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1. Kamen Open: Topgesetzter Marc Sieber einziger Deutscher im Halbfinale

1. Kamen Open: Topgesetzter Marc Sieber einziger Deutscher im Halbfinale

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Fünf 10.000-US-Dollar-ITF-Turniere konnte Marc Sieber (ATP 317/Bremerhavener TV v. 1905) in diesem Jahr schon gewinnen – und zwar allesamt im türkischen Antalya auf Hartcourt. Die Folge: Sieber steht mit 28 Jahren so hoch in der ATP-Weltrangliste wie noch nie. Bei den 1. Kamen Open, den Internationalen Westfälischen Tennismeisterschaften der Herren, könnte er seiner Sammlung einen weiteren Titel hinzufügen – diesmal auf Sand. Noch ist er allerdings zwei Siege davon entfernt, präsentierte sich aber in Kamen bisher sehr souverän und steht ohne Satzverlust im Halbfinale. Genau wie sein dortiger Gegner, der an sechs gesetzte Franzose Antoine Hoang (ATP 580), der im Achtelfinale Philipp Scholz (ATP 1691/Tennispark Versmold) ausgeschaltet hatte und am Freitag einen 6:3, 6:4-Erfolg gegen den 20-jährigen Sebastian Prechtel (ATP 1101/TSV 1880 Starnberg) nachlegte. Sieber hatte sich im Viertelfinale mit 6:3, 7:5 gegen den 20-jährigen Johannes Härteis (TC Blau-Weiss Halle/ATP 708) durchgesetzt.

Sieber und Hoang spielen das erste Mal gegeneinander. Auch der Franzose konnte in diesem Jahr schon einen einen Titel auf der ITF Tour holen, und zwar bei einem 10.000er auf Sand im tunesischen Hammamet. Beide haben eine 8:2-Bilanz auf Asche in den vergangenen zehn Matches. Das erste Halbfinale verspricht also eine sehr ausgeglichene und damit spannende Partie zu werden.

Im zweiten Halbfinale stehen sich der an fünf gesetzte Pole Marcin Gawron (ATP 564/Gladbacher HTC) und der an zwei gesetzte Belgier Christopher Heyman (ATP 328/Solinger TC) gegenüber. Gawron musste in seinem Viertelfinale gegen den 23-jährigen Deutschen Pascal Meis (ATP 677/TC Wolfsberg Pforzheim) lange kämpfen, bis der 5:7, 6:4, 7:5-Sieg feststand. Im zweiten Satz hatte Meis bereits mit 3:1 geführt, als der Pole das Blatt noch einmal drehen konnte. Es war das erste Mal überhaupt, dass es Gawron gelang, nach einem Satzrückstand das Match noch zu gewinnen. Ein Schlüssel für seinen Erfolg gegen Meis war sicher die hervorragende Chancenverwertung: Von sieben möglichen Breaks schaffte er sechs.

Gegen die Nummer zwei der Setzliste, Heyman, dürfte dies wahrscheinlich schwieriger werden. Der Belgier präsentiert sich in diesem Jahr in Topform mit bisher drei Titeln auf der ITF Tour und seinem bisher besten Karriereranking, in Kamen allerdings musste er bisher in zwei Matches über die volle Distanz gehen, darunter in Runde eins gegen Marvin Netuschil (ATP 621/Tennispark Versmold), einem der besten Matches des gesamten Turnierverlaufs bisher. In der Runde der letzten Acht benötigte er beim 7:6(3), 6:3 gegen den 25-jährigen Jonas Lütjen (ATP 620/TTK Sachsenwald) zwar nur zwei Sätze, stand aber dafür auch fast zwei Stunden auf dem Platz. Gawron dagegen konnte seine ersten beiden Runden klar in zwei Sätzen für sich entscheiden. Für das erste Aufeinandertreffen könnte die bisherige Spieldauer der beiden ein Schlüssel sein, allerdings hat der Belgier Heyman bisher bewiesen, wie gut er sich in brenzligen Situationen aus der Affäre ziehen kann und dass ihm so schnell nicht die Puste ausgeht. Zudem konnte sich der an zwei Gesetzte in den entscheidenden Situationen bisher immer auf sein Service verlassen, hatte gegen Jonas Lütjen im gesamten Spielverlauf nur zwei Breakbälle gegen sich, die er erfolgreich abwehren konnte.

Doppel: Endspiel Mousley/Puodziunas vs. Härteis/Wagner
Im Einzel-Halbfinale sind die gesetzten Spieler unter sich, genauso wie im Doppel-Endspiel am Samstag (ab 14.30 Uhr), wo sich die beiden topgesetzten Teams gegenüberstehen: Die Australier Bradley Mousley und Scott Puodziunas treffen auf die an zwei gesetzte deutsche Paarung Johannes Härteis (TC Blau-Weiss Halle) und Hannes Wagner (TC Ismaning), die am Freitag den Finaleinzug perfekt machte. Sie schlugen die an vier gesetzten Ungarn Gabor Borsos und Adam Kellner mit 7:6(3), 2:6, 12:10. Halles Neuzugang Johannes Härteis war der einzige Spieler, der am Freitag in beiden Konkurrenzen noch im Rennen war. Nachdem er sich gegen Marc Sieber in zwei Sätzen geben musste, hängte er im Doppel noch einmal zwei Sätze und den Matchtiebreak dran – am Ende hat sich diese Anstrengung für ihn aber gelohnt.

Beide Einzel-Halbfinals sowie Doppel-Endspiel am Samstag (2. Juli)
Den Anfang am Samstag machen die beiden Einzel-Halbfinals, die ab 11 Uhr angesetzt sind. Ab 14.30 Uhr ist das Doppel-Endspiel terminiert, im Anschluss daran die Siegerehrung.

Der Finalsonntag startet dann um 10 Uhr mit einem „Westfälischen Frühstück“, bevor um 11 Uhr das Einzel-Endspiel, der Höhepunkt der 1. Kamen Open, beginnt. Danach findet die Siegerehrung statt.

Für weitere Informationen stehen vor Ort Desirée Leupold und Corina Scholten am so genannten Player`s Desk zur Verfügung. Dieser ist telefonisch unter 0151/22660630 zu erreichen.

Spielplan 1. Kamen Open (2. Juli 2016) 

Hauptfeld Einzel 

Hauptfeld Doppel

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