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Bezirksversammlung im Bezirk Münsterland - Die Mannschaft ist wieder komplett

Bezirksversammlung im Bezirk Münsterland - Die Mannschaft ist wieder komplett

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Barbara Niemeyer übernimmt Vorsitz / Positive Zahlen

Die Führungsmannschaft des Bezirks Münsterland ist wieder komplett - und gut aufgestellt. Dafür sorgte die Bezirksversammlung in Billerbeck. Nachdem sich Jan-Bernd Pernhorst als Vorsitzender zurückgezogen hatte, aber ohne Nachfolger blieb, ist die Lücke nun geschlossen. Und das mit einer Premiere. Erstmals in der Geschichte des Westfälischen Tennis-Verbandes steht mit der Warendorferin Barbara Niemeyer eine Frau an der Spitze des Gremiums. Neu in den Vorstand wurde zudem Jürgen Kemper (Münster) als Koordinator Jugend gewählt. Er löst Maria Lückemeier ab, die nach sechseinhalb Jahren nicht mehr kandidierte und verabschiedet wurde. In ihren Ämtern bestätigt wurden zudem Ludger Niehoff (Münster) als Koordinator Sport sowie Heinz Rüschoff (Coesfeld), Koordinator Breitensport. Dass die Wahlen ohne Gegenstimme oder Enthaltung – also einstimmig verliefen, blieb nicht die einzige positive Nachricht.



Der frisch gewählte Vorstand des Tennisbezirks Münsterland: (v.l.) Jürgen Kemper (Koordinator Jugend), Barbara Niemeyer (Vorsitzende), Heinz Rüschoff (Koordinator Breitensport) und Ludger Niehoff (Koordinator Sport) Bild: Uwe Niemeyer/WN

„Das ist ein historischer Bezirkstag“, ordnete WTV-Präsident Robert Hampe, der unter anderem als Versammlungsleiter fungierte, die Wahl mit Blick auf die weibliche Führungsrolle ein. „Ich bin zuversichtlich, dass unsere Mitglieder keine Raubfische sind, die auf leichte Beute warten. Denn dann würde ich den Sprung ins kalte Wasser bereuen“, räumte B.Niemeyer in ihrer Antrittsrede ein, ehe sie ergänzte: „Ich möchte mich zunächst freischwimmen, um im ersten Jahr dann hoffentlich den Freischwimmer zu bestehen. Mut macht mir auch das Vorstandsteam mit Ludger Niehoff, Jürgen Kemper und Heinz Rüschoff. Auf jeden Fall möchte ich zunächst weitere Tennisfreunde gewinnen, die auf Kreis- und Bezirksebene mitwirken“.

Ganz fremd, so die 55-Jährige, die 1987 und durch Heirat von Niedersachsen nach Warendorf - und damit nach Westfalen – kam, ist ihr der Umgang in einer Männer-Domäne nicht. Von 2002 bis 2008 fungierte sie als Jugendwartin beim TV Warendorf, anschließend (2008 bis 2015) als Jüngstenwartin im Bezirk, zuletzt (seit 2015) war sie Sport-Koordinatorin im Kreis 3.

Doch nicht nur die neu formierte und spürbar motivierte Führungsmannschaft sorgte vor 52 Vertretern aus 31 Vereinen für positive Signale. „Im Münsterland bewegt sich Einiges“, gestand Ludger Niehoff nicht ohne Stolz. Zwar verzeichnete auch das Münsterland, inzwischen mit 32 397 Mitgliedern in 186 Vereinen hinter Ostwestfalen zweitgrößter Bezirk im WTV, einen Mitgliederrückgang. Bei 1,11 Prozent blieb dieser aber unter dem Verbandsdurchschnitt (1,56 Prozent). Erfreulich fielen auch die Mannschaftsmeldungen aus. So nahmen im Winter 227 Mannschaften (Vorjahr 209) am Spielbetrieb teil, im Sommer waren es 900 (Vorjahr 872).

Von der aufsteigenden Tendenz profitierten im vergangenen Jahr aber auch die Vereine. Rund 83 000 Euro schüttete der Bezirk an die Clubs aus. Pro Mannschaft und pro Mitglied wurde die jeweilige Summe errechnet. „Wir wollten das nicht nach dem Gießkannenprinzip machen. Es sollte gerecht verfahren werden“, erläuterte Niehoff den Schlüssel.

Nicht den Schlüssel in Sachen Tennis umdrehen wird künftig Thomas Heilborn. Doch nach 45 Jahren als Jugendwart im Kreis 2 stellt er zum Jahresende sein Amt zu Verfügung. Nicht ohne an die Anfänge zu erinnern. „Ich weiß noch, dass ich 1997 in Abwesenheit gewählt wurde. Man war sich da sehr sicher. Wie sicher hat man ja gesehen“, blickte Heilborn, der verabschiedet wurde, zurück.

Auf nicht ganz so viele, aber doch einige Jahre Ehrenamt kann auch Klaus Osthues zurückblicken. Der erste Vorsitzende des DJK VfL Billerbeck durfte dafür die Bronzene Ehrennadel des WTV in Empfang nehmen.

„Das alles stimmt mich zuversichtlich und sorgt für positive Ansätze. Ich bin mir nun sicher, dass wir die Arbeit erfolgreich fortsetzen können und werden“, fand Ludger Niehoff, der drei Jahre den Bezirk Münsterland kommissarisch geleitet hatte, ein entsprechendes Schlusswort. Was sich perfekt in die positive Stimmungslage einreihte.

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