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17. Ritzenhoff Open powered by Sport Scholarship: Lennart Zynga (Blau-Weiss Halle) bucht dritten Titelgewinn in Folge

17. Ritzenhoff Open powered by Sport Scholarship: Lennart Zynga (Blau-Weiss Halle) bucht dritten Titelgewinn in Folge

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Vielfach ist es ja nicht so, dass die Endspiele das beste Tennis des jeweiligen Turniers zeigen, bei den 17. Ritzenhoff Open powered by Sport Scholarship war dies aber so. „Das war großartiger Tennissport“, so Turnierleiter Thorsten Liebich, „und dafür ein herzliches Dankeschön an alle Finalisten.“ Das mit 3.000 Euro Preisgeld dotierte Damen- und Herren-Turnier beim TC Blau-Weiss Halle stand zudem im Zeichen der clubangehörigen Spielerinnen und Spieler. So gewann Lennart Zynga die A-Konkurrenz und Johannes Kolowrat mit 7:6, 6:2 die Nebenrunde gegen Jason Köning von der TSG Herford . Bei den Damen gewann die für den TC BASF Ludwigshafen spielende Nora Niedmers (DTB-Rangliste 37) das Turnier mit einem finalen Dreisatzsieg gegen Derya Turhan (Blau-Weiss Halle) und in der Nebenrunde kam Lina Kötterheinrich (TC Deuten) zum Erfolg. Sie gewann mit 6:2, 6:1 das Endspiel glatt in zwei Sätzen gegen die für den gastgebenden Club spielende Lisa Staubach.


Von den DTB-Ranglistenplätzen her betrachtet war der Damen-Wettbewerb mit drei Top 100 Spielerinnen des nationalen Rankings bestens besetzt und hinter der topplatzierten Nora Niedmers folgten Julia Mittendorf (TV Visbek/DTB 59) und die Hamburgerin Alice Violet vom Uhlenhorster Hockey-Club. Leider konnte das aus dem niedersächsischen Vechta stammende 15-jährige nationale Nachwuchstalent Middendorf aus verletzungsgründen nicht antreten. Die dadurch bedingte Abwesenheit der Titelverteidigerin machte demzufolge den Weg für die 23-jährige Nora Niedmers frei, die direkt von einem ITF-Turnier im tunesischen Monastir in die Lindenstadt gekommen war.

Als Nummer eins der Setzliste absolvierte sie einen souveränen Weg durch die Konkurrenz und besiegte auf ihrem Weg ins Finale unter anderem im Viertelfinale die an Nummer fünf gesetzte Tabea Dembeck (Bielefelder TTC) mit 6:3, 6:1 und in der Vorschlussrunde Tanja Klee (Blau-Weiss Halle) mit 6:3, 6:2. „Tanja hat ein richtig gutes Turnier gespielt“, lobte Liebich die Haller Verbandsligaspielerin, denn die hatte zuvor mit Siegen gegen die zweifache Westfalenmeisterin Pauline Hirt (TC Deuten) und ihrer Teamkollegin Lisa Halfmann sportlich überraschen können. Nach dem Julia Mitteldorf als Nummer zwei ausgefallen war, hatte die an drei gesetzte Ahrensburgerin Alice Violet die Favoritenbürde inne. Doch die 22-jährige Norddeutsche scheiterte im Halbfinale an Derya Turhan, die sich in bester spielerischer Verfassung präsentierte.

Die 25-jährige Haller Regionalliga-Spielerin, die eine Zeitlang in den USA in West Viginia an der Marshall University studiert und trainiert hat, bot ihr bestes Tennis. Ungeschlagen in der Regionalliga und in dieser Saison bereits schon mehrfache Turniersiegerin, kam sie ohne Satzverlust ins Finale und gewann im Halbfinale überzeugend mit 6:2, 6:1 das Duell gegen Violet. Zunächst schien es auch so als könne sie Niedmers bezwingen, denn erste Satz ging an Turhan.

Allerdings setzte sich mit zunehmender Matchdauer das kraftvollere Spiel der Ludwigshafener Bundesligaspielerin durch, die dann in den langen Grundlinienduellen die Übersicht behielt. Der Lohn war mit 3:6, 6:3, 6:2 der Titelgewinn sowie 500 Euro Preisgeld und für Derya Turhan blieben 300 Euro Trostpreis übrig und viel Lob für ihr couragiertes Auftreten.


Für Lennart Zynga, dem 26-jährige Trainer des Gerry Weber-BreakPoint-Teams, war es bereits der dritte Ritzenhoff-Open-Sieg in Folge. Dabei war sein Start beim letzten Sandplatzturnier der Saison alles andere als einfach. Er hatte nämlich zu Beginn der Turnierwoche den Haller-Bundesligaprofi Nikolasz Basilashvili (ATP 31), der im Juli die German Open in Hamburg gewinnen konnte, als Trainingspartner auf Hardcourt in der Halle zur Verfügung gestanden. „Im Anfang war es auf Grund der Umstellung nicht so einfach“, meine Zynga, doch ab dem Halbfinale lief es besser.“ In diesem besiegte er den für den Zweitligisten TuS Sennelager spielenden 23-jährigen Mexikaner Carlos Ramierz Utermann in überzeugender Manier mit 6:2, 6:1.

Im Endspiel traf Zynga nicht auf seinen an Nummer zwei gesetzten Teamkollegen Christopher Koderisch, denn der musste wegen einer Erkältung im Viertelfinale gegen Tim Riedel (TEVC Kronberg) aufgeben. Aber auch der Hesse kam nicht weiter, denn den Einzug ins Finale verwehrte ihm der Herforder Lars Hoischen. Der 21-jährige Vize-Westfalenmeister gewann locker mit 6:1, 6:0 das Duell und traf nun auf den topgesetzten und routiniert aufspielenden Zynga. Dieses Duell war sehenswert und von ungeheurer Schnelligkeit geprägt. Dabei war der Titelverteidiger in den langen Grundlinienduellen immer einen Tick besser, obwohl Hoischen lange Zeit die Partie offen halten konnte. Letztlich setzte sich mit 6:3, 6:3 der Haller Dauersieger abermals durch und meinte nach der Aushändigung des 500 Euro Siegerschecks: „Auch damit kann ich zufrieden sein.“

Zu den 17. Ritzenhoff Open powered by Sport Scholarship

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