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Abenteuer Australien für WTV-Quartett

Abenteuer Australien für WTV-Quartett

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Mit von der Partie war WTV-Vizepräsidentin Jugend, Gerti Straub, welche die Jugendlichen auf ihrem zweiwöchigen Trip nach "Down Under" begleitete. Das WTV-Team hatte sich im vergangenen Jahr die europäische IC-Meisterschaft gesichert und durfte sich in Adelaide mit fünf weiteren Teams aus Australien, den USA, Argentinien, Indien und Südafrika messen. Am Ende belegten die Deutschen den dritten Platz, zudem wurde Alex Mannopov mit dem "Sportsmanship Award" ausgezeichnet. Zur Abschlusstabelle geht es hier

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Erlebten am Rande des Finales der IC Junior Challenge in Adelaide zwei tolle Wochen in Australien: (v.l.) WTV-Vizepräsidentin Jugend, Gerti Straub, Katharina Hering, Nicolin Lücke, Noel Stassen und Alexander Mannapov

Da parallel die Turniere in Adelaide und Melbourne stattfanden, hatten Katharina, Nicolin, Noel und Alexander Gelegenheit, ein wenig Profiluft zu schnuppern. Unter anderem trafen sie auf Tommy Haas, der bei der Davis-Cup-Partie Deutschland gegen Argentinien in Bamberg vom 10. bis 12. Februar sein Comeback im deutschen Team feiert. Der Wahl-Amerikaner nahm sich sehr viel Zeit für das Quartett - er war ein äußerst beliebtes Fotomotiv. Neben Haas traf das WTV-Team auf den ukrainischen Top 20-Spieler Alexandr Dolgopolov sowie die beiden ehemaligen Weltranglisten-Ersten Patrick Rafter (Australien) und John McEnroe. McEnroe erlebte sie später auch noch bei einem Showkampf gegen den Franzosen Henri Leconte in Action. Auch bei den Australiam Open schauten sie vorbei. Dort sahen sie unter anderem ein Spiel der deutschen Spitzenspielerin Julia Görges, die später in Melbourne noch bis ins Achtelfinale vorstieß.

 

Eine Fotogalerie gibt es auf unserer Facebook-Seite

 

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Kängurus streicheln, ganz viel Tennis spielen und gucken: Nicolin L?cke und ihre Mitstreiter haben die Zeit in Australien sehr genossen

Nicolin Lücke schildert ihre persönlichen Erfahrungen:
"Am 05.01.2012 begann unsere Reise nach “Down Under” mit einem 12 stündigen Flug nach Singapur. Dort angekommen warteten noch 2 Stunden Aufenthalt auf uns, da aber der Flughafen sehr schön ist, verging die Zeit schnell und weiter ging es mit dem Flug nach Sydney. Nach 8 Stunden kamen wir auch dort an und stiegen sofort in den nächsten Flieger nach Adelaide.
Glücklich endlich angekommen zu sein, fuhren wir mit zwei Autos zu unserem Apartment und nach einem schnellen Mittagessen legten wir uns ziemlich geschafft um 17 uhr Ortszeit in unsere Betten.


Am Sonntag wachten wir um 6 Uhr auf und fuhren zur Anlage um zu trainieren. Dabei konnten wir unter anderem John McEnroe und Wawrinka bei ihrer Vorbereitung für die World Tennis Challenge beobachten. Da die Rasenplätze zuerst besetzt waren, trainierten wir auf Hardcourt, hatten aber Glück die zweite Einheit auf Rasen zu spielen. So konnten wir uns langsam an diesen Belag gewöhnen und als wir am nächsten Tag trainierten, hatten wir uns schon relativ gut eingespielt, wobei uns der Belag nicht so gut lag. An diesem Tag lernten wir die anderen 5 Teams South Africa, India, Argentina, Australia und USA kennen und beendeten schließlich mit einem gemeinsamen Pizza Essen den Tag.


Dienstag starteten dann unsere World Finals und unser erster Gegner war Indien. Mit 5:1 konnten wir diese Partie klar für uns entscheiden. Abends hatten wir Tickets für ein Cricketspiel - ein sehr beliebter Sport in Australien- in einem riesigen Stadion. Da wir die Regeln aber nicht ganz verstanden, wurde das Spiel nach einiger Zeit uninteressant und wir beschlossen nach Hause zu gehen und uns auf den nächsten Tag vorzubereiten.


Wir mussten gegen die USA spielen und auch hier waren wir mit 5:1 erfolgreich. Dieses Mal stand für den Abend die World Tennis Challenge an, an der sowohl die “Oldies” als auch aktuelle Topstars teilnahmen. So sahen wir McEnroe, Rafter, Leconte, Bahrami, Dolgopolov, Haas, Llodra und Wawrinka. In einem spannenden Doppel zwischen Bahrami/Wawrinka und Rafter/Dolgopolov wurden uns nicht nur sensationelle Ballwechsel geboten sondern auch eine Menge Spaß, so dass wir nur ungern wieder nach Hause fuhren. Am Donnerstag ging es noch vor den Spielen in einen Wildpark, in welchem wir viele einheimische Tiere sehen, streicheln und halten konnten. So gab es einen riesigen Streichelzoo mit kleinen Kängurus und die Möglichkeit einen Koala im Arm zu halten. Das war mit Sicherheit eins der Highlights während dieses Abenteuers! Mittags fuhren wir dann wieder zur Anlage und gewannen 4:2 gegen Australien.


Freitag Morgen nahmen wir an einer Aktion von Pat Cash teil und spielten gemeinsam Tennis mit Behinderten. Am Anfang war es eine merkwürdige Situation für uns, aber gegen Ende hatten wir alle unseren Spaß. Trotzdem mussten wir an diesem Tag unsere erste Niederlage in Kauf nehmen: Wir verloren mit 2:4 gegen Argentinien. Und auch am nächsten Tag mussten wir uns mit 1:5 gegen Südafrika geschlagen geben. Also belegten wir insgesamt hinter Südafrika und Argentinien den 3. Platz. Viel Zeit darüber nachzudenken blieb nicht, denn dann ging es nach Melbourne. Weitere 1,5 Stunden Flug und wir landeten in der Weltstadt. Im Hotel ließen wir mit gutem Essen, was uns auf Zimmer gebracht wurde, den Abend ausklingen und legten uns schlafen.
Um 12 Uhr war ein Mixed Turnier im berühmten Kooyong Lawn Tennis Club geplant. Vorher besuchten wir aber mit dem argentinischen Team die Melbourne City und es war auf jeden Fall die Taxikosten wert. Uns boten unendlich viele Shopping Möglichkeiten und auch die Australian Open Plakate, die überall zu sehen waren, lösten Vorfreude in uns aus. Auf der Suche nach einem Taxi, was uns zum Club bringen sollte, kamen wir ins Player’s Hotel der Stars und begegneten dort u.a. Wozniacki und Tomic.


Am Club schließlich angekommen, wenn auch leicht verspätet, packten wir unsere Sachen aus und spielten mit den anderen Teams. Endlich war der Konkurrenzkampf vorbei und wir fanden neue Freunde, machten Fotos, tauschten Nummern aus und genossen den gemeinsamen Tag. Abends fanden wir Mädels uns auf unserem Zimmer noch mal zusammen und quatschten und lachten bis in die Nacht hinein.


Montag sollte der aufregendste Tag in Melbourne werden. Der Besuch bei den Australian Open stand an und auch die Sonne gab alles. Bei 35 Grad war es zwar schon fast zu warm, aber es hielt uns natürlich nicht davon ab auf den Tribünen den gelben Bällen zu folgen. Wir mussten zwar alle 10 Minuten wieder in den Schatten, und tranken gefühlte 5 Liter Wasser, aber die Atmosphäre war dennoch atemberaubend! Nachdem wir die Außenplätze soweit gesehen hatten, kauften wir uns Karten für die Hisense Arena, da wir nur Ground Passes hatten. Dort saßen wir im kühlen Schatten und sahen Matches von Na, Schiavone und Nadal. Als wir dann noch Karten für die Rod Laver Arena bekamen und dort Federer und Wozniacki sehen konnten, war der Tag perfekt! Die Eindrücke bei diesem Event waren überwältigend und es war traurig, dass es schon so schnell vorbei war.


Am Dienstag schließlich, nach 10 Tagen Sommer, Sonne, Tennis und viel Spaß hieß es Koffer packen und Heimreise antreten. Nach langen 21 Stunden Flug landeten wir wieder im kalten Frankfurt.

Insgesamt war Australien eines der tollsten Erlebnisse, die ich in meinem bisherigen Leben machen durfte, und ich war traurig, als es vorbei war. Aber was zählt ist die Erinnerung und ich bin trotzdem froh wieder in meiner Heimat zu sein. ;)"

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