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Bezirk Ruhr-Lippe: Bezirkstag 2017 legt Fokus auf das Ehrenamt

Bezirk Ruhr-Lippe: Bezirkstag 2017 legt Fokus auf das Ehrenamt

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Hamm. Am Donnerstag, 30. November, hat im Clubhaus des TC Grün-Weiß Pelkum in Hamm der Bezirksinfotag stattgefunden. Nach einem erfolgreichen Jahr 2017 ist der Bezirk in allen Belangen personell, finanziell und auch sportlich gut aufgestellt. Immer noch im Blickpunkt ist die Strukturänderung „WTV 2020“, welche insbesondere zu vielen Änderungen im Spielbetrieb führt. Viele Pilotprojekte wurden ins Leben gerufen, um den Tennissport attraktiver und zukunftsfähig zu gestalten. In Zukunft soll es vor allem verbandsweit Konzepte geben, um das Engagement im Ehrenamt, besonders auch im jungen Ehrenamt, zu fördern.

2017 11 30 Bezirks Infotag Aufmacher
Einige Vereinsvertreter waren der Einladung nach Hamm gefolgt, um, auch im individuellen Austausch mit den Verantwortlichen, Informationen zu erhalten. © Ruhr-Lippe

Nach seiner Begrüßung der Vereinsvertreter, Verbandsvertreter und weiteren Gästen, begleitete Stefan Schneider an dem Bezirksinformationstag durch den Abend. Er präsentierte die Mitgliedszahlen im Bezirk. Wie in den Vorjahren musste man erneut einen Rückgang verzeichnen. Etwa 1,1% an Mitgliedern verlor man im gesamten Bezirk. Dabei ist der Jugendbereich stärker betroffen als der Erwachsenenbereich. Außerdem lösten sich 5 Vereine auf bzw. mussten sich zusammenschließen. „Wir haben das Tal noch nicht erreicht, doch da die Negativzahlen weiter zurückgehen, sind wir relativ nah dran“ prognostizierte Stefan Schneider.


Der Bezirksvorsitzende Stefan Schneider führte durch den Abend und präsentierte die Aufgaben des Bezirks. © Ruhr-Lippe

Er gab das Wort weiter an den Verbandspräsidenten Robert Hampe. Dieser berichtete übe die Entwicklungen auf Verbandsebene. Im Fokus stehe momentan besonders die Förderung des Ehrenamtes. Dazu bedankte er sich bei allen Anwesenden, die mit ihrer Arbeit einen großen Teil zum Sportbetreib beitragen. Außerdem berichtete er, dass sich der Negativtrend in der Mitgliederentwicklung dem tatsächlichen Ende neige, da man in einem Bezirk sogar schon positive Fortschritte verzeichnen kann. Vizepräsident Sport Lutz Rethfeld berichtete weiterhin von der Mitgliederversammlung des DTB, wo man Ergebnisse von der LK-System-Umfrage veröffentlichte. Für Echtzeitberechnungen der LK, ein einheitliches System Bundesweit und eine stärkere Berücksichtigung der Doppel sprachen sich Großteile der Teilnehmer aus. So kommt es, dass es in naher Zukunft auch eine Bundesweite Wettspielordnung geben könnte. Im WTV reduziere man derweil die Mannschaften auf Verbandsebene. Zukünftig soll es nur noch eine Westfalenliga und zwei Verbandsligen in den Altersklassen geben. Das steigere vor allem das Niveau in den höchsten Bezirksligen. Dadurch kommt es in Zukunft zu vermehrten Abstiegen in den verschiedenen Ligen auf Verbandsebene.

Erneut übernahm Stefan Schneider das Wort, um den Anwesenden die Aufgaben des Bezirks zu verdeutlichen. Vier große Aufgabenbereich haben die Verantwortlichen im Bezirk zu übernehmen. Zuerst ist es die Organisation des gesamten Mannschaftsspielbetriebs auf Bezirks- und Kreisebene. 1912 Mannschaften im Jugendbereich U8 bis U18 und im Erwachsenenbereich der offenen Klasse bis zu den Senioren 70 haben im Sommer im Spielbetreib gemeldet. Dazu gehören auch die Turnieranträge, die der Bezirk akribisch prüfen und freigeben muss, um eine homogene Turnierlandschaft zu garantieren. Weiterhin ist der Bezirk an einigen Veranstaltungen und die Durchführung von Wettkämpfen beteiligt. Dazu gehören Turniere wie die Bezirksmeisterschaften im Jugend- und Erwachsenenbereich, die „Farben-Cups“ und Kreismeisterschaften. Außerdem erarbeitet man Konzepte zur Förderung und zur Entwicklung des Sports. Zu wurde 2017 zum ersten Mal die Ruhr-Lippe Senior Trophy ausgetragen und im Jugendbereich beteiligte man sich am Ruhr-Circuit. Highlight des Jahres ist immer die Jugend-Mannschaftssiegerehrung, die sich mittlerweile mit über 500 Teilnehmern zum größten Event entwickelt hat. Zu guter Letzt ist der Bezirk Interessenvertreter der Vereine auf Verbandsebene.


Wer das alles im Detail organisiert, kann man dem Organigramm des Bezirks entnehmen. Dort haben sich einige Änderungen ergeben. Der Bezirkskoordinator für Vereinsentwicklung, Michael Burkat, scheidet in dem Amt aus und will sich in Zukunft auf die Turniere im Erwachsenenbereich fokussieren. Das Amt übernimmt Jörg Kemper kommissarisch. Dieser ist bereits Spielleiter im Winter für den Kreis Ruhr und Kreissportkoordinator. Gesucht wird aktuell ein/e Kreiskoordinator/in bzw. Referent/in Breitensport für den Kreis Lippe. Annegret Anlage möchte das Amt nach jahrzehntelanger Tätigkeit nicht weiterführen.

Für die Zukunft möchte der Bezirk seine Aufgaben natürlich weiterhin so gut es geht wahrnehmen. Außerdem gibt es noch Bereiche der Verbesserung. Dazu gehören Maßnahmen in der Vereinsentwicklung und in der sportlichen Jugendarbeit. Doch ganz besonders möchte man das Hauptaugenmerk auf die Förderung und Pflege des Ehrenamtes legen, da man dies seit Jahren vernachlässige und ersichtlich ist, dass qualifizierter Nachwuchs fehle.


Bezirksjugendkoordinator Daniel Stuke stellte den erneuerten Terminplan der Jugendmannschaftsspiele im Sommer 2018 vor. Dem Wunsch, dass man die Spiele in der Jugend über die gesamte Saison verteilen solle, kam der Jugendausschuss nach. So finden die Spiele in einem 14-tägigen Rhythmus statt. Dabei starten die Bezirksligen in der einen Woche und die Spiele auf Kreisebene in der folgenden. Somit wechseln sich die Begegnungen im Saisonverlauf immer ab. Außerdem erhöhe man jetzt die Flexibilität bei den Spielansetzungen, indem auch Verlegungen der Spiele in einem bestimmten Rahmen nach hinten zulässig sind. Details kann man dem vorläufigen Spielterminplan entnehmen.

Anschließend stellte Stefan Schneider die verschiedenen Workshops vor. Dabei spielt der WTV Tour Ball eine große Rolle. Rieke Sautmann vom Key Account Management von Tennis-Point stellte das Vereinspartnerkonzept vor. Dabei sollen Vereine von einer Partnerschaft mit Tennis-Point profitieren, indem sie den Ball günstiger bekommen.



 

WTV-Jugendbildungsreferent Torsten Vogel stellte etwas detaillierter die aktuellen Projekte vor, mit denen man das junge Ehrenamt weiter fördern will. Die Projektgruppe „Junges Ehrenamt“ verlieh in diesem Jahr erstmalig den „WTV-Young Generation Award“. Verschiedene Ehrenämtler oder Gruppen unter 27 Jahren konnten sich mit ihrem Projekt bewerben und anschließend bis zu 1.000€ für ihren Verein gewinnen. Details dazu findet man auf den Seiten des WTV. Dieser wird am 14. April 2018 im Rahmen des Vorstandsturniers erneut verliehen. Bewerbungsschluss ist der 18. März 2018. Weiterhin steckt ein neues Projekt an. Am 16. März 2018 gibt es einen Workshop unter dem Motto „Mixed der Generationen – Gemeinsam mehr erreichen!“ Er soll dazu dienen, das Engagement in den Vereinen zu fördern. Zu guter Letzt wies Torsten Vogel noch auf die Vereinsberatung hin, die in einigen Clubs gewinnbringende Ergebnisse erzielen konnte. Jugendturnierkoordinatorin Silke Meßmann und Turnierkoordinator Michael Burkat standen den Vereinsvertretern für Fragen rund um Anmeldung und Durchführung von Turnieren zur Seite. Für Regelfragen, geradezu im Mannschaftsspielbetrieb, stand Regelreferent Daniel Stuke Rede und Antwort.

Das breit gefächerte Programm nutzten die Gäste gerne und informierten sich bei frisch belegten Brötchen und Getränken, die vom Bezirk gesponsert wurden.

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