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Durchbruch für BREAKCHANCE: Rollstuhl-Tennis-Initiative von Christoph Kellermann trainiert künftig beim TuS Ickern

Durchbruch für BREAKCHANCE: Rollstuhl-Tennis-Initiative von Christoph Kellermann trainiert künftig beim TuS Ickern

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Auf zu neuen Ufern: Mit Beginn der Sommersaison wechselt die „BREAKCHANCE“-Initiative von Waltrop-Elmenhorst zur Tennisabteilung des Turn- und Sportvereins (TuS) Ickern 1912 e.V. Ab dem 8. Mai findet das Rollstuhl-Tennis-Projekt auf der Vereinsanlage am ‚Kattenstätter Busch’ statt. „Eine einmalige Chance für BREAKCHANCE“, ist sich Christoph Kellermann, langjähriger Bundestrainer sowie Coach und Initiator des Projektes, sicher.

Für den Tennisenthusiasten Kellermann macht der Ortswechsel den Mai buchstäblich zum Wonnemonat. „Es war immer unser Ziel, Rollstuhl-Tennis einer breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen. Tennis ist ein faszinierender Sport – ob zu Fuß oder im Rollstuhl. Fußgänger und Menschen mit Behinderung sollten deshalb gemeinsam trainieren können. Das war von Beginn an stets unsere Vision, unsere Herzensangelegenheit. Mit dem TuS Ickern an unserer Seite wird dieser Gedanke nun endlich Wirklichkeit. Das ist wunderbar für alle Beteiligten!“

Freuen sich über eine echte Win-Win-Kooperation: BREAKCHANCE-Initiator Christoph Kellermann (links) und Heiko Sobbe vom TuS Ickern (Foto: TWEENER.de)
 

Weit müssen die Rollstuhlfahrerinnen und -fahrer nicht reisen, um der gelben Filzkugel hinterher jagen zu können, schließlich trainierten sie zuletzt nur wenige Kilometer vom TuS Ickern entfernt auf der Tennis-RANCH in Elmenhorst, der hauseigenen Anlage von Christoph Kellermann. Die wird es ab Mai nicht mehr geben. Für den 46-Jährigen, der hauptberuflich eine Medienagentur betreibt, eine logische Konsequenz: „Die Tennis-RANCH war immer in erster Linie für die Rollstuhlfahrer gedacht. Das hat sich durch das Engagement des TuS Ickern erübrigt. Wir trainieren künftig bei einer der ersten Adressen in der Region – was bitte wollen wir mehr?“ Mit dem Umzug endet deshalb zwar das Kapitel Tennis-RANCH, „aber das Projekt BREAKCHANCE macht einen ganz großen Schritt nach vorn. Die sieben RANCH-Jahre waren eine tolle Zeit, die ich nicht missen möchte. Natürlich hätten wir einfach so weitermachen können. Aber: Diese einmalige Gelegenheit mussten wir einfach im Sinne der Rollstuhl-Tennisspieler nutzen! Der Wechsel ist für uns alle eine Zäsur, aber vor allem ein Durchbruch.“

TuS Ickern möchte ein deutliches Zeichen setzen
Ein rund 36.000 Quadratmeter großes Areal in Waltrop, 13 Außen- und zehn Hallenplätze – mit dem Wechsel zum TuS Ickern stößt das BREAKCHANCE-Rollstuhl-Tennis in eine ganz neue Dimension vor. Doch auch die Tennisabteilung des TuS, immerhin rund 300 Mitglieder stark, wird von den Elmenhorster Kameraden profitieren, davon ist Heiko Sobbe, stellvertretender Abteilungsleiter und Geschäftsführer, überzeugt: „Ich verfolge das Projekt seit Jahren. Es hat mich immer beeindruckt, mit wie viel Spaß und Begeisterung die Rollstuhlfahrer und Christoph bei der Sache sind. Diese Freude ist ganz sicher eine Bereicherung für unseren Verein. Immerhin lautet unser Motto: Tennis und Spaß!“ Lange gezögert hat Sobbe deshalb nicht, als sich für den Verein die Möglichkeit ergab, der BREAKCHANCE eine neue Heimat zu bieten: „Es ist heutzutage so viel von Inklusion und Integration die Rede. Wir als TuS wollen nun im Rahmen unserer Möglichkeiten ein deutliches Zeichen setzen: Nicht reden, sondern machen! Das hilft allen. Rollstuhl-Tennis ist keine Randbeschäftigung, sondern ein ganz normaler, toller Sport. Also gehört dieser Sport auch in die Mitte der Gesellschaft, auf eine ganz ,normale' Tennisanlage.“

Aktive sehen in Ickern perfekte Bedingungen
Und die Rollstuhl-Tennisspieler? Die fiebern den ersten Volleys, Returns und Aufschlägen auf der für sie neuen Anlage bereits entgegen. Markus Kreutzberger, besser bekannt als ‚Polohunter', gehört zu den Urgesteinen der BREAKCHANCE-Initiative. Turniererfahrung hat der pfeilschnelle Unnaer bereits gesammelt, durch den Ortswechsel sieht er für sich ganz neue Perspektiven: „Christoph Kellermann als Coach und die großartige Anlage des TuS Ickern als Trainingsdomizil, diese Mischung passt perfekt! Wer weiß, vielleicht macht der Polohunter demnächst doch noch die Weltrangliste unsicher...“ Große Ambitionen, aber unmöglich ist nichts: Schon Sabine Ellerbrock, zweifache Grand-Slam-Siegerin und amtierende  Weltranglistenerste im Rollstuhl-Tennis der Damen, schlug die ersten Bälle im Stuhl unter anderem beim damaligen Bundestrainer Christoph Kellermann und legte damit in Waltrop das Fundament für ihre beeindruckende Karriere.

Die BREAKCHANCE-INITIATIVE und KOOPERATION

Initiator Christoph Kellermann (46) ist Betreiber einer Medienagentur und langjähriger
Rollstuhl-Tennis-Bundestrainer sowie B-Lizenztrainer des Deutschen Tennis Bundes.
Seine sozial-integrative Rollstuhl-Tennis-Initiative BREAKCHANCE gibt es seit 2007. Rollstuhlfahrer jeden Alters sowie jeder Spielstärke gehören zur Zielgruppe.

Auch die zweifache Grand-Slam-Siegerin und aktuelle Weltranglistenerste
Sabine Ellerbrock hat unter anderem durch BREAKCHANCE zum Rollstuhl-Tennis gefunden.



Fester Trainingstag beim TuS Ickern ist ab dem 8. Mai 2014 sowohl in der Sommersaison
als auch im Winter der Donnerstag (17 bis 20 Uhr) auf der Anlage am Kattenstätter Busch.

 

Ein kostenloses Schnuppertraining ist jederzeit möglich, eine vorherige telefonische
Anmeldung ist aus organisatorischen Gründen jedoch zwingend erforderlich.
Sport-Rollstühle und Tennisschläger werden für den Einstieg kostenlos zur Verfügung gestellt.

 

Kontakt: Christoph Kellermann (Telefon 0173/7415247 – Email: post@breakchance.de)
Kontakt: Heiko Sobbe (Telefon 0171/5313047 – Email: tusickern@t-online.de)
Weitere Infos im Netz: www.breakchance.de / www.tus-ickern.de

 

 

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