Mit einem Tennisstipendium in die USA: Showcase im Oktober

Mit einem Tennisstipendium in die USA: Showcase im Oktober

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Abi, und dann? Auch für viele Tennisspieler ist diese Frage aktuell. Viele entscheiden sich dann für ein Studium in den USA, das sie mithilfe eine Stipendiums finanzieren. Unser Partner Sport-Scholarships.com aus Münster hilft den angehenden Studenten dabei, die passende Uni und das geeignete Team zu finden. Wir haben mit Franziska Köhler, Leonie Athanasiadis, Erik Finkenbrink und Rabea Stückemann über ihre Erfahrungen gesprochen.

Während die 22-jährige Leonie aus Haltern und die ebenfalls 22-jährige Rabea aus Hamm in ihr letztes Jahr gehen, ist der 23-jährige Erik aus Versmold bereits fertig.  Die 21-jährige Franziska aus Warstein geht dagegen erst in ihr drittes Jahr.

Leonie Athanasiadis (22) aus Haltern studiert in Boston Psychologie und kommt jetzt ins siebte Semester

„Ich freue mich auf mein letztes intensives Tennisjahr. Wir wechseln zur kommenden Saison unsere Conference, spielen nun nicht länger in der America East, sondern jetzt in der Patriot's League.  Ich bin gespannt, welche Teams uns dort erwarten; unsere Uni wollte sowohl aus sportlichen als auch aus akademischen Gründen gerne in eine "bessere" League wechseln. 

Ich habe ja schon immer viel Tennis gespielt und mich daher für die USA entschieden. Ich wollte gerne während meines Studiums noch immer viel spielen und wusste, dass man dort sehr gut gefördert wird. In Amerika wird einfach viel mehr Wert auf den Sport an Unis gelegt, auch weil es ja diese typischen Vereine wie hier gar nicht gibt.  Dort machen alle Schüler und Studenten an der High School und dann eben später an der Uni ihren Sport. Für mich war es also eine optimale Möglichkeit meinen Sport weiter zu führen, und mich trotzdem auf mein Studium zu konzentrieren. Da ich anfangs nicht genau wusste, wohin ich wollte und vor allem, was es alles für verschiedene Möglichkeiten gibt, habe ich mich für Sports Scholarships entschieden. Philipp Liedgens war mir hier eine große Hilfe, da er viele Unis und die Coaches durch Besuche persönlich kennt und mir gute Ratschläge geben konnte.

Ich denke es ist wichtig, dass man sich vorher im Klaren ist, wie viel Tennis man spielen möchte und ob man sich mehr auf den Sport oder die Uni konzentrieren möchte. Viele Unis trainieren weitaus mehr als wir (zwei Stunden Tennis am Tag + Kondi) und sind viel mehr auf das Tennis fixiert. Für mich war es wichtig, an eine akademisch gute Uni zu gehen. Wir sind im Tennis nicht top in der Nation, aber trotzdem sehr gut, sodass ich mich spielerisch weiter entwickeln kann. Ich habe im ersten Jahr an fünf in der Mannschaft gespielt, vergangenes  Jahr an zwei. Für mich steht trotz des vielen Sports, den ich ja auch immer noch wahnsinnig gerne betreibe, mein Studium an erster Stelle. Für meinen Master möchte ich höchstwahrscheinlich nach Deutschland zurückkommen. 

Boston ist eine total schöne Stadt und ich fühle mich dort unglaublich wohl. Das Boston-Marathon-Attentat in diesem Jahr war natürlich ein Schock für uns alle, aber auf das alltägliche Leben hat es jetzt mittlerweile keinen Einfluss mehr.“

 

Rabea Stückemann (22) aus Hamm studiert im siebten Semester Advertising und Journalism in Oregon, mit einer Konzentration in Broadcast News

„Ich wollte immer unbedingt nach Amerika gehen, weil ich denke, dass es die ideale Lösung ist, um sich im Sport weiterzuentwickeln und gleichzeitig an der Karriere zu arbeiten. Was mir hier am Sport am meisten gefällt ist der Teamgedanke. Mir macht es viel mehr Spaß für das ganze Team und die Uni zu kämpfen und hart zu trainieren, als an individuellen Turnieren teilzunehmen. Abgesehen davon habe ich eine akademisch sehr gute Uni gefunden, die mir eine tolle Ausbildung ermöglicht.

Ich habe meine Bewerbung über Sport Scholarships gemacht und würde es auch immer wieder genauso machen. Die Beratung und Hilfestellung sind besonders am Anfang, wenn man noch nicht weiß, wie alles funktioniert, sehr hilfreich. Außerdem würde man sonst niemals den Kontakt zu so vielen Unis bekommen. Falls doch mal etwas schief gehen sollte, und man aus welchen Gründen auch immer die Uni wechseln möchte, ist es auch immer gut einen Ansprechpartner zu haben. 

Ich weiß noch, dass es mir schwer gefallen ist aus allen Angeboten eins rauszusuchen. Ich kann nur betonen, wie wichtig es ist mit den Coaches und den Spielern über einen längeren Zeitraum in Kontakt zu sein, um so viel wie möglich über die Uni, das Training und die allgemeine Philosophie in Erfahrung zu bringen. Ideal ist es natürlich, wenn man sich durch einen Besuch vor Ort ein Bild machen kann. Natürlich ist der Ruf der Uni wichtig, aber am Ende ist es entscheidend, ein gutes Gefühl bei der Sache zu haben. Wenn man sich mit dem Coach und den Spielern nicht versteht, oder nicht in die bestimmte Region des Landes möchte, hat es einfach keinen Sinn, weil man früher oder später die Uni wechseln wird.“
 

 

Erik Finkenbrink (23) aus Versmold, hat in Virginia und in Wisconsin Business Administration mit Schwerpunkt in Marketing und Economics im Nebenfach studiert und seinen Abschluss im Mai 2013 gemacht

„Ich habe Business Administration mit Schwerpunkt in Marketing und Economics im Nebenfach studiert, meinen Abschluss im Mai 2013 gemacht und vor Kurzem eine Stelle bei der Reinert-Westfälische Privatfleischerei angetreten. Dort unterstütze ich die Markenprodukte im Marketing.

Für die USA habe ich mich schon früh entschieden, da ich meine Spielklasse einfach weiterhin verbessern wollte. Dort habe ich für zwei verschiedene Unis gespielt. Erst für die Radford University in Virginia und dann für die University of Wisconsin Green Bay die meiste Zeit. Das war natürlich eine super Zeit. Das Level vom Tennis ist sehr hoch und College Tennis bietet die ideale Möglichkeit, um Tennis weiterhin intensiv zu spielen. Durch die viele Spielpraxis beziehungsweise die Vielzahl von Matches entwickelt man sich spielerisch auch noch durchaus weiter. Es sind super Erfahrungen gewesen zu den nationalen Meisterschaften zu fahren und dort auf die Topteams zu treffen. Durch das Spielen in den Teams kommt man auch sehr viel herum und erlebt viel. So habe ich durch die Terminierung der Matches weite Teile des Landes gesehen, zum Beispiel Florida, New York, Washington, Chicago, L.A., Atlanta, Denver, Newport, Boston. Es war schon echt toll, so eine Möglichkeit zu haben.

Das Campusleben war auch sehr abwechslungsreich. Green Bay war auch eine Campus-Uni und so war sehr viel auf dem Campus los. Zum einen ist das klasse zum Lernen, weil man dann sofort in der Bücherei ist. Zum anderen waren alle Freunde meist schnell erreichbar und auch die Wochenendgestaltung - sofern es eine gab -  war einfach. Es hat sich stets gelohnt, die anderen Sportteams zu unterstützen. Green Bay ist sehr gut im Frauenbasketball. Aber allgemein die Sportbegeisterung in den USA macht einfach Spaß.“

 

Franziska Köhler (21) aus Warstein, studiert im Bundesstaat Washington in Spokane an der Gonzaga University im dritten Semester Psychologie mit dem Nebenfach Sports Management

„Ich wollte schon immer einmal Land und Leute kennen lernen, da ich vorher noch nie in den USA war und gleichzeitig nach dem Abitur noch Tennis spielen. Wenn ich in Deutschland studieren würde, hätte ich neben dem Studium niemals Zeit, so viel zu trainieren, vor allem müsste ich alles eigenverantwortlich organisieren. Dort wird mir gesagt, wann und wo ich sein muss, so dass ich mich zu hundertprozentig aufs Training konzentrieren und auch im Klassenraum alles geben kann. Ich hatte im vergangenen Jahr viele schöne Erlebnisse, aber ein Highlight war definitiv unser Spring Break Trip nach Orlando/Florida. Dort haben wir gegen drei Unis gespielt und an unserem freien Tag waren wir im Disney World Resort. Außerdem unternimmt mein Team viel mit unserem Herren Tennis Team. Jedes Jahr verbringen wir einen Tag im Haus am See eines unserer Sponsoren und spielen Tennis, fahren Jet-Ski oder chillen im Jacuzzi. Allen, die so etwas vorhaben kann ich nur sagen dass es eine tolle Lebenserfahrung ist, aber auch ein großer Schritt, da man weit weg von zuhause und seinen Freunden ist. Außerdem ist viel Disziplin nötig, aber man hat eine Menge Spaß. Die Leute sind sehr hilfsbereit und aufgeschlossen. Man lernt so richtig “the American way of Life” kennen. “

Mehr Infos auf Franziska L. Köhlers Blog unter: http://sissigoestousa.blogspot.com/

 

4. Sport-Scholarships.com Tennis Showcase (Sichtungscamp) in Duisburg-Wedau  am 26. und 27. Oktober, jeweils von 9 bis 18 Uhr

Sport-Scholarships.com organisiert wie in den vergangen Jahren das sehr populäre Tennis Sichtungs-Camp für talentierte Spieler, die gerne mit einem Stipendium in den USA studieren möchten. Wie im Jahr 2012 findet die Veranstaltung in der Sportschule Duisburg-Wedau statt. Spieler können die Chance nutzen, um viele US College-Trainer, die extra für das Showcase anreisen, von ihrem Können zu überzeugen. Nach dem Showcase besteht die Möglichkeit, die Trainer kennen zu lernen und mit ihnen und dem Sport-Scholarships.com-Team über die Kombination von Studium und Tennis in den USA zu diskutieren. Fragen können an den Geschäftsführer Philipp Liedgens: pliedgens@sport-scholarships.com gerichtet werden.

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