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1. Tennis-Point Bundesliga: Blau-Weiss Halle startet mit verjüngtem GERRY WEBER Team in die Saison

1. Tennis-Point Bundesliga: Blau-Weiss Halle startet mit verjüngtem GERRY WEBER Team in die Saison

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Kaum sind die 24. GERRY WEBER OPEN in HalleWestfalen erfolgreich beendet, steht für die Ostwestfalen mit der 1. Tennis-Point Bundesliga Herren das nächste Highlight an. Der vierfache deutsche Meister TC Blau-Weiss Halle startet am kommenden Sonntag (03. Juli) in seine 19. Bundesliga-Saison und Teamchef Thorsten Liebich formuliert das Saisonziel des Titelverteidigers mit „so lange wie möglich oben mitspielen“.
 
Liebich erwartet von seinem GERRY WEBER Team jedoch nicht die abermalige Meisterschaft, denn „die Liga hat in diesem Jahr einige ambitionierte Mannschaften. Daher erwarte ich einen spannenden Ligabetrieb mit vielen interessanten Matches.“ Nach Einschätzung von Thorsten Liebich sind neben den Traditionsclubs Grün-Weiss Mannheim, Allpresan Rochusclub Düsseldorf und Kurhaus Lambertz Aachen Teams wie Badwerk Gladbacher HTC, Deutsche Öl und Gas Rot-Weiss Köln und Blau-Weiß Krefeld spielstarke Mannschaften für das obere Tabellendrittel.“
 
Die steigenden Ansprüche zeigten sich zuletzt an der zunehmenden Vermarktung der einzelnen Clubs. So haben vier der insgesamt zehn Bundesliga-Mannschaften ihre Vereinsnamen mit Sponsoren-Nennungen erweitert. Kurhaus Aachen mit dem Printen-Hersteller >Lambertz<, Gladbach mit >Badwerk<, dem Sanitärausstatter für Bäder, und neu in dieser Saison auch Düsseldorf und Köln. Der Rochusclub ist mit dem Kosmetik-Unternehmen >Allpresan< aus Greven eine Partnerschaft eingegangen, die Domstädter mit dem in Alaska tätigen Gasbohrer >Deutsche Öl und Gas<. Auch Blau-Weiss Halle nutzt seine Vermarktungsmöglichkeiten, ohne die es schwierig wäre, die sportlichen Ziele aufrechtzuerhalten. Zwar bleibt es beim Namen Blau-Weiss, doch das Team trägt den Namen des Modekonzerns GERRY WEBER. Zudem sind zwei von drei Bundesliga-Courts auf der TC-Anlage an der Weststraße in >GERRY WEBER Court< beziehungsweise >IFS Court< umbenannt worden. Das schwedische Unternehmen IFS ist weltweit führender Anbieter von Business-Software.
 
Im Hinblick auf die beginnende Saison hat das GERRY WEBER Team einen personellen Umbruch eingeleitet. Folglich haben der Franzose Pierre Hugues-Herbert und das spanische Trio Javier Marti, Ruben Ramirez Hidalgo (jetzt Blau-Weis Krefeld) sowie Daniel Gimeno-Traver (jetzt Badwerk Gladbacher HTC) den Verein verlassen. Zu den Neuzugängen gehören neben dem Österreicher Pascal Brunner (TC Amberg am Schanzl), Ante Pavic (TV Rüsselsheim-Hassloch) aus Kroatien, auch der 21-jährige Jannik Rother (2. Mannschaft Blau-Weiss Halle), die 17-jährige Nachwuchshoffnung Mikael Ymer aus Schweden sowie der drei Jahre ältere Johannes Härteis (1. FC Nürnberg) - allesamt junge Talente, die die blau-weisse Mannschaft künftig prägen sollen.
 
Angeführt wird die Mannschaft allerdings weiterhin von den spielstarken  Profis um den Niederländer Robin Haase und Jan-Lennard Struff. Trotz seines Abschieds von der ATP-Tour gehört auch der Finne Jarkko Nieminen zur Formation. „Um Jarkko mache ich mir keine Sorgen“, sagt Thorsten Liebich, „der ist trotz seines Karriereendes auf der Tour immer noch im Training und bereitet sich optimal vor. Er lässt nichts schleifen.“
 
Demzufolge sind die Ostwestfalen davon überzeugt, dass sie eine gute Mannschaft aufbieten werden. „Allerdings wissen wir heute noch nicht, wie die Planungen im Hinblick auf das Tennisturnier bei den Olympischen Spielen aussehen werden“, ergänzt Halles Teamchef.
 
Klarheit besteht allerdings für die Haller in punkto der Top 30-Regelung für Bundesliga-Profis, die davon nicht betroffen sind. Spieler, die zum Ende des vergangenen Jahres unter den ersten 30 der ATP-Weltrangliste platziert waren, dürfen bei stattfindenden ATP 500er- bzw. 1.000er-Events nicht eingesetzt werden. Dies gilt für die Turniere in Hamburg, Washington und Toronto und betroffen davon sind Dominic Thiem (Grün-Weiss Mannheim), Benoit Paire, Andreas Seppi (beide Deutsche Öl und Gas Köln) sowie Roberto Bautista Agut von Kurhaus Lambertz Aachen.


Wie erfolgreich die Saison verlaufen wird, hängt nach Aussage von Thorsten Liebich von dem Verlauf der ersten beiden Spieltage ab. Zum Saisonauftakt muss das GERRY WEBER Team des TC Blau-Weiss Halle in die Landeshauptstadt nach Düsseldorf an den Rolander Weg reisen, zum Auswärtsduell beim Allpresan Rochusclub. Die haben zwar den deutschen Shootingstar Alexander >Sascha< Zverev gemeldet, doch der schlägt derzeit bekanntlich in Wimbledon auf. Wer letztlich antreten wird, dies gilt für die Rheinländer genauso wie für die Ostwestfalen, hängt vom traditionsreichen Grand Slam-Turnier an der Londoner Church Road ab. „Das ist ein harter Test zum Saisonstart. Trotz Wimbledon werden die Düsseldorfer in ihren Heimspielen vor immer großer Kulisse eine spielstarke Mannschaft aufbieten“, gibt Thorsten Liebich einen Ausblick auf den kommenden Sonntag mit Spielbeginn 11.00 Uhr.
 
Als Nummer eins werden die Haller am Sonntag den Niederländer Robin Haase (ATP 98) aufbieten, der nach seiner Niederlage in Wimbledon gegen den 23-jähirgen US-Amerikaner Jack Sock (ATP 26), sein Kommen zugesagt hat. Des Weiteren sind Daniel Munoz-de la Nava (ATP 135), der 22-jährige Österreicher Dennis Novak (ATP 196), der finnische Routinier Jarkko Nieminen und Tim Pütz aufgeboten. Gehofft wird noch auf Jan-Lennard Struff (ATP 86), der zwar in Wimbledon im Einzel ausgeschieden ist, aber mit Dustin Brown die Doppelkonkurrenz bestreitet. Und da der Deutsch-Jamaikaner zudem noch im Mixed vertreten ist, könnte es am Ende für Struff zeitlich eng werden!
 
Aufgebot Blau-Weiss Halle: 1. Robin Haase (ATP 82/Niederlande), 2. Jan-Lennard Struff (ATP 89/Deutschland), 3. Daniel Munoz-de la Nava (ATP 102/Spanien), 4. Simone Bolelli (ATP 133/Italien), 5. Dennis Novak (ATP 220/Österreich), 6. Aslan Karatsev (ATP 257/Russland), 7. Tim Pütz (ATP 344/Deutschland), 8. Pascal Brunner (ATP 365/Österreich), 9. Ante Pavic (ATP 388/Kroatien), 10. Jarkko Nieminen (ATP 405/Finnland), 11. Mikael Ymer (ATP 726/Schweden), 12. Johannes Härteis (ATP 708/Deutschland), 13. Lennart Zynga (ATP 1406/Deutschland), 14. Jannik Rother (DTB 82/Deutschland), 15. Christopher Koderisch (DTB 89/Deutschland), 16. Marek Flinner (DTB 461/Deutschland). (Stand ATP-Ranking, drei Wochen vor Spielbeginn: 06. Juni 2016)
 
Spieltage Blau-Weiss Halle: 03. Juli (Sonntag): Allpresan Rochusclub Düsseldorf (Auswärts); 08. Juli (Freitag): Blau-Weiss Neuss (Heimspiel); 10. Juli (Sonntag): Blau-Weiß Krefeld (Auswärts); 17. Juli (Sonntag): TC Bruckmühl-Feldkirchen (Heimspiel); 24. Juli (Sonntag): Deutsche Öl und Gas Rot-Weiss Köln (Heimspiel); 29. Juli (Freitag): Badwerk Gladbacher HTC (Heimspiel); 31. Juli (Sonntag): Kurhaus Lambertz Aachen (Auswärts); 07. August (Sonntag): Blau-Weiss Aachen (Heimspiel); 14. August (Sonntag) Grün-Weiss Mannheim (Auswärts).

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1. Tennis-Point Bundesliga wird Partner von Rollstuhltennis

Genau vor einem Jahr haben sich die Mannschaften der 1. Tennis-Point Bundesliga zum Rollstuhltennis bekannt. Was folgte, waren zahlreiche Aktionen zur Unterstützung der deutschen Athleten auf dem Weg zu den Paralympics. Dieses Engagement wollen die Erstligisten nun fortsetzen – und das über Rio hinaus. Mit Start der neuen Saison am 3. Juli ist die 1. Tennis-Point Bundesliga offizieller Partner des deutschen Rollstuhltennis.

„Im letzten Jahr haben wir bei einem unserer Heimspiele das Rollstuhltennis unseren Zuschauern präsentiert. Alle waren begeistert und wir konnten innerhalb unseres Vereins zahlreiche Freunde und Förderer für das Rollstuhltennis gewinnen“, so Henrik Schmidt vom Badwerk Gladbacher HTC. „Ich bin stolz darauf, dass sich nun alle Teams der 1. Tennis-Point Bundesliga der Herren als offizielle Unterstützer einbringen werden. Ab dieser Saison ist die gesamte Liga eine Marketingplattform für das deutsche Rollstuhltennis.“

Der Teamchef des Clubs vom Niederrhein hatte im letzten Jahr gemeinsam mit DTB-Vizepräsident Dirk Hordorff die Initiative zugunsten des Rollstuhltennis ins Leben gerufen. “Für den DTB war das Zeichen der 1. Tennis-Point Bundesliga im Hinblick auf die Integration des Rollstuhltennis unerhört wichtig. Wir werden die generierten Spendengelder sehr sorgsam einsetzen. Zunächst natürlich im Hinblick auf die Paralympics in Rio und anschließend ganz gezielt für Trainings- und Turnierwochen“, so Hordorff.

Bundestrainer Christoph Müller: „Es ist ein großartiges Signal, dass wir von der 1. Tennis-Point Bundesliga diese öffentliche Plattform geboten bekommen. Im Rahmen von
hochklassigen Begegnungen können wir den Zuschauern Rollstuhltennis näherbringen und zeigen, was unsere Sportler leisten. Dafür ein herzliches Dankeschön an Dirk Hordorff, Henrik Schmidt und an alle Verantwortlichen aus den beteiligten Vereinen.“

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