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81. Westfälische Tennis-Meisterschaften: Masur, Yana Morderger und Zielinski siegen

81. Westfälische Tennis-Meisterschaften: Masur, Yana Morderger und Zielinski siegen

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Die 81. Westfälischen Tennismeisterschaften beim TC Unna 02 Grün-Weiß waren alles nur nicht langweilig. Gerade der Finaltag hatte es in sich: Es gab einen Überraschungsfinalisten, einen Seriensieger sowie einen „Sister-Act“ zu bestaunen. Am Ende setzten sich Daniel Masur (Tennispark Versmold) bei den Herren, Yana Morderger (TC Kamen-Methler) bei den Damen und Mariusz Zielinski bei den Herren 30 durch. Insgesamt wurden am Sonntag in 14 Konkurrenzen Titel vergeben, 312 Spieler hatten für die Meisterschaften gemeldet.

Trotz des großen Erfolges der Tennis-Westfalenmeisterschaften, die WTV-Präsident von Standards wieder einmal mit einem ATP Challenger verglich, wird es nach drei Jahren beim TC Unna 02 Grün-Weiß keine Fortsetzung des Turniers in Unna geben. Dafür werden im kommenden Jahr die Internationalen Westfälischen Meisterschaften, ein ITF-Herrenturnier, erstmalig auf der Anlage im Kurpark ausgetragen. Das eröffneten WTV-Verbandspräsident Robert Hampe und der 1. Vorsitzende des TC Unna, Dr. Dirk Prünte, den zahlreichen Besuchern, darunter Unnas Bürgermeister Werner Kolter, am Finaltag.

Sobald Westfalenmeisterschaften sind, ist Florian Lemke (Blau-Weiß Soest) topfit: Das hat er im Winter bewiesen, als er das Halbfinale erreichte und nur knapp an Vincent-Jänsch Müller (1. TC Hiltrup) scheiterte, und erst recht bei den 81. Westfälischen Tennis-Meisterschaften beim TC Unna 02 Grün-Weiß, wo er nacheinander den Hallen-Westfalenmeister Kim Möllers (Dorstener TC) und den Topgesetzten Marvin Netuschil (TC Iserlohn) am Samstag aus dem Turnier beförderte. Auch den Sieg gegen den elf Jahre jüngeren Daniel Masur (Tennispark Versmold) hatte er im Herren-Endspiel, dem letzten Spiel des Tages, auf dem Schläger, aber dann ließen im dritten Satz die Kräfte beim 30-Jährigen nach und der WTV-Kaderspieler holte sich mit einem 7:6(4), 1:6, 6:2 zum zweiten Mal (nach 2011) im Freien und insgesamt zum dritten Mal den Titel bei den Wesstfälischen Tennis-Meisterschaften.

Als um halb vier eine Rückhand des Soesters ins Aus segelte und Masur damit seinen ersten Matchball verwandelte, riss der Kamener die Arme in die Höhe und jubelte. In dem Moment fiel die ganze Anspannung von ihm ab. Denn natürlich war der an zwei gesetzte Tennisprofi als Favorit in dieses Match gegangen, auch wenn sich Lemke zuvor als Favoritenschreck entpuppt hatte.

Und Masur startete gut, Lemke wirkte dagegen etwas angeschlagen vom Tag zuvor und agierte etwas fahrig. Dem 19-Jährigen gelang ein schnelles Break und beim Stand von 3:1 hatte er erneut die Möglichkeit, Lemke den Aufschlag abzunehmen. Doch nach einer gefühlten Ewigkeit brachte Lemke seinen Aufschlag durch und verhinderte damit das Doppelbreak und die vorzeitige Entscheidung im ersten Satz. Danach kam der Soester immer besser ins Spiel, setzte Masur mit seiner starken Vorhand immer mehr unter Druck und suchte auch erfolgreich den Weg ans Netz. Der Lohn: Er schaffte das Rebreak zum 3:3. Danach ging es hin und her, beide Spieler hatten ihre Chancen, doch am Ende brachte jeder seinen Aufschlag durch, so dass der Tiebreak entscheiden musste. Dieser war ausgeglichen, Lemke machte kaum noch Fehler wie zu Beginn der Partie, so dass Masur nun die Punkte machen musste. Beim Stand von 4:3 gelang dem Westfalenligaspieler des Tennisparks Versmold das erste Minibreak und somit eine kleine Vorentscheidung. Lemke leistete sich danach einen Schmetterball-Fehler und Masur legte ein Ass nach. Somit ging der erste Satz mit 7:6(4) an den Titelträger von 2011, der sich aber nur kurz über den knappen Satzgewinn freuen konnte. Denn prompt nahm Lemke ihn den Aufschlag zum 1:0 ab und spielte sich von diesem frühen Break beflügelt in einen wahren Rausch. Insgesamt drei Breaks gelangen dem Soester, während Masur fast gar nicht mehr zum Zuge kam und der Satz mit 1:6 an ihm vorbeirauschte.

Im dritten Satz startete Lemke zwar mit einem Doppelfehler, brachte aber dennoch sein Aufschlagspiel nach Hause, weil er immer wieder seine enorm zugkräftige Vorhand einsetzen konnte. Hätte Masur den Titel nicht geholt, hätte er sicher von genau dieser Vorhand geträumt. Bis zum 2:2 war das Spiel ausgeglichen, aber dann war plötzlich Masur am Zug, der ab diesem Moment das Spiel wieder übernahm, während bei Lemke die Kräfte immer mehr schwanden und sich auch die ersten leichten Fehler einschlichen. Masur holte sich das Break zum 3:2 und auch seine Körpersprache war nun eine ganz andere. Er agierte selbstbewusster und mit einem klaren Ziel vor Augen, bei Lemke machte sich die Müdigkeit dagegen immer mehr bemerkbar und führte zu immer mehr Fehlern. Die Spiele gingen nun klar an Masur, dem zum 5:2 das zweite Break gelang – mehr als die Vorentscheidung. Das letzte Spiel ging dann zu Null an den Westfälischen Tennismeister 2014, der sich sichtlich über seinen Sieg freute, seinem Gegner aber auch Respekt zollte. „Flo hat heute gut gespielt. Entscheidend war sicher das Break zum 3:2 im dritten Satz. Das war wie eine Initialzündung für mich, ab dann war ich da“, erklärte Masur, der sich über ein Preisgeld von 1300 Euro freuen durfte.


Lieferten ein eindruckendes Finale bei den Herren: (v.l.) Finalist Florian Lemke (Blau-Weiß Soest) und Sieger Daniel Masur (Tennispark Versmold)

Genauso viel bekam Yana Morderger (TC Kamen-Methler), die sich im Endspiel der Damen, dem ersten Match des Tages, mit 6:3, 6:4 gegen ihre Zwillingsschwester, die topgesetzte Tayisiya (TC Kamen-Methler)durchsetzte. Während das Finale der Herren an Spannung und auch Klasse kaum zu überbieten war, fiel das Finale der Damen in diesen Punkten ab - ganz im Gegensatz zu den beiden Halbfinalspielen, in denen die Schwestern ihre ganze Klasse zeigten. Julia Wachaczyk hatte Yana Morderger beim 6:2, 1:6, 6:7 schon am Rande einer Niederlage, hatte sogar einen Matchball im Tiebreak, am Ende machte aber Yana den "Sister Act" perfekt. Dem Endspiel war dann anzumerken, dass sich die beiden Schwestern in und auswendig kennen und vorsichtig agierten. Beide mussten nach dem Endspiel noch nach Stuttgart, da sie dort ab Montag bei einem ITF-Turnier am Start sind. Auch wenn ihr Spiel sicher nicht als eines der besten in die Annalen eingehen wird, es war trotzdem geschichtsträchtig. Denn obwohl schon viele Geschwisterpaare an den Westfalenmeisterschaften teilgenommen haben, noch nie hatten sich zwei im Endspiel gegenüber gestanden. Das haben die Morderger-Zwillinge im Jahr 2014 nun geschafft und mit ihren 17 Jahren stehen sie gerade einmal am Anfang ihrer Tennis-Karrriere.


Sorgten für den ersten "Sister Act" in einem Finale bei den Westfalenmeisterschaften: (v.l.) Siegerin Yana und Finalistin Tayisiya Morderger (beide TC Kamen-Methler)

Mit seinen 38 Jahren hat Mariusz Zielinski (TC Parkhaus Wanne-Eickel) seine besten Zeiten im Tennis dagegen hinter sich – eigentlich, aber bei den Herren 30 ist er trotzdem weiterhin das Maß aller Dinge. In seinen vier Partien gab er genau drei Spiele ab, in jedem Spiel nicht mehr als eins. Auch dem an drei gesetzten Finalisten Marc Senkbeil (Dortmunder TK Rot-Weiß 98) blieb im Endspiel beim 6:0, 6:0 nur die Statistenrolle - zu dominant war das Auftreten des Seriensiegers, dessen Spiel allerdings alles andere als dominant ist, aber er spielt mit das mit so einer stoischen Ruhe herunter, die seine Gegner schier zur Verzweiflung bringt. Zudem beweist er immer sein absolutes Händchen und lebt von seinem sehr guten Auge. Trotzdem liebäugelt der Herren 30-Bundesligaspieler im kommenden Jahr damit, bei den Herren 40 anzutreten. Die Herren 30 würden ihm einfach zu schnell spielen, so Zielinski, der allerdings regelmäßig das Gegenteil beweist. Sollte der Seriensieger aber seine „Drohung“ wahr machen, können sich die Herren 40 im kommenden Jahr schon ein Mal warm anziehen.

81. Westfälische Tennis-Meisterschaften der Seniorinnen und Senioren


Damen 40: Westfalenmeisterin Natalja Harina-Beckmann (TC Herford)
In dieser Altersklasse bestimmt die für den TC Herford spielende Natalja Harina-Beckmann das sportliche Geschehen. Die Titelverteidigerin war topgesetzt und war auf dem Weg zur Titelverteidigung auch nicht aufzuhalten. Im Finale gab es einen 6:1, 6:3-Sieg gegen Katja Thielen (TC Buer Schwarz-Weiß-Grün). Die an Zwei gesetzte Sandra Schöneweiß (Rot-Weiß Stiepel) unterlag im Viertelfinale Nicole Brocke (VfL Kamen), die anschließend beim Stande von 3:6, 1:4 gegen Thielen in der Vorschlussrunde aufgeben musste.

Damen 50: Westfalenmeisterin Karin Gaudigs (Blau-Weiß Castrop 06)
Die Wiederholung des Vorjahresfinals stand auf dem Programm, doch am Resultat änderte sich nichts. Karin Gaudigs (Blau-Weiß Castrop 06) ging als Nummer eins der Setzliste und als Titelverteidigerin in den Wettbewerb und im finalen Match traf sie auf die letztjährige Finalistin Bettina Arens-Kardell vom TC Lössel-Roden. Beide Finalistinnen überzeugten auf dem Weg ins Endspiel, doch nur die Castroperin blieb auf Erfolgskurs. Mit einem 6:0, 6:4-Erfolg war die Wiederholung des Titelgewinns perfekt.

Damen 55: Westfalenmeisterin Gabi Schneider (Rot-Weiß Stiepel)
Nichts zu ernten gab es für die letztjährigen Finalistinnen. Westfalenmeisterin Birgit Bielinski (TC Menden) scheiterte in ihrem Auftaktmatch an Ina Sievert (Blau-Weiß Ahlen) und für Vizemeisterin Claudia Meures (Rot-Weiß Bochum-Werne) endete das Dabeisein im Viertelfinale. So war der Weg frei für die an Nummer zwei gesetzte Gabi Schneider (Rot-Weiß Stiepel), die mit einem 6:0, 5:7, 6:2-Finalsieg gegen die Ahlenerin Sievert die Westfalenmeisterschaft gewinnen konnte.

Damen 60: Westfalenmeisterin Ulrike Kunze (TC Halden 2000)
Für die favorisierten Spielerinnen war in diesem Jahr bei den Verbandsmeisterschaften nichts zu holen. Die Topgesetzte Inge Lütsch-Becker (TC Altschermbeck) schied im Viertelfinale aus und die Nummer zwei der Setzliste, Inge Stegnjajic (TSV Oerlinghausen) gab verletzungsbedingt auf. So war die letztjährige Westfalenmeisterin, Gabriele Scholterer (Dortmunder TC Gartenstadt) wiederum erste Anwärterin auf den Titel. Doch die Außenseiterin Ulrike Kunze (TC Halden 2000) wusste dies im Endspiel zu verhindern und besiegte die Titelverteidigerin im Endspiel mit 6:2, 6:4.

Bei den Seniorinnen gewannen (von links) Ulrike Kunze (Damen 60), Gabi Schneider (Damen 55), Natalja Harina-Beckmann (Damen 40) und Karin Gaudigs (Damen 50) in ihren Wettbewerben die jeweilige Westfalenmeisterschaft. © Westfälischer Tennis-Verband



Herren 40: Westfalenmeister Nenad Sepic (Rot-Weiß Geseke)
Während Vorjahressieger Henrik Müller-Frerich (Westfalia Dortmund), in dieser Konkurrenz auch an Nummer eins gesetzt, nach der Auslosung seine Teilnahme zurückgezogen hat, behauptete sich stattdessen sein Dortmunder Teamkollege Jens Stephan Kemke. Die Nummer zwei der Setzliste spielte sich überzeugend durch den Wettbewerb und nach seinem glatten Zweisatzsieg im Halbfinale gegen den Clubkameraden Markus Bargel traf er im Endspiel auf den ungesetzten Nenad Sepic (Rot-Weiß Geseke). Der wiederum bestätigte seinen guten sportlichen Eindruck aus den vorherigen Matches, unter anderem besiegte er in der Runde der letzten Vier den an Drei gesetzten Ulf Rass (TC Kirchhörde) mit 6:4, 6:3, und gewann überzeugend mit 6:3, 6:0 die Westfalenmeisterschaft.

Herren 45: Westfalenmeister Marcus von Bohlen (Blau-Weiß Werne)
Titelverteidiger Thomas Wortelmann (Dortmunder TK Rot-Weiß 98) hatte zwar gemeldet, doch kurzfristig hatte er dann doch noch abgesagt. Voraussichtlich wäre es zu der Wiederholung des letztjährigen Endspiels gekommen, denn der Vize-Westfalenmeister 2013, Marcus von Bohlen (Blau-Weiß Werne), präsentierten sich in bester Spiellaune. An Nummer zwei gesetzt erreichte er mit drei glatten Zweisatzsiegen das Endspiel und traf nun auf den nicht gesetzten Christopf Schulze vom VfL Kamen. Der Überraschungsfinalist hatte sich einiges vorgenommen, doch verletzungsbedingt gab der Kamener beim Stande von 2:3 auf.

Herren 50: Westfalenmeister Lutz Rethfeld (THC Münster)
Der im Präsidium des Westfälischen Tennis-Verbandes (WTV) für Sport zuständige Vizepräsident Lutz Rethfeld versteht einiges vom Tennis. Nicht nur in der Theorie, auch im praktischen auf der roten Asche. Nach seinem 6:0, 6:0-Sieg im Auftaktmatch gegen Stefan Feldmann (DJK Sportfreude Dülmen) hatte die Nummer eins der Setzliste anschließend Pause. Emil Hnat (TuS Ickern) musste seine Halbfinalpartie absagen und der Münsteraner Polizeibeamte stand somit im Finale. In dieses hatte sich überraschend der Gelsenkirchener Tennislehrer Peter Waschkowski (TC Buer Schwarz-Weiß-Grün), nach seinen 6:1, 6:0-Erfolg in der Vorschlussrunde gegen den an Zwei gesetzten Klaus Thiele (Rot-Weiß Stiepel) gespielt. Doch Lutz Rethfeld war einfach eine Nummer zu groß und der Münsteraner gewann mit 6:2, 6:0 seinen X-ten Westfalenmeistertitel.

 Herren 55: Westfalenmeister Michael Seydel (Grün-Weiß Herne)
Mit Michael Seydel (Grün-Weiß Herne) spielte sich ein neues Gesicht in den Vordergrund dieser Altersklasse, denn renommierte Namen wurden zuvor ausgeschaltet. So besiegte der Herner im Viertelfinale den an Nummer zwei gesetzten Favoriten Dieter Heitmann (TTC Verl) in zwei Sätzen und anschließend war Jörn Tornow (Schwarz-Gelb Hagen) bei seiner 1:6, 1:6-Niederlage chancenlos. Der für die TG Friederika Bochum spielende Dortmunder Hans Otto Drucks war als Topgesetzter erwartungsgemäß ins Finale gekommen, doch er war nicht im Vollbesitz seiner Kräfte. Zumal er in der Runde der letzten Vier gegen den an Nummer drei gesetzten Guido Matschulat (TC Kaunitz) drei Sätze bestreiten musste, reichten die Kräfte im letzten Duell nicht aus und nach verlorenem ersten Satz (4:6) konnte sich Außenseiter Michael Seydel über seinen ersten Westfalenmeistertitel freuen.

Herren 60: Westfalenmeister Jürgen Ackermann (TG Gahmen)
Alles in Hand der TG Gahmen! Hans-Albert Müller war an Nummer eins platziert und sein Gahmener Teamkollege Jürgen Ackermann auf Rang zwei dahinter. Beide wussten in ihren Partien zu überzeugen und so war es auch nicht verwunderlich, dass man im Finale aufeinander traf. Der Topgesetzte Müller profitierte in der Vorschlussrunde nach gewonnenem ersten Satz von der verletzungsbedingten Aufgabe von Heinz-Walter Freitag (SG Vorhalle) und Jürgen Ackermann schaltete in der Runde der letzten Vier den St. Mauritzer Erich Quast-Bezwinger Thomas Profazi (TC Nordwalde) mit 6:2, 6:2. Im abschließenden Finale der beiden Gahmener war nur der erste Durchgang umkämpft. Nach dem Ackermann diesen im Tiebreak gewonnen hatte, befand er sich auf der Siegerstraße und holte sich mit einem 7:6, 6:2-Finalsieg den westfälischen Verbandstitel.

Herren 65: Westfalenmeister Klaus Schneider (TC Brackwede)
Zum dritten Mal wurden die Westfalenmeisterschaften beim TC Unna 02 Grün-Weiß ausgetragen und zum dritten Mal holte sich der Bielefelder Klaus Schneider den Titel eines Westfalenmeisters. „Diese rote Asche hier im Kurpark liegt mir“, so ein zufriedener Ostwestfalen, der im Finale auf Manfred Hennes (Schwarz-Gelb Hagen) traf. Beide Finalisten hatten auf ihrem sportlichen >Streifzug< durch die Konkurrenz keinen leichten Weg, denn der Hagener besiegte unter anderem den an Nummer eins gesetzten Rainer Middelhauve (TC Brackwede) und im Halbfinale die Nummer drei, Klaus Wehrenberg (TC Havixbeck), mit 4:6, 6:1, 10:2. Titelverteidiger Klaus Schneider hatte sogar zwei Dreisatzmatches zu bestreiten, zuletzt in der Vorschlussrunde gegen den Lippstädter Heiner Eymer. Doch Westfalenmeister präsentierte sich in bester spielerischer Verfassung und nach seinem finalen 6:4, 6:1-Sieg war der erneute Titelgewinn gelungen.

Herren 70: Westfalenmeister Michael Jahn (ESV Schwarz-Weiß Münster)
Sie standen unter den Zuschauern und mussten mit ansehen, wie ohne sie die Westfalenmeisterschaft ausgespielt wurde. Die Favoriten Hans-Hermann Leue (TV Espelkamp-Mittwald), er führte die Setzliste der Herren 70 an, und Titelverteidiger Rudolf Perplies (TV Espelkamp-Mittwald) waren auf der Strecke geblieben. Vorjahresfinalist Leue unterlag in drei Sätzen (6:3, 4:6, 8:10) im Halbfinale Ulrich Viefhaus (Grün-Weiß Frohlinde) und der westfälische Abonnementsmeister Perplies verlor ebenfalls in der Runde der letzten Vier mit 1:6, 6:3, 8:10 Michael Jahn. Der wiederum war dermaßen beflügelt, dass ihm am Ende mit einem 6:4, 6:4-Erfolg gegen den Frohlinder sogar der Titelgewinn glückte.


Westfalenmeister bei den Senioren wurden (v.l.) Mariusz Zielinski (Herren 30), Michael Seydel Herren 55), Marcus von Bohlen (Herren 45), Jürgen Ackermann (Herren 60), Lutz Rethfeld (Herren 50), Daniel Masur (Herren), Klaus Schneider (Herren 65), Michael Jahn (Herren 70) und Nenad Sepic (Herren 40). © Westfälischer Tennis-Verband

Herren Finale: Daniel Masur (Tennispark Versmold) - Florian Lemke (Blau-Weiß Soest) 7:6(4), 1:6, 6:2

Herren 30 Finale: Mariusz Zielinski (TC Parkhaus Wanne-Eickel) - Marc Senkbeil (Dortmunder TK Rot-Weiß 98) 6:0, 6:0

Herren 40 Finale:  Nenad Sepic (Rot-Weiß Geseke) - Jens Stephan Kemke (TG Westfalia Dortmund) 6:3, 6:0

Herren 45 Finale: Christof Schulze (VfL Tennis Kamen) - Marcus Von Bohlen (Blau-Weiß Werne) 3:2, Aufgabe Schulze

Herren 50 Finale: Lutz Rethfeld (THC Münster) - Peter Waschkowski (TC Buer Schwarz-Weiß-Grün) 6:2, 6:0

Herren 55 Finale: Hans Otto Drucks (TG Friederika Bochum) - Michael Seydel (Grün-Weiß Herne) 4:6, Aufgabe Drucks

Herren 60 Finale: Hans-Albert Müller (TG Gahmen) - Jürgen Ackermann (TG Gahmen) 6:7, 2:6

Herren 65 Finale: Klaus Schneider  (TC Brackwede) - Manfred Hennes (Schwerz-Gelb Hagen) 6:4, 6:1

Herren 70 Finale: Ulrich Viefhaus (Grün-Weiß Frohlinde) - Michael Jahn (ESV Schwarz-Weiß Münster) 4:6, 4:6

Damen Finale: Yana Morderger - Tayisiya Morderger (beide TC Kamen-Methler) 6:3, 6:3

Damen 40 Finale: Natalja Harina-Beckmann (TC Herford) - Katja Thielen (TC Buer Schwarz-Weiß-Grün) 6:1, 6:2

Damen 50 Finale: Karin Gaudigs (Blau-Weiß Castrop 06) - Bettina Arens-Kardell (TC Lössel-Roden) 6:0, 6:4

Damen 55 Finale: Ina Sievert (Blau-Weiß Ahlen 23) - Gabi Schneider (Rot-Weiß Stiepel) 0:6, 7:5, 2:6

Damen 60 Finale: Gabriele Scholterer (Dortmunder TC Gartenstadt) - Ulrike Kunze (TC Halden 2000) 2:6, 4:6

Alle Ergebnisse sind unter www.mybigpoint.de nachzulesen. 


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