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39. Westfälische Tennis-Hallenmeisterschaften in Werne: Hirt löst Puppendahl als jüngste Siegerin ab, Willems siegt zum Ersten, Thivessen gewinnt Marathonmatch

39. Westfälische Tennis-Hallenmeisterschaften in Werne: Hirt löst Puppendahl als jüngste Siegerin ab, Willems siegt zum Ersten, Thivessen gewinnt Marathonmatch

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Damen, Herren, Seniorinnen und Senioren haben in diesem Jahr ihre Westfalenmeisterschaften gemeinsam an einem Termin ausgetragen, neun Tage dauerte diese Mammutveranstaltung, am Sonntag des zweiten Turnierwochenendes wurden dann in der  SportAlm des TC Blau-Weiß Werne 13 Titel vergeben, die meisten Endspiele waren eine recht deutliche Angelegenheit - eine große Ausnahme bildete hier das Herren 30-Finale mit Lokalmatador Andreas Thivessen, dem besonders viele Zuschauer beiwohnten. "Das war schon ein richtiges Großevent, das man erst einmal stemmen muss. Mein Dank gilt hier der Turnierleitung, dem gesamten Team in der SportAlm sowie den Schiedsrichtern. Wir werden nun im Nachhinein alles analysieren und dann entscheiden, ob wir das Ganze im kommenden Jahr so wiederholen", erklärte WTV-Präsident Robert Hampe im Rahmen der Siegerehrung.

Bei den Damen löste die erst 15-jährige Pauline Hirt Linda Puppendahl (beide TC Deuten) als jüngste Turniersiegerin ab. Im vergangenen Jahr war Hirt Puppendahl noch im Endspiel unterlegen, in diesem Jahr schaffte sie erneut den Sprung ins Endspiel und bezwang dort die topgesetzte Franziska Kommer (TC Blau-Weiss Halle) mit 6:2, 7:5. Am Samstag hatte Hirt in einer Neuauflage des Vorjahresfinales ihre Teamkollegin Linda Puppendahl etwas überraschend mit 6:2, 6:3 besiegt, dann im Halbfinale mit Deborah Muratovic eine weitere Mannschaftskollegin mit 6:0, 6:4 in die Schranken gewiesen und war damit ohne Satzverlust ins Endspiel eingezogen. Und auch dort behielt sie ihre "weiße Weste". Ihre Endspielgegnerin Franziska Kommer hatte bis zum Halbfinale überhaupt keine Mühe im Turnier gehabt, hatte dann aber gegen die an drei gesetzte Manon Kruse (TC Union Münster) beim 3:6, 6:2, 6:3 über die volle Distanz gehen müssen und fand dann im Endspiel in Hirt ihre Meisterin. WTV-Verbandstrainer war sehr stolz auf seinen Schützling: "Das hat sie sehr gut gemacht." Hirt selbst rang dagegen nach ihrem Turniererfolg mit den Worten, konnte gar nicht so recht glauben, dass sie nun Westfalenmeisterin bei den Damen ist: "Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll", so Hirt.

Wie Hirt konnte bei den Herren mit Johann Willems (Tennispark Versmold) einen Premierensieg feiern. Der für Versmold aufschlagene Leverkusener siegte wie Hirt ohne Satzverlust, im Endspiel ließ er dem an vier gesetzten Jordi Walder (TC Iserlohn) beim 6:1, 6:4 keine Chance. Den Frust darüber ließ der Iserlohner zwischenzeitlich an einer Zuschauerbank aus - genutzt hat dieser Wutausbruch nicht viel, Willems zog seinen Stiefel durch, auch wenn der zweite Satz deutlich enger war als der erste, aber ein Break reichte Willems letzten Endes. Im Halbfinale hatte Willems Qualifikant David-Chaplefeh Forchap (TC Blau-Weiss Harpen) mit 6:4, 6:4 besiegt, Walder hatte gegen den an zwei gesetzten Christopher Koderisch (TC Blau-Weiss Halle) mit 6:2, 2:1 geführt, als dieser aufgeben musste.


Pauline Hirt (TC Deuten), Johann Willems (Tennispark Versmold/Mitte) und Andreas Thivessen (TC Blau-Weiss Werne) heißen die Sieger bei den Damen, Herren und Herren 30 Bilder: Christoph Volkmer)

Herren 30: Lokalmatador Thivessen siegt erneut - muss aber über die volle Distanz gehen
Bei den Herren 30 hat Andreas Thivessen seinen Titel erfolgreich verteidigt. Ganz so leicht wie in den Vorjahren wurde es dem Lokalmatador in diesem Jahr allerdings nicht gemacht - im Gegenteil. Andres Chernin (THC Münster) verlangte Thivessen alles ab, die beiden lieferten sich über 2 Stunden und 46 Minuten einen tollen Schlagabtausch, in dem sich am Ende schließlich doch der Favorit mit 3:6, 6:4, 6:3 durchsetzte und seinen zweiten Matchball verwandelte, den ersten hatte er beim Stand von 5:2 im dritten Satz gehabt. Im Halbfinale hatte Thivessen Bastian Beck (Dorstener TC) mit 6:2, 6:1 in die Schranken gewiesen, genauso wenig Mühe hatte Andres Chernin (THC Münster) beim 6:1, 6:2-Erfolg gegen den an zwei gesetzten Oliver Manz (TC Rot-Weiß Schwerte) gehabt. 

Herren 40: Björn Berg (TC Grün-Weiß Paderborn) löst von Michael Thiemann vom SV 91 Münster ab
Titelverteidiger Michael Thiemann vom SV 91 Münster war im Halbfinale ausgeschieden, er unterlag Björn Berg vom TC Grün-Weiß Paderborn mit 4:6, 2:6, der sich dann einen Tag später auch den Westfalenmeistertitel bei den Herren 40 sicherte. Bergs Finalgegner Sebastian Groß (THC Münster) musste beim Stand von 1:6, 0:1 aufgeben. Der Münsteraner hatte am Samstag noch den topgesetzten Iwo Rhomberg (VfL Kamen) mit 6:1, 6:4 aus dem Turnier geworfen. Die vielen Matches waren in Folge waren dann aber wohl eine zu große Belastung für sein Knie, das er erst vor zwei Wochen hatte operieren lassen müssen.

Herren 45: Jelitto ohne Mühe zum Titel
Das letzte Match des Tages war das Endspiel der Herren 45 und ging schnell über die Bühne: Zwar standen sich dort mit Horst-Hagen Jelitto (THC Münster) und Andre Kropp vom TC 22 Rheine die beiden topgesetzten Spieler gegenüber, eine ausgeglichene Partie war das Ganze trotzdem nicht. Jelitto siegte mit 6:2, 6:3 und blieb damit im gesamten Turnierverlauf ohne Satzverlust. Im Halbfinale hatte er sich im Duell zweier Teamkollegen mit 6:2, 7:6 gegen Mathias Bieling durchgesetzt, Markus Bargel (TC Kirchhörde) hatte dagegen denkbar knapp mit 7:6, 3:6, 6:10 gegen Kropp den Kürzeren gezogen.


Holten sich die Westfalenmeistertitel bei den Herren beziehungsweise Senioren - hier mit WTV-Präsident Robert Hampe (2.v.l.): Peter Keßner (Sieger Herren 55), Werner Lieder (Herren 65), Volker Brinkhoff (Herren 60), Björn Berg (Herren 40), Horst-Hagen Jelitto (Herren 45), Klaus Schneider (Herren 70), Lutz Rethfeld (Herren 50), Andreas Thivessen (Herren 30) und Johann Willems (Herren) Bild: hofmedia

Herren 50: Rethfeld setzt sich locker im THC-Vereinsduell durch
Auch bei den Herren 50 hatten sich zwei Mannschaftskollegen gegenüberstanden und auch dieses Match war eine klare Angelegenheit: Dort musste sich der topgesetzte Titelverteidiger Torsten Lubeseder Lutz Rethfeld (beide THC Münster) mit 1:6, 2:6 geschlagen geben. Lubeseder hatte im Halbfinale Hallen-Chef Detlef Roth (TuS 59 Hamm) mit 6:4, 6:4 bezwungen, Rethfeld siegte mit 6:3, 6:1 gegen den an zwei gesetzten Ralph Sonderhüsken (TuS 59 Hamm). 

Herren 55: Peter Keßner (TuS 59 Hamm) holt sich wie im Sommer den Titel
Peter Keßner (TuS 59 Hamm) hatte sich bereits im Sommer in Buer den Westfalenmeistertitel als Ungesetzter geholt und machte nun dort weiter, wo er damals aufgehört hatte. Im Viertelfinale warf er den topgesetzten Holger Drewes (THC Münster) aus dem Turnier und legte dann im Halbfinale gegen Klaus Thiele (TC Rot-Weiß Stiepel) nach und besiegte am Sonntag Martin Venker (TuS Westfalia Vorhelm) mit 6:4, 6:1, Venker hatte im Halbfinale Rainer Hampel (TC Grün-Weiß Herne) mit 6:2, 6:1 besiegt.

Herren 60: Brinkhoff siegt deutlich im Duell zweier Vereinskollegen 
Bei den Herren 60 hatte sich der topgesetzte Thomas Profazi (TC St. Mauritz) in der Vorschlussrunde Volker Brinkhoff vom TC Blau-Weiß Castrop 06 mit 2:6, 0:6 geschlagen geben müssen, der sich dann wenig später auch den Titel sicherte. Im Endspiel schlug er seinen Teamkollegen Dieter Düwel mit 6:1, 6:0. Düwel hatte im Halbfinale Josef Stork vom TV Erwitte mit mit 6:3, 3:6, 10:7 in die Knie gezwungen. Stork war der einzige ungesetzte Spieler, der den Sprung ins Halbfinale geschafft hatte.

Herren 65: Werner Lieder besiegt Wilfried Klauer im Finale
Bei den Herren 65 hatte WTV-Präsident Robert Hampe (HTC Hamm) denkbar knapp den Einzug unter die letzten Vier verpasst. Er musste sich dem topgesetzten Reinhard Wilhelmer (TC St. Mauritz) mit 5:7, 6:3, 8:10 geschlagen geben. Wilhelmers nächste Partie gegen Wilfried Klauer (TC Schwarz-Gelb Hagen) war erneut ein Match auf Messers Schneide, diesmal mit dem besseren Ende für Wilhelmers Gegner. Klauer behielt am Ende mit 7:6, 3:6, 10:8 die Oberhand. Im zweiten, ebenfalls umkämpften Halbfinale setzte sich der an zwei gesetzte Gütersloher Werner Lieder mit 4:6, 6:2, 10:5 gegen den vier gesetzte Antonius Warmeling (TC Schwarz-Gelb Hagen) durch. So eng die Viertel- und Halbfinal-Partien bei den Herren 65 waren, so deutlich war im Gegensatz dazu das Endspiel: Dort setzte sich Werner Lieder mit 6:3, 6:2 gegen Wilfried Klauer durch.

Herren 70: Seriensieger Klaus Schneider zum nächsten Titel
Bei den Herren 70 hattn Ulrich Viefhaus (TC Grün-Weiß Frohlinde) und Wilfried Kiwall (TG Gahmen) sowie Klaus Schneider (TC Brackwede) und Rudolf Perplies (TV Espelkamp-Mittwald) um den Einzug ins Finale gespielt. Dort konnten sich Kiwall und Schneider durchsetzen, die dann im Endspiel aufeinandertrafen. Klaus Schneider hat schon etliche Westfalenmeistertitel in diversen Altersklassen geholt und auch dieses Mal stand er ganz oben auf dem Treppchen. Beim 6:1, 6:0-Erfolg ließ er seinem Kontrahenten gerade einmal ein Spiel.


Damen unter sich: (v.l.) Natalja Harina-Beckmann (Siegerin Damen 50), Pauline Hirt (Siegerin Damen), Maike Sybrecht (Siegerin Damen 40) und Gertrud Potocnik-Hoffman (Siegerin Damen 60) Bild: hofmedia

Damen 40: Maike Sybrecht siegt kampflos - Nina Roth muss erkrankt passen
Bei den Damen 40 hatte anfangs alles nach einer Neuauflage des Finales aus dem Sommer ausgesehen. Maike Sybrecht (TC Bockum-Hövel) hatte sich dann aber als Spielverderber erwiesen und die topgesetzte Sonja Vogt (TC Eintracht Dortmund) im Halbfinale mit 6:4, 6:1 aus dem Turnier geworfen und war damit ins Endspiel eingezogen. Sybrechts Gegnerin war Nina Roth (TuS 59 Hamm), die sich in der Vorschlussrunde im Vereinsduell mit 6:1, 6:0 gegen Martina Noldes durchgesetzt hatte. Zum Endspiel konnte Roth dann wegen eines Magen-Darm-Infektes nicht mehr antreten, somit stand Sybrecht vorzeitig als Westfalenmeisterin bei den Damen 40 fest.

Damen 50: Natalja Harina-Beckmann folgt auf Dörthe Kim
Bei den Damen 50 hatte sich Vorjahressiegerin Dörthe Kim (TC Rot-Weiß Stiepel) im Halbfinale verabschieder, sie unterlag Karin Gaudigs (TC Blau-Weiß Castrop 06) mit 4:6, 4:6. Im ersten Halbfinale hatte sich die topgesetzte Natalja Harina-Beckmann (TC Herford) ebenfalls mit 6:4, 6:4 gegen Gabi Schneider (TC Siegen) durchgesetzt. Damit standen sich am Sonntag Harina-Beckmann und Gaudigs, dort siegte die erfahrene Herforderin mit 6:3, 6:0.

Damen 60: Potocnik-Hoffmann gewinnt Finale zweier ungesetzter Spielerinnen
Bei den Damen 60 standen sich zwei ungesetzte Spielerinnen im Endspie gegenüber, dort siegte Gertrud Potocnik-Hoffmann (TC Menden) mit 6:0, 6:2 gegen Jutta Brandtmann (TC Herford). Die Herforderin hatte sich in der Vorschlussrunde mit 6:1, 6:1 gegen die topgesetzte Klara Brüning (TC Rotthausen) durchgesetzt, Potocnik-Hoffmann (TC Menden) hatte die an zwei gesetzte Birgit Bielinski (TC Grün-Weiß Silschede) mit 7:5, 6:3 in die Schranken gewiesen.
 

Damen/Herren
Seniorinnen/Senioren

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