-Landeshauptstädter gewann mit 4:2 (3:1) und haben sich hinter dem mit 10:0 Punkten führenden Spitzenreiter Badwerk Gladbacher HTC auf den zweiten Tabellenplatz (8:2 Punkte) vorgeschoben. Ebenfalls 8:1 Punkte hat Kkurhaus Lambertz Aachen aufzuweisen, die heute mit 4:2 bei Blau-Weiss Neuss gewannen. Denn fünften Saisonsieg erspielten sich die Gladbacher  vor eigenem Publikum, in dem sie mit 5:1 den Aufsteiger souverän besiegten.

Im Duell der beiden Freunde ist Jan Lennard Struff gegen Dustin Brown Zweisatzsieger
In der Begegnung zwischen Blau-Weiss Halle und Deutsche Öl und Gas Rot-Weiss Köln herrschte richtiges Tennisfeeling vor: Große Kulisse und tosender Beifall, als die beiden Spitzenspieler ihrer Clubs den Centre Court betraten: Rund 2.500 Zuschauer säumten das roten Aschenrechteck, als Jan-Lennard Struff (ATP 86) für Blau-Weiss Halle und Dustin Brown (ATP 99) für Deutsche Öl und Gas Rot-Weiss Köln ihr Match aufnahmen. Zu diesem Zeitpunkt führte der gastgebende Deutsche Mannschaftsmeister durch die Einzelsiege von Daniel Munoz de la Nava (ATP 138) und Jarkko Nieminen aus Finnland bereits mit 2:0. Die Kölner hatten nun die Hoffnung, dass sie dieser Begegnung nun doch noch eine Wende geben könnten.

In der Nacht auf Sonntag war so gegen 23 Uhr Dustin Brown in der ostwestfälischen Lindenstadt eingetroffen, denn zuvor hatte er im schweizerischen Gstaad noch im Halbfinale gegen den Spanier Feliciano Lopez (ATP 20) gestanden. Nach seiner Niederlage setzte sich der 31-jährige Deutsch-Jamaikaner ins Auto und navigierte sich ins ostwestfälische Halle. Eigentlich sollte der Haller Robin Haase sein Beifahrer sein, doch der gewann nach zahlreichen Regenunterbrechungen seine Partie und stand am heutigen Sonntag im Berner Oberland im Finale. Aber auch der Niederländer musste sich heute dem Brown-Bezwinger Lopez mit 4:6, 5:7 geschlagen geben. Doch zurück zur Bundesliga-Begegnung, denn das Duell zweier Freunde („Das muss man für eine Begegnung auch ausblenden können“, sagt Brown) bot allerfeinsten Tennissport. Mit hohem Tempo spielten beide Akteure von der Grundlinie aus und die sehenswerten Ballwechsel gefielen dem Publikum.


Ausgeglichen war über weite Strecken die Auseinandersetzung, doch der Vorteil an diesem hochsommerlichen Spieltag war der Aufschlag von Struff. Die Sicherheit in seinem Service war letztlich auch der Grundstein für seinen souveränen 6:4, 6:4-Erfolg. Im Übrigen baute der 26-Jährige mit diesem Einzelerfolg seine Bundesliga-Bilanz bei den Hallern auf eindrucksvolle 24:2-Siege aus. „Jan war heute einfach stabiler und er hat auch zurecht gewonnen“, so der Kölner und um Nu waren nach dem Match beide Akteure von zahlreichen Kids umringt. Der Wunsch nach Autogrammen, Fotos und Selfies war fast anstrengender als das eigentliche sportliche Duell. Und angesichts der Freundschaft der beiden Tennisprofis und der Tatsache, dass sie dem deutschen Olympia-Aufgebot angehören, meinte Brown: „Ab morgen werde ich mich darum kümmern, dass wir in Rio gemeinsam ein Zimmer belegen.“
 
In der Zwischenzweit war die vierte Einzelbegegnung zwischen Tim Pütz und dem Deutschen Meister auf Seiten der Kölner, Oscar Otte, im Champions Tiebreak angekommen, Zwar ist der 28-jährige Haller nach seiner langen Verletzungspause von über einem halben Jahr sportlich auf bestem Wege, doch an diesem Sonntag reichte es noch nicht zum gewünschten Erfolg. Der 23-jährige Kölner gewann mit 4:6, 6:2, 12:10 und verkürzte auf 1:3 für die Rheinländer, die vor der Begegnung an diesem fünften Spieltag auf ein 3:3 gehofft hatten. „Unser Ligastart war alles andere als optimal“, so Teamchefin Sussan Karimi, „deshalb ist ein Punktgewinn in Halle fast schon zwingend, wenn wir nicht wieder nach unten abrutschen wollen.“
 
Den 2:0 Vorsprung des GERRY WEBER Teams erspielten Daniel Munoz de la Nava, der bei hochsommerlichen Hitze kühlen Kopf behielt, und der 34-jährige Routinier Jarrko Nieminen. Sein Duell gegen den Slowaken Pavol Cervenak schien unendlich zu dauern, denn beiden spielen lange Ballwechsel von der Grundlinie. Dies brachten  den Finnen aber nicht aus der Ruhe, der konterte unentwegt und nach mehr als zwei Stunden gab es einen 7:5, 7:6(3)-Sieg für den Ex-Profi aus Finnland. Nicht so lange dauerte das Duell des Spaniers gegen Julian Reister an, wobei beide zahlreiche Möglichkeiten besaßen den ersten Satz zugewinnen. 5:4-Führung und eigener Aufschlag für den Madrilenen. Doch er gab zu Null seinen Service ab und fortan ging es bei 6:6 in den Tiebreak. Hier dann einen 4:0-Führung für den gebürtigen Hamburger Reister, der dies nicht zu nutzen wusste. In dieser Phase packte Munoz de la Nava, sein komplettes spielerisches Potential aus und buchte dann doch noch den Satzgewinn. Derart verärgert warf Reister seinen Schläger weg und schoss eine Plastikflasche in Richtung Spielerbank. Die Folge war eine Verwarnung und eine totale Verunsicherung, die der 34-Jährige Tennisprofi aus der spanischen Metropole zu einem 7:6(5), 6:1 Erfolg nutzen konnte.

2. Liga Nord: Bielefeld gewinnt erneut, deutliche Niederlage für Iserlohn

Ebenfalls gespielt wurde am Sonntag in der 2. Bundesliga Nord: Der TC Iserlohn empfing den Bremerhavener TV und musste sich mit 0:9 geschlagen geben, der Bielefelder TTC spielte ebenfalls zuhause - und zwar gegen Solingen und konnte mit einem 6:3 den dritten Sieg im dritten Spiel verbuchen. Bielefeld führt damit zusammen mit Bremerhaven mit nunmehr drei Siegen die Tabelle an, Iserlohn konnte bisher einmal punkten.

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