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84. Westfälische Tennis-Meisterschaften: Gerlach und Sabanin fahren zweiten Westfalenmeistertitel ein

84. Westfälische Tennis-Meisterschaften: Gerlach und Sabanin fahren zweiten Westfalenmeistertitel ein

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Alle Sieger und Platzierten bei der Siegerehrung zusammen mit den Offiziellen

Die Titel bei den 84. Westfälischen Tennis-Meisterschaften der Damen und Herren sowie der Seniorinnen und Senioren auf der Anlage des TC Buer Schwarz-Weiß-Grün sind vergeben. Zum ersten Mal wurden alle 18 Konkurrenzen ausgespielt, worüber sich WTV-Präsident Robert Hampe besonders freute. Insgesamt 270 Aktive hatten an den Meisterschaften teilgenommen. Laut Oberschiedsrichter Maik Kohl waren es die fairsten, die er je erlebt hat. Bereits zum dritten Mal war der WTV mit seinen Meisterschaften zu Gast auf der wunderschönen, parkähnlichen Anlage des TC Buer, der sich jedes Mal aufs Neue übertroffen hat. Robert Hampe hatte stets betont, wie wohl man sich in Gelsenkirchen-Buer fühle. Die Entscheidung, auch 2018 und 2019 die WTV-Meisterschaften dort auszurichten, kam also nicht überraschend, ist aber natürlich ein tolles Kompliment und auch ein Dankeschön für den Club und die vielen involvierten ehrenamtlichen Helfer. Dementsprechend erfreut war daher auch der 1. Vorsitzende des TC Buer Schwarz-Weiß-Grün, Hermann Maas: "Wir feiern 2019 unser 70-jähriges Vereinsjubiläum. Da passt es gut, dass uns der WTV bis dahin sein Vertrauen ausgesprochen hat." Die Sieger bei den Damen und Herren wurden erstmalig auch mit Ehrenpreisen der Stadt Gelsenkirchen ausgezeichnet, die von der 1. Bürgermeisterin Martina Rudowitz überreicht wurden. Auch das zeigt den hohen Stellenwert, den die Westfälischen Tennis-Meisterschaften für den Verein, die Stadt und auch die Region haben.

In einer Neuauflage des Vorjahresfinals zwischen der topgesetzten Katharina Gerlach (WTA-Weltrangliste 545/Tennispark Versmold) und der an zwei gesetzten Manon Kruse (TC Union Münster) konnte sich erneut die Jüngere behaupten und fuhr damit ihren zweiten Westfalenmeistertitel ein. Die 19-Jährige siegte kurioserweise mit dem gleichen Ergebnis wie im Vorjahr, als sie ebenfalls kein Spielgewinn zuließ. Die beiden Finalistinnen kennen sich gut, trainieren häufiger im Landesleistungs-Zentrum in Kamen miteinander. Dabei spiegelte das Ergebnis nicht den Spielverlauf wider. Kruse begann sehr aggressiv und erspielte sich dadurch immer wieder Chancen, aber Gerlach machte alle zunichte. Dementsprechend war die Spielerin des Porsche Talent Teams im Anschluss und gönnte sich zur Feier des Tages einen Burger.

Zuvor waren beide ohne Satzverlust ins Endspiel eingezogen: Gerlach bezwang im Halbfinale die erst 13-jährige Deborah Muratovic (TuS Ickern) mit 6:1, 6:1, Kruse siegte mit 6:0, 6:2 gegen Jaqueline Wagner (TC Neheim-Hüsten), die sich zuvor im Viertelfinale in einer Mammutpartie gegen die an drei gesetzte Jana Hecking (THC im VfL Bochum) durchgesetzt hatte.


In der Neuauflage des Vorjahres-Finals der Damen setzte sich auch diesmal Katharina Gerlach (r.) gegen Manon Kruse durch

Bei den Herren hatte dagegen der topgesetzte Vincent Jänsch-Müller (Dorstener TC) den Sprung ins Finale verpasst, er unterlag im Halbfinale dem an sechs gesetzten Lars Hoischen vom TC Herford mit 6:1, 1:6, 0:6. Hoischen forderte dann im Finale mit dem an zwei gesetzten Yan Sabanin (Dortmunder TK Rot-Weiß 98), der sich in der Vorschlussrunde mit 6:1, 6:2 gegen Marcel Zielinski vom TC Parkhaus Wanne-Eickel behauptet hatte, und knüpfte direkt dort an, wo er im Halbfinale aufgehört hatte. Der Herforder holte sich den ersten Durchgang mit 6:3, hatte dann aber verstärkt muskulären Problemen zu kämpfen, die aus dem Spiel gegen Jänsch-Müller resultieren. Daraufhin holte sich der Favorit den zweiten Satz mit 6:3. Der dritte Satz war dann mit 6:0 eine klare Angelegenheit für Sabanin, der sich damit nach 2013 (beim TC Unna 02 Grün-Weiß) seinen zweiten Westfalenmeistertitel bei den Herren sicherte. Doch Hoischen war auch mit dem zweiten Platz sehr glücklich: "Das ist mehr als ich mir erhofft hatte. Das war ein sehr gutes Turnier für mich, ich habe zum ersten Mal einen Top 50-Spieler der Deutschen Rangliste geschlagen."

Sowohl für Gerlach als auch Sabanin geht es direkt auf internationaler Ebene weiter - bei 15.000er ITF-Turnieren in Kaltenkirchen beziehungsweise im russichen Kazan.

Bei den Herren holte sich Yan Sabanin (l.) seinen zweiten Westfalenmeistertitel mit einem Sieg über Lars Hoischen

Damen 30: Julia Poltrock siegt nach Marathonmatch
Bei den Damen 30 geriet das Finale zwischen Julia Poltrock (Tennispark Bielefeld) und Mareike Müller (TC Kamen-Methler), die sich zuvor in Gruppenspielen durchgesetzt hatten, zu einer wahren Marathonpartie. Beide schenkten sich nichts in der Nachmittagshitze und steckten bis zuletzt nicht auf. Am Ende wurde Poltrock für ihre offensivere Spielweise belohnt und siegte vor einer immer größer werdenden Zuschauerkulisse mit 6:1, 1:6, 7:5.


Holten sich die Titel bei den 30ern: Julia Poltrock und Bastian Beck

Damen 40: Sonja Vogt gelingt Revanche
Wie bei den Damen kam es auch bei den Damen 40 zu einer Neuauflage des Vorjahresfinals. Nina Roth (TuS 59 Hamm) und Sonja Vogt (TC Eintracht Dortmund) setzten sich in ihren Gruppen durch und sicherten sich damit erneut einen Platz im Endspiel. Im Vorjahr siegte Roth, übrigens die große Schwester von Damen-Finalistin Manon Kruse, in drei Sätzen gegen die Mitarbeiterin der WTV-Geschäftsstelle. Diesmal gelang Vogt die Revanche, sie behielt mit 6:3, 6:4 die Oberhand. Dabei hatte die Titelverteidigerin in beiden Sätzen durchaus Chancen, im ersten Satz hatte sie mit 3:2 geführt, im zweiten Durchgang sogar mit 3:0 in Front gelegen. Doch Vogt kämpfte sich beide Male zurück und behielt dann am Ende die Nerven.

Damen 50: Natalja Harina-Beckmann spielt sich erneut zum Titel
"So einfach wie diesmal war es wohl für mich noch nie einen Westfalenmeistertitel zu gewinnen", fasste Natalja Harina-Beckmann (TC Herford). Und sie muss es wissen, war die Herforderin doch bereits mehrfache Westfalenmeisterin, am Sonntag fügte sie ihrer Sammlung einen weiteren Titel hinzu, siegte im Endspiel mit 6:1, 6:0 gegen Anja Kreisel (TC DJK Sümmern). Harina-Beckmann gab damit im Endspiel und in ihrem Gruppenspiel lediglich zwei Spiele ab. Es war das erste Mal überhaupt, dass sie in der Altersklasse 50 an den Start gegangen war, in den Jahren zuvor hatte sie die Damen 40 dominiert. Und wer weiß, vielleicht tritt sie dort auch im kommenden Jahr wieder an? Einiges deutete in Buer darauf hin.

Damen 55: Gaudigs besiegt Stephan im Finale
Die topgesetzte Gabi Schneider (TC Rot-Weiß Stiepel) hatte sich im Halbfinale aus dem Titelrennen verabschiedet. Sie unterlag nach mehrmonatiger verletzungsbedingter Wettkampfpause Heidi Stephan (Recklinghäuser TG) mit 6:7, 3:6, die im Endspiel Seriensiegerin Karin Gaudigs (TC Blau-Weiß 06 Castrop) forderte. Gaudigs hatte im Halbfinale Uta Kaiser (TC Unna 02 Grün-Weiß) mit 6:2, 6:4 ausgeschaltet. Das Finale war dann eine heiß umkämpfte Angelegenheit - mit dem besseren Ende für die Favoritin. Karin Gaudigs siegte mit 4:6, 6:4, 7:5 und konnte sich damit über einen weiteren Westfalenmeistertitel freuen.

Damen 60: Titel für Potocnik-Hoffmann
Bei den Damen 60 mussten die beiden topgesetzten Spielerinnen Michaela Kämper (TC Grün-Weiß Silschede) und Birgit Bielinski (TC Siegen) direkt zu Beginn des Turniers die Segel streichen. Kämper unterlag Gertrud Potocnik-Hoffmann (TC Menden) mit 1:6, 0:6, Bielinski musste sich Petra Buchholz (Hagener TC Blau-Gold) mit 5:7, 4:6 geschlagen geben. Buchholz verpasste dann allerdings den Sprung ins Finale durch eine 6:2, 5:7, 5:10-Niederlage gegen Barbara Steenbergen-Westekemper (TC St. Mauritz).  Potocnik-Hoffmann wiederum zog durch ein 6:3, 6:3 gegen Elisabeth Hammelstein (ATV Dorstfeld) ins Endspiel ein und sicherte sich durch ein 6:0, 7:5

Damen 65: Inge Stegnjajic besiegt Namensvetterin Lütsch-Becker
Inge Stegnjajic (TC Herford) gegen Inge Lütsch-Becker (TC Altschermbeck) lautete das Endspiel bei den Damen 65. Beide Spielerinnen gaben in ihren Vorrundenspielen keinen Satz ab und für Stegnjajic blieb es auch dabei. Sie siegte mit 6:2 6:4 und holte damit nach Natalja Harina-Beckmann den zweiten Titel nach Herford. Lars Hoischen als Vize-Westfalenmeister bei den Herren komplettierte das tolle Ergebnis für den Herforder TC.


Siegerinnen unter sich: (v.l.) Julia Poltrock (Damen 30), Sonja Vogt (Damen 40), Inge Stegnjajic (Damen 65), Natalja Harina-Beckmann (Damen 50), Karin Gaudigs (Damen 55), Gertrud Potocnik-Hoffmann (Damen 60) und Katharina Gerlach (Damen)

Herren 30: Bastian Beck beerbt Andreas Thivessen 
Seriensieger Andreas Thivessen (TV Espelkamp-Mittwald) war diesmal nicht am Start, demzufolge gab es einen neuen Titelträger. Der wurde im Endspiel zwischen dem topgesetzten Oliver Manz (TC Rot-Weiß Schwerte) und dem an drei gesetzten Bastian Beck (DJK SF Dülmen) ermittelt. Beck hatte beim 6:0, 6:3 im Halbfinale gegen Jan Jung (TC Parkhaus Wanne-Eickel) keine Mühe, Manz musste sich dagegen beim 3:6, 6:2, 6:4 gegen Marc Rosner (TG Rot-Weiß Hattingen) schon etwas mehr anstrengen. Und auch das Finale war mit 6:2, 6:1 eine klare Angelegenheit für Beck, der durch sein druckvolles, präzises Spiel zu überzeugen wusste.

Herren 40: Iwo Rhomberg nach Vizemeister im Winter nun Westfalenmeister im Sommer
Während der an zwei gesetzte Alexander Kreinberg (TC Halden 2000) bereits zum Auftakt an Andreas Pummer vom 1. TC Hiltrup scheiterte, war der topgesetzte Iwo Rhomberg (VfL Tennis Kamen) souverän ins Finale eingezogen. Dort bekam der Kamener es mit dem Dortmunder Dominik Göbel zu tun, der Kreinberg-Bezwinger Pummer mit 6:1, 6:1 in die Schranken gewiesen hatte. Rhomberg wiederum gab beim 6:1, 6:2-Erfolg gegen Nils Hegener vom Halterner TC nur ein Spiel mehr ab. Im Winter hatte sich Rhomberg im Herren 40-Endspiel dem Münsteraner Michael Thiemann geschlagen geben müssen, nun nutzte er seine erneute Chance auf den Titel - musste allerdings lange dafür kämpfen. Am Ende behielt der Kamener mit 6:4, 5:7, 6:4 die Oberhand.

Herren 45: Philipp Pröbsting unterliegt Markus Hartwig im Endspiel
Der an zwei gesetzte Philipp Pröbsting (TC Blau-Weiß Halle) hatte in seinem Auftaktmatch Nerven und Kampfgeist bewiesen und sich mit 6:7, 7:5, 7:6 gegen Thomas Gaworski (DJK BW Lavesum) durchgesetzt, im Halbfinale legte er dann einen 7:6, 6:3-Erfolg im ostwestfälischen Duell mit Matthias Windmöller (FC Stukenbrock) nach und zog damit ins Endspiel ein. Sein Gegner dort war Markus Hartwig (TuS 09 Erkenschwick), der den topgesetzten Andre Kropp (TC 22 Rheine) mit 7:5, 4:6, 6:3 aus dem Turnier warf und seinen Lauf im Endspiel fortsetzen  konnte. Hartwig besiegte auch den an zwei gesetzten Pröbsting - wenn auch knapp mit 6:2, 2:6, 7:6.

Herren 50: Detlef Roth siegt im sechsten Anlauf
Vor dem Finale am Sonntag beim TC Buer Schwarz-Weiß-Grün hatte Detlef Roth (TuS 59 Hamm) bereits fünf Mal in Endspielen um die Westfalenmeisterschaft gestanden - nie hatte es für den Titel gereicht. Im sechsten Anlauf klappte es dann und die Freude war groß. Beim 6:0, 6:1 im Halbfinale gegen Christoph Weber (TC Grävingholz) hatte er bereits seine Titelambitionen untermauert und führte dann im Endspiel gegen den ungesetzten Geoffery Weisner (TC SuS Bielefeld) mit 6:0, 2:0, als dieser wegen einer Oberschenkelzerrung aufgeben musste. Weisner hatte im Halbfinale den an zwei gesetzten Michael Schwarzer (THC Münster) nach einem Kraftakt mit 4:6, 7:5, 6:4 nach Hause geschickt.

Herren 55: Überraschungssieger Peter Keßner
Die beiden Bochumer Frank Elting (THC im VfL Bochum) und Klaus Thiele (TC Rot-Weiß Stiepel) waren bei den Herren 55 als große Favoriten ins Rennen gegangen und auch ohne Satzverlust in die Vorschlussrunde eingezogen. Dort war allerdings für beide Endstation: Elting musste sich dort Thieles Teamkollegen Marek Winter mit 2:6, 5:7 geschlagen geben, Thiele verlor mit 6:3, 0:6, 1:6 gegen Peter Keßner vom TuS 59 Hamm. Im Endspiel zweier ungesetzter Spieler konnte sich Keßner, der übrigens mit Herren 50-Sieger Detlef Roth in einer Mannschaft spielt, mit 7:5, 6:4 durchsetzen.

Herren 60: Colin Davis gelingt Revanche gegen Jürgen Ackermann
Die beiden topgesetzten Spieler Jürgen Ackermann (TG Gahmen) und Colin Davis (SC Hörstel) hatten auf ihrem Weg ins Finale bisher keinen Satz abgegeben. Im Halbfinale setzte Hans Otto Drucks (TC Südpark Bochum) Ackermann beim 5:7, 4:6 einiges entgegen, letzten Endes konnte sich aber der Favorit durchsetzen. Das zweite Halbfinale zwischen Heinz-Walter Freitag (SG Vorhalle 09) und Colin Davis war mit 6:1, 6:2 eine klare Angelegenheit für Davis. Damit kam es zu einer Neuauflage des Vorjahresfinals. Damals hatte der gebürtige Australier Davis ein sicher geglaubtes Spiel gegen Ackermann noch aus der Hand gegeben und das war ihm nicht aus dem Kopf gegangen. Nun schaffte der Spieler des SC Hörstel durch ein 6:1, 6:0 im Endspiel die Revanche und war danach happy: "Jetzt kann ich das Ganze für mich im Kopf abhaken."

Herren 65: Helmut Sommerfeld siegt kampflos
Bei den Herren 65 mussten die beiden topgesetzten Spieler Josef Pelster vom TC Havixbeck und Reinhard Wilhelmer (TC St. Mauritz) gleich zu Beginn des Turniers die Segel streichen. Stattdessen schafften Karl Lehmann (TC Unna 02 Grün-Weiß), der an vier gesetzte Helmut Sommerfeld, Sommerfelds Teamkollege Peter Faber (beide TG Gahmen) und Wilhelmer-Bezwinger Antonius Warmeling TSV Dahl 1878 den Sprung ins Halbfinale. Faber setzte sich im Viertelfinale mit 6:2, 6:2 gegen WTV-Präsident Robert Hampe durch und legte dann im Halbfinale ein 6:3, 6:3 gegen Warmeling nach. Damit hätte es im Endspiel eigentlich zu einem Duell zweier Vereinskameraden kommen sollen. Denn auch Sommerfeld zog durch ein 6:1, 6:1 gegen Lehmann ins Finale ein. Doch Faber konnte wegen einer Verletzung nicht zum Finale antreten, so dass Helmut Sommerfeld kampflos zum Westfalenmeistertitel kam.

Herren 70: Anatol Trotzko macht sich selbst das schönste Geburtstagsgeschenk
Bei den Herren 70 kam es im Halbfinale zu einem mit Spannung erwarteten Vereinsduell zwischen dem topgesetzten Heiner Eymer und Klaus Schneider (beide TC Brackwede). Beide konnten bereits diverse Titel bei den Westfalenmeisterschaften holen. Die Partie ließ dann auch keine Wünsche offen und ging dementsprechend knapp aus - mit dem besseren Ende für Schneider, der sich mit 4:6, 7:5, 11:9 behaupten konnte. Im Endspiel bekam es Seriensieger Schneider mit dem an zwei gesetzten Anatol Trotzko (TG Gahmen) zu tun, der beim 6:3, 6:2 gegen Ulrich Viefhaus (TC Grün-Weiß Frohlinde) nicht so viel Zeit auf dem Platz verbringen musste. Trotzko feierte an diesem Tag seinen 70. Geburtstag und machte sich durch ein 4:6, 6:0, 10:3 im Finale das schönste Geschenk. Bei der Siegerehrung gab es dann ein Ständchen vom gesamten Publikum. Trotzko war gerührt: "Das Leben ist schön, so lange man Tennis spielt." Auch Schneider war nicht unglücklich mit seiner Leistung an diesem Tag. Schließlich war es sein erstes Turnier nach einer fast einjährigen Verletzungspause. Der Bielefelder hatte sich an der Schulter operieren lassen müssen.

Herren 75: Spieler des TV Espelkamp-Mittwald dominieren
Bei den Herren 75 kam es im Endspiel zu einem Vereinsduell zwischen Hans Koller und Ernst-August Lindheim (beide TV Espelkamp-Mittwald), der seinen an zwei gesetzten Mannschaftskollegen Rudolf Perplies - der eigentlich ein Dauerabo fürs Finale hat - im Halbfinale mit 3:6, 6:2, 10:8 ausgeschaltet hatte. Koller hatte dagegen beim 6:2, 6:2 gegen Wilfried Wetzel (TC Grün-Weiß Werne) keine Mühe gehabt. Auch im Endspiel blieb der Topgesetzte ohne Satzverlust, behielt mit 6:2, 6:4 die Oberhand.

Herren 80: Bunge wieder Westfalenmeister
Nachdem sich der topgesetzte Wolf-Heider Schöne (TC Schwarz-Weiß Deuz 77) bereits zum Auftakt Franz Schlüter mit 3:6, 3:6 geschlagen geben musste, war der Weg für seine Konkurrenten frei. Auch dort sicherten sich mit Folker Seemann (6:2, 6:1 gegen Schlüter) und Horst Bunge (6:0, 6:0 gegen Peter John vom ESV Schwarz-Weiß Münster) zwei Spieler des TV Espelkamp-Mittwald das Finalticket. Im Endspiel reichten dann allerdings bei Seemann die Kräfte nicht mehr, so dass er beim Stand von 3:1 für Bunge aufgeben musste.


Die Sieger in den unterschiedlichen Herren-Konkurrenzen: (hinten v.l.) Iwo Rhomberg (Herren 40), Markus Hartwig (Herren 45), Colin Davis (Herren 60), Bastian Beck (Herren 30), Yan Sabanin (Herren), Anatol Trotzko (Herren 70), Horst Bunge (Herren 80), (vorne v.l.) Peter Keßner und Detlef Roth (beide TuS 59 Hamm) sowie Helmut Sommerfeld (Herren 65)

Hier geht es zu den einzelnen Ergebnissen:

Damen/Herren
Seniorinnen/Senioren

Impressionen von den 84. Westfälischen Tennis-Meisterschaften

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