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56. Westfälische Jugendmeisterschaften in Werne: Doppelt hält besser - Völz und Zorn schaffen das Double

56. Westfälische Jugendmeisterschaften in Werne: Doppelt hält besser - Völz und Zorn schaffen das Double

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Es war das Turnier der Favoriten - zumindest bis zu den Halbfinals. Ab dann gab es in einigen Konkurrenzen auch mitunter die eine oder andere Überraschung. Gespielt wurde wieder Einzel und Doppel. Die Titel im Doppel wurden bereits am Freitag vergeben, am Samstag wurden die neuen Westfalenmeister im Einzel gekürt. Bei den 56. Westfälischen Jugendmeisterschaften in den Altersklassen U12, U14, U16 und U18 schafften diesmal nur zwei Spielerinnen das Double - also sich sowohl im Doppel als auch im Einzel den Titel zu holen, und zwar Louisa Völz als Lokalmatadorin (U12 Juniorinnen/TC Blau-Weiß Werne) und Anne Elisa Zorn (U16 Juniorinnen/TuS Ickern). 


Strahlende Siegerinnen mit WTV-Vizepräsident Erwachsenensport, Lutz Rethfeld: (v.l.) Louisa Völz, Deborah Muratovic und Anne Elisa Zorn

"Der Wechsel des Austragungsortes wurde von allen Seiten sehr positiv aufgenommen. Das war eine sehr gute Entscheidung", erklärt Gerti Straub, Vize-Präsidentin Nachwuchsleistungssport. Obwohl in Werne zwei Plätze weniger zur Verfügung standen, hat sich das nicht negativ auf den Zeitplan ausgewirkt - im Gegenteil. Der letzte Matchball wurde wie geplant am Samstagnachmittag gespielt. Die Meisterschaften der Aktiven und Senioren finden ja schon seit Jahren im Winter in der SportAlm in Werne statt und auch die Junioren und Juniorinnen. Bei den Meisterschaften der Senioren spielen häufig die Lokalmatadoren in Werne groß auf: Als Beispiele seien hier nur Andreas Thivessen, Marcus Von Bohlen oder Detlef Roth genannt und nun gesellt sich auch Louisa Völz in diese illustre Runde. Denn sie schnappte sich gleich beide Titel bei den U12 Juniorinnen, siegte am Freitag im Doppel mit ihrer Partnerin Lelanie Hillebrand (TC Milstenau) und legte am Samstag den Einzeltitel nach. Im Finale hatte die Topgesetzte beim 6:3 6:0 gegen die an vier gesetzte Nele Niermann (TC St. Mauritz) überhaupt keine Probleme. Überhaupt war Völz die dominante Spielerin des Turniers, gab auf ihrem Weg zum Titel in vier Matches gerade einmal sechs (!) Spiele ab.

Nicht ganz so glatt lief es bei Mitfavoritin Anne Elisa Zorn (TuS Ickern), die sich vor allem im Halbfinale gegen ihre Doppelpartnerin Lina Kötterheinrich (TC Deuten) beim 6:1 3:6 6:3  ganz schön strecken musste. Zusammen waren beide einen Tag zuvor noch U16 Westfalenmeisterinnen im Doppel geworden. Das Finale war für die an zwei Gesetzte dagegen wiederum eine klare Angelegenheit. Dort bezwang sie die Jahrgangsjüngere Pauline Hirt (TC Halver) mit 6:1 6:3. Hirt hatte zuvor in ihrem Halbfinale ordentlich Kräfte gelassen, wo sie die an eins gesetzte Vivien Sandberg aus Gronau mit 4:6 6:4 7:5 aus dem Turnier geworfen hatte. Für Zorn war es das erste Turnier, nachdem sie wegen einer Rückenverletzung hatte pausieren müssen, und dann gleich der Sieg. "Daraus kann sie auf jeden Fall Selbstvertrauen schöpfen", freute sich WTV-Cheftrainer Jens Wöhrmann für die wieder genesene und gleich erfolgreiche Zorn.

In den Königklassen setzten sich die topgesetzte Jana Hecking (Blau-Weiß Soest) bei den U18 Juniorinnen und etwas überraschend der an vier gesetze Niklas Karcz (TC Parkhaus Wanne-Eickel) bei den U18 Junioren durch. Hecking spazierte durch das Turnier und war auch Finale gegen ihre Gegnerin mit dem prominenten Namen, Martina Navratilova (TC Grün-Weiß Silschede), beim 6:2 6:1 kaum gefordert. Auch Navratilova hatte zuvor ihre Spiele deutlich für sich entscheiden können, konnte Hecking im Finale aber nichts entgegen setzen.

Nachdem Ruben Angrick (Dorstener TC) bei den U18 Junioren den topgesetzten Marek Flinner vom TC Blau-Weiss Halle im Viertelfinale mit 6:4, 7:5 aus dem Turnier geworfen hatte, war der Weg für einen Überraschungssieger. Und der an vier gesetzte Niklas Karcz (TC Parkhaus Wanne-Eickel) nutzte seine Chance: Im Halbfinale profitierte beim Stand von 6:, 2:0 von der Aufgabe seines Gegners, dem an zwei gesetzten Jonas Erdmann (Bielefelder TTC). Im Finale gab er dann alles, um den an drei gesetzten jahrgangsjüngeren Fynn Künkler (SuS Bielefeld) in einer an Dramatik nicht zu überbietenden Partie mit 6:2 4:6 7:6 in die Knie zu zwingen.

Bei den U12 Junioren waren die "Top 4" im Halbfinale unter sich: Der topgesetzte und jahrgangsjüngere Marc Majdandzic (Oenhausener TC) bezwang dort den an drei gesetzten Fabio-Luis Guth von TuS Ickern mit 6:2 4:6 6:4, während der an zwei gesetzte Maximilian Greshake (TC Blau-Gold Arnsberg) durch seinen 6:3, 6:1-Erfolg gegen den an vier gesetzten Konstantin Bennemann (TSC Hansa Dortmund) eine Neuauflage des U12 Junioren Finales aus dem Sommer verhinderte. Im Sommer siegte Majdandzic in einer hochklassigen Partie gegen Bennemann und auch dieses Mal hatte der Oeynhausener, dessen Käppi sein Markenzeichen ist, die Nase vorn: Er setzte sich mit 6:4, 6:0 gegen Greshake durch. "Bei den U12ern haben wir insgesamt eine sehr gute Breite gehabt", erklärte WTV-Cheftrainer Jens Wöhrmann, der Zeuge von vielen hochklassigen Matches war.

Das gleiche Bild gab es bei den U14 Junioren, wo sich mit Tobias Berning (Rot-Weiß Hagen), Marko Ljoljic (Ruderclub Hamm), Ben Pfeiffer (Lüdenscheider TV 1899) und Jannis Jung (Tennispark Versmold) jeweils die vier Topgesetzten ihren Platz unter den letzten Vier erspielt hatten und auch dort machte am Ende die die Nummer eins der Setzliste das Rennen. Tobias Berning ist durch seinen 6:2,6:3-Sieg im Finale gegen Ben Pfeiffer der neue U14 Westfalenmeister. Während das Finale eine sehr einseitige Angelegenheit war, waren die beiden Halbfinals umso mehr umkämpft. Jannis Jung leistete Berning beim 6:4, 3:6, 6:7 erhebliche Gegenwehr, vergab dabei sogar zwei Matchbälle, und auch Marko Ljoljic hatten beim 6:2, 5:7, 4:6 gegen Pfeiffer durchaus Chancen.


Die Sieger der Junioren-Konkurrenzen zusammen mit WTV-Vizepräsidentin Nachwuchsleistungssport, Gerti Straub, und WTV-Präsident Robert Hampe: (v.l.) Niklas Karcz, Tobias Berning, Marc Majdandzic und Felix Steen

Auch bei den U16 Junioren hatte es keiner geschafft, die Dominanz der Favoriten zu durchbrechen. Daher standen der topgesetzte Marcel Zielinski (TC Parkhaus Wanne-Eickel), die Nummer zwei Felix Steen (Bielefelder TTC), Sean-Lennart Lange (TC Emschertal) und Jim Walder (Hagener TC Blau-Gold) auch erwartungsgemäß im Halbfinale, wo es Zielinski mit Walder und Steen mit Lange zu tun bekam. Im Halbfinale war dann allerdings Endstation für den Topgesetzten: Marcel Zielinski, Sohn des mehrfachen Westfalenmeisters Mariusz, musste sich Walder mit 4:6, 4:6 geschlagen geben, während Steen seiner Favoritenrolle beim 6:3, 6:2 gerecht wurde. Das Finale ging dann über die volle Distanz - mit dem besseren Ende für den auf dem Papier favorisierten Steen, der sich mit 6:7, 6:4, 6:2 behaupten konnte.

Bei den U14 Juniorinnen musste sich die an zwei gesetzte Rieke Gillar vom TC Blau-Weiß Halle bereits im Viertelfinale aus dem Titelrennen verabschieden: Sie unterlag Maja Jung vom Tennispark Versmold mit 4:6, 6:2, 3:6. Im Halbfinale gegen die jahrsgangsjüngere Deborah Muratovic (TuS Ickern) konnte Jung ihren Schwung aus der Vorrunde allerdings nicht mitnehmen und unterlag mit 1:6, 3:6. Im ersten Halbfinale setzte sich die an vier gesetzte Michelle Heid im Vereinsduell überraschend deutlich mit 6:1, 6:2 gegen die topgesetzte Leonie Hoppe (beide TC Herford) durch. Auch das Finale war eine klare Angelegenheit - allerdings für die an drei gesetzte Muratovic, die dieses mit 6:2, 6:1 für sich entschied. "Debbies Sieg war schon eine kleine Überraschung, zumal sie ja als Jahrgangsjüngere gestartet ist", bilanzierte WTV-Cheftrainer Jens Wöhrmann, der insgesamt mit den gezeigten Leistungen bei den Jugend-Westfalenmeisterschaften sehr zufrieden war: "Vor allem die Halbfinals hatten es in sich."


Die Sieger und Finalisten der 56. Westfälischen Jugendmeisterschaften in Werne: (v.l.) Niklas Karcz (TC Parkhaus Wanne-Eickel/Sieger U18 Junioren), WTV-Vizepräsidentin Nachwuchsleistungssport, Gerti Straub, Tobias Berning ((Rot-Weiß Hagen/Sieger U14 Junioren), Louisa Völz (TC Blau-Weiss Werne/Siegerin U12 Juniorinnen), Fynn Künkler (SuS Bielefeld/Finalist U18 Junioren), Anne Elisa Zorn (TuS Ickern/Siegerin U16 Juniorinnen), Deborah Muratovic (TuS Ickern/Siegerin U14 Juniorinnen), Pauline Hirt (Finalistin U16 Juniorinnen/TC Halver), Ben Pfeiffer (Lüdenscheider TV 1899/Finalist U14 Junioren), Nele Niermann (TC St. Mauritz/Finalistin U12 Juniorinnen), Felix Steen (Bielefelder TTC/Sieger U16 Junioren), Michelle Heid (TC Herford/Finalsitin U14 Juniorinnen), Marc Majdandzic (Sieger U12 Junioren/Oeynhausener Tc), Jim Walder (Finalist U16 Junioren/Hagener TC Blau-Gold), Maximilian Greshake (TC Blau-Gold Arnsberg/Finalist U12 Junioren), WTV-Präsident Robert Hampe und Margrit Ehritt, langjährige Bezirksjugendwartin und jetziges Bezirksehrenmitglied des Bezirks Ruhr-Lippe

Die Doppel-Endspiele in der Übersicht

U12 Junioren: Maximilan Greshake (TC Blau-Gold Arnsberg)/Jona Henze (TC Rietberg) - Konstantin Bennemann (TSC Hansa Dortmund)/Marc Majdandzic (Oeynhausener TC) 7:6; 7:6
U12 Juniorinnen: Lelanie Hillebrand (TC Milstenau)/Louisa Völz (TC Blau-Weiß Werne) - Emma Rehermann (Tennisclub Gehrden 1974)/Jasmina Abdou (Tennispark Bielefeld) 6:4, 6:1

U14 Junioren: Robert Tschudow (TC Rot-Weiß Geseke)/Jannis Jung (Tennispark Versmold) - Tobias Berning (TC Rot-Weiß Hagen)/Ben Pfeiffer (Lüdenscheider TV 1899) 6:4 3:6 10:8
U14 Juniorinnen: Rieke Gillar (TC Blau-Weiss Halle)/Leonie Hoppe (TC Herford) - Maja Jung (Tennispark Versmold)/Michelle Heid (TC Herford) 6:4, 6:4

U16 Junioren: Sean Lange (TC Emschertal)/Linus Horn (TC Rot-Weiß Waltrop) - Jim Walder (Hagener TC Blau-Gold) /Maximilian Kamp (TC Iserlohn) 6:4 1:6 10:2
U16 Juniorinnen: Anne Elisa Zorn (TuS Ickern)/Lina Kötterheinrich (TC Deuten) - Vivien Sandberg (TV Grün-Gold Gronau)/Jaqueline Krümpelmann (TSV Westfalia 06 Westerkappeln) 7:6 6:4

U18 Junioren: Fynn Künkler (SuS Bielefeld)/Moritz Ritter (TC Grävingholz) - Ruben Angrick (Dorstener TC)/Maxim Kirsch (TC Rot-Weiß Geseke) 6:2 6:2
U18 Juniorinnen: Hanna Lehmann (TC Grün-Weiß Herne)/Ann-Kathrin Neiss (TC Herford) - Jana Hecking (Blau-Weiß Soest)/Martina Navratilova (TC Grün-Weiß Silschede) 3:6 6:3 10:8

Zu den 56. Westfälischen Jugendmeisterschaften

 

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